Sir Bobby Robson ist am heutigen Freitag, dem 31. Juli, im Alter von 76 Jahren an einem Krebsleiden gestorben. Wie seine Familie bekanntgab, erlag der frühere Trainer der englischen Nationalmannschaft heute früh seiner schweren Krankheit. FIFA.com blickt auf das Leben des Fussball-Weltenbummlers zurück.

Bobby Robson wurde am 18. Februar 1933 in County Durham geboren. Noch während seiner Elektriker-Lehre begann er als damals 17-Jähriger beim FC Fulham seine Karriere als Fussballer. Im Craven Cottage erzielte er für den Londoner Traditionsklub in insgesamt 344 Spielen 77 Treffer. Dazwischen spielte er sechs Jahre für West Bromwich Albion, wo er mit 55 Toren in 239 Spielen ebenfalls sehr erfolgreich war. Darüber hinaus kam Robson für die englische Nationalmannschaft auf 20 Länderspieleinsätze.

Auch als Trainer war der FC Fulham seine erste Station (1968), der gewünschte Erfolg indes war ihm dort noch nicht vergönnt. Daraufhin wechselte er zu Ipswich Town, wo er seine größten Erfolge als Klubtrainer feierte. Robson machte die Mannschaft von der Portman Road zu einer in ganz England gefürchteten Größe und gewann im Jahr 1978 den FA Cup sowie drei Jahre später (1981) den UEFA-Pokal.

Die "Hand Gottes" und der "Jahrhundert-Slalom"
Nach seinem erfolgreichen Engagement in Ipswich wurde Robson im Jahr 1982 zum Trainer der englischen Nationalmannschaft berufen. In den folgenden acht Jahren seiner Amtszeit erreichte er unter anderem bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ 1986 in Mexiko mit England das Viertelfinale, das dank der beiden "berühmten" Tore von Diego Maradona in die Fussballgeschichte einging. Zu Robsons bittersten Erfahrungen zählte indes zweifellos das Halbfinale beim FIFA WM-Turnier in Italien 1990 gegen Deutschland, in dem sein Team nach Elfmeterschießen mit 3:4 unterlag.

Später verließ Robson seine englische Heimat, um als Coach bei PSV Eindhoven (1990-1992 und 1998-1999), Sporting Lissabon (1992-1994), FC Porto (1994-1996) sowie beim FC Barcelona (1996-1997) zu arbeiten. Danach kehrte er nach England zurück, um von 1999 bis 2004 Newcastle United zu betreuen und sich damit einen Kindheitstraum zu erfüllen.

Seit dem Jahr 1992 kämpfte Robson gegen mehrere Krebserkrankungen an, die er zum Teil auch besiegen konnte, bis zum 31. Juli 2009, als er den Kampf gegen die Krankheit schließlich endgültig verlor. "Er ist heute früh friedlich in seinem Haus in County Durham und im Beisein seiner Frau sowie der nächsten Angehörigen eingeschlafen", teilte seine Familie mit. "Ich war zutiefst betroffen, als ich vom Tod von Sir Bobby Robson erfuhr. Seine Leidenschaft, sein Patriotismus, sein Engagement und seine Professionalität in seiner Karriere als Spieler und als Trainer waren beispiellos", so die erste Reaktion von Premierminister Gordon Brown.   

"Ich bin tief betrübt und ergriffen vom Tod von Sir Bobby Robson, einer der größten Persönlichkeiten des Fussballs. Ich erinnere mich vor allem daran, wie er England bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 1990 bis ins Halbfinale und damit zu einem der größten Erfolge in der Geschichte des Landes führte. Er zeigte stets eine große Leidenschaft für den Sport und wird den Fussballfans auf der ganzen Welt fehlen. Im Namen der weltweiten Fussballfamilie möchte ich Sir Bobby Robson für seinen denkwürdigen Beitrag zu unserer schönen Sportart danken", sagte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter.