Das Viertelfinale des CONCACAF Gold Cups 2009 wartet an diesem Wochenende mit einigen hochinteressanten Partien auf. Die Gastgeber und Titelverteidiger aus den USA treffen in einer Neuauflage des Finales von 2005 auf den Geheimtipp Panama, während Mexiko es mit der aufstrebenden Mannschaft aus Haiti zu tun bekommt. Kanada wiederum steht mit Honduras ein unangenehmer Kontrahent gegenüber, mit dem man gerne eine alte Rechnung begleichen würde. Das vierte Duell bestreiten Guadeloupe und der Turnierfavorit Costa Rica. Werfen Sie mit FIFA.com einen genaueren Blick auf das Viertelfinale der alle zwei Jahre stattfindenden CONCACAF-Meisterschaft.
Vorhang auf
in Philadelphia
Am Samstag, den 18. Juli, bestreiten die Gastgeber in der so genannten "Stadt
der Bruderliebe" das Viertelfinale des Gold Cups. Doch dem frisch gebackenen
Sieger der Gruppe B wird vermutlich weniger nach brüderlichen Gefühlen als nach
dem dritten CONCACAF-Titel in Folge zumute sein. Doch hierzu muss zunächst der
Überraschungssieger des letzten zentralamerikanischen Nationen-Pokals, das
aufstrebende Team Panamas, aus dem Weg geräumt werden. "Sie (Panama)
setzen dich physisch permanent unter Druck", sagte Stuart Holden, einer
der Stars in Bob Bradleys noch jungen und teilweise unerfahrenen Truppe, zu FIFA.com. "Wir müssen
dagegenhalten, unser Niveau halten, stark und unnachgiebig sein. Wenn wir einen
kühlen Kopf bewahren und den Rhythmus des Spiels kontrollieren, müsste es gut
für uns laufen."
Doch auch Panama strebt danach, Geschichte zu schreiben. Gegen die USA ist der Mannschaft noch niemals ein Sieg gelungen. Was gäbe es Schöneres, als den Einzug ins Halbfinale mit einem historischen Ereignis zu begehen? "Es ist ein junges U.S.-Team, dessen sind wir uns sehr bewusst. Doch oft sind es gerade diese jungen Burschen, die besonders motiviert sind, etwas zu zeigen und sich einen Namen zu machen", sagte Panamas britischer Trainer Gary Stempel am Vorabend des Aufeinandertreffens. Er weiß, dass die USA vor heimischem Publikum seit 2001 kein offizielles Spiel mehr verloren haben: "Wenn wir uns nicht sorgfältig vorbereiten, stecken wir in Schwierigkeiten."
Das zweite Spiel des Tages in Philadelphia bestreiten der Überraschungssieger der Gruppe A, Kanada, gegen Honduras. Ausgerechnet gegen jene Catrachos, die unter der Führung der herausragenden Akteure Carlos Costly und Walter Martinez das Team Kanadas in der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ ausschalteten. Die Canucks - CONCACAF-Sieger im Jahre 2000 - sehen dieser Möglichkeit zur Revanche mit Freuden entgegen. "Honduras ist ein gutes Team, technisch versiert und stark", sagte Ali Gerba, Kanadas erfolgreichster Schütze bei diesem Turnier, kürzlich im Gespräch mit FIFA.com. "Wir müssen unser eigenes Spiel machen und dürfen nicht zulassen, dass sie sich wohl fühlen. Sie sind technisch sehr stark, doch wir sind in der Lage, ihren Spielfluss zu unterbrechen und das Match zu kontrollieren."
Fortsetzung
in Texas
Am Sonntag verlagert sich das Geschehen nach Dallas in Texas. Mexiko, wie die
USA vierfacher Titelträger beim CONCACAF Gold Cup, bekommt es mit einer
Mannschaft aus Haiti zu tun, die den Gastgeber in Boston an den Rand einer
Niederlage gebracht hatte.
Trainer Javier Aguirre, der wegen des Zwischenfalls in der Begegnung mit Panama immer noch gesperrt ist, hofft, dass seine Schützlinge die beim lockeren Sieg gegen Guadeloupe gezeigte Leistungssteigerung bestätigen. "Wir denken an den Gewinn des Pokals und an einen Durchmarsch ins Finale", sagte Verteidiger Jonny Magallon im Vorfeld des Duells in Texas, das für die Mexikaner angesichts der nahen Grenze praktisch ein Heimspiel sein wird. "Wir wissen, dass wir einen Schritt nach dem anderen machen müssen. Wir müssen jeden Gegner erst schlagen, denn elf gegen elf auf dem Feld kann alles Mögliche passieren."
Die Begegnung gegen Haiti wird mit Sicherheit kein Kinderspiel, wie das 2:2 gegen die USA eindeutig gezeigt hat. Der zweite noch verbliebene Vertreter der Karibik, Guadeloupe, greift ebenfalls am Sonntag in das Geschehen ein und wird sich dem favorisierten Ensemble aus Costa Rica stellen müssen. Die Ticos hatten in der Gruppenphase mit einigen Problemen zu kämpfen und sind lediglich Zweiter geworden, verfügen aber nach wie vor über eine der stärksten Mannschaften dieses Turniers, die von dem jungen Spielmacher Celso Borges angeführt wird. Der souveräne Spitzenreiter der Qualifikation für Südafrika 2010 ist inzwischen längst allgemein als dritte Kraft der CONCACAF-Zone - neben den USA und Mexiko - anerkannt. Am Sonntag wird Costa Rica außerdem zugute kommen, dass die Gwada Boys auf Alain Vertot und Ludovic Gotin verzichten müssen, die in der letzten Partie gegen Mexiko des Feldes verwiesen wurden.
