Die Suwon Bluewings hatten zum Ende der regulären Saison im vergangenen Monat den FC Seoul noch vom ersten Platz verdrängt und bestätigten dies nun durch den Sieg gegen den Erzrivalen, der dem Verein den ersten K-League-Titel seit 2004 sicherte. Der 2:1-Heimsieg sicherte dem Team von Cha Bum-Kun den 3:2-Erfolg in der Addition von Hin- und Rückspiel in den Playoffs. In der 36. Minute erzielte Song Chong-Gug per Strafstoß das alles entscheidende Tor, nachdem Seouls Stürmer Jung Jo-Gook den frühen Führungstreffer von Edu ausgeglichen hatte.

Es war der vierte Titel für Suwon seit 1996 und der zweite für Trainer Cha Bum-Kun, der die Trophäe in seiner ersten Saison, in der er für die Mannschaft verantwortlich ist, errang. "So glücklich wie jetzt war ich nicht, als ich 2004 den ersten Titel holte, da ich ja nicht die volle Verantwortung dafür trug", erklärte ein überglücklicher Cha. "Ich kann mich vor Freude kaum halten und möchte meine Spieler loben, die sich als wahre Meister erwiesen haben."

Suwon wusste bereits in der ersten Hälfte der 26 Spieltage der regulären Saison zu beeindrucken, als das Team elf Spiele in Folge gewann. Doch drei Niederlagen hintereinander im September kosteten den Verein die Tabellenführung, und nach einer 0:1-Heimniederlage gegen Seoul musste man bis zum vorletzten Spieltag zittern, um das Ticket für das Playoff-Finale zu lösen. Die Bluewings erwiesen sich jedoch als wahre Champions, holten noch den ersten Platz und waren damit nur noch einen Schritt von der Meisterschaft entfernt.

Das letzte Hindernis auf dem Weg zum Titel sollte das Team aus Seoul sein. Am Ende der regulären Saison hatte nur die Tordifferenz den Unterschied zwischen beiden Mannschaften ausgemacht. Dabei wusste auch Senol Gunes' Team zu beeindrucken, das eine Serie von 19 Spielen ohne Niederlage hinlegte. Insgesamt verlor man nur zwei Mal: Im Derby Seoul-Suwon und schließlich im vorletzten Spiel gegen Busan I'Park. Nachdem man im Playoff-Halbfinale das Team von Ulsan Horang-i geschlagen hatte, traf Seoul im Endspiel wieder auf die Bluewings.

"Wir hätten den Titel holen können, wenn wir im Hinspiel nicht unentschieden gespielt hätten", beklagte sich Gunes, der sein Amt im vergangenen Jahr übernommen hatte. "Wir haben bislang so viel erreicht, und besonders auf die jungen Spieler war immer Verlass. Es tut mir Leid für sie, dass sie am Ende nur mit noch mehr Selbstvertrauen und Erfahrung belohnt werden konnten."

Dennoch kann sich die Mannschaft aus der Hauptstadt damit trösten, dass sie sich zusammen mit dem Meister für die AFC Champions League der nächsten Spielzeit qualifiziert hat, und zwar dank des zweiten Platzes in der regulären Saison.

Ulsan für asiatische Champions League qualifiziert
Ebenfalls in der Königsklasse Asiens dabei ist Ulsan Horang-i, das im vergangenen Monat das Team von Jeonbuk Motors mit 1:0 besiegte und damit das Playoff-Halbfinale erreichte. In einer Neuauflage des Champions League-Halbfinalduells des Jahres 2006, als Jeonbuk nach Rückstand noch das Team von Ulsan schlug und schließlich die begehrte Trophäe holte, erzielte der frühere Flügelstürmer der Motors Yeom Ki-Hun bereits in der 20. Minute das goldene Tor. Obwohl man anschließend dem Team von Seoul mit 2:4 unterlag und das Endspiel um die K-League verpasste, kann man sich nun auf das zweite Champions League-Abenteuer in drei Jahren freuen.

Seongnam Chunma stolperte an der ersten Hürde der Playoffs mit einer 1:2-Heimniederlage gegen Jeonbuk, während die Pohang Steelers erst im Elfmeterschießen gegen Ulsan den Kürzeren zogen.

Das vierte und letzte Ticket für die AFC Champions League 2009 wird sich der koreanische Pokalsieger später in diesem Monat sichern. In Jeju gehen dabei in der nächsten Woche die Halbfinalpartien Gyeongnam gegen Goyang und Daegu gegen Pohang Steelers über die Bühne.