Bronzener Ball und Silberner Schuh: bei seinem Debüt auf der internationalen Beach-Soccer-Bühne gelang Morgan Plata der große Auftritt. Der mexikanische Stürmer war bei der FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Brasilien 2007™ überraschend die Sensation des Turniers und beeindruckte die Beobachter mit seiner Ballfertigkeit, Schnelligkeit und seinem Torriecher. Ein neuer Stern in dieser Sportart war geboren.
Einige Monate später spielte der kleine Angreifer erneut eine Hauptrolle. Beim triumphalen Durchmarsch seiner Nationalauswahl in der nord- und mittelamerikanischen Qualifikation, bei der die Mexikaner das Ticket nach Marseille buchten, steuerte er zwei Treffer bei.
Endlich Fussballstiefel schnüren
Alle Welt erwartete nun, dass Morgan an den Stränden
Frankreichs erneut sein Können demonstrieren würde. Doch das wird
nicht geschehen. Schon lange träumte der 27-Jährige davon, seinen
Wert auch im professionellen Fussball unter Beweis stellen zu
können. Und dank seiner Auftritte auf der Weltbühne des Beach
Soccer gelang es ihm, dieses Ziel zu erreichen.
Nach langer Suche unterschrieb Plata bei Dorados de Culiacán, einem der stärksten Klubs der Primera División A in Mexiko. Und seine Freude darüber, endlich wieder die Fussballstiefel schnüren zu können, vermag er nicht zu verbergen.
"Ich habe dem Beach Soccer viel zu verdanken", sagt er glücklich, denn "dadurch erhielt ich die Gelegenheit, heute hier zu stehen. Ich freue mich auf die Herausforderung, auch im Spiel Elf gegen Elf zu beweisen, dass ich mich durchsetzen kann."
Sein Glück ist nicht zu übersehen. In einem Profi-Team zu spielen, war schon immer sein Traum. "Als ich die Nachricht erhielt, war ich sehr glücklich und freute mich, im Fussball angekommen zu sein. Ich werde meinen Anteil dazu beitragen, mit Dorados den Aufstieg zu schaffen", sagte er, bevor er auf seine Fähigkeiten auf dem grünen Rasen zu sprechen kam: "Ich definiere mich als schnell und dribbelstark, mit guter Ballbehandlung und torgefährlich."
Auf dem großen Fussballfeld wird Morgan allerdings seine Position ändern. Der Mittelstürmer wird sich in einen Außenstürmer verwandeln müssen, denn auf der Außenbahn kann sich der Linksfuß mit seiner Schnelligkeit besser einbringen.
Eine Erfolgsgeschichte
Morgan vergisst auch seinen Trainer im Beach Soccer nicht,
Ramón Raya, der das mexikanische Team im vergangenen Jahr mit
erfahrener Hand bis zum zweiten Platz bei der Weltmeisterschaft
führte. "Auch Ramón hat sich mir gegenüber sehr korrekt
verhalten. Er sagte mir, ich solle mit vollem Einsatz dabei sein
und die Gelegenheit, die mir der Fussball bietet, nicht
vergeuden".
Auch Raya selbst muss anerkennen, dass dies eine Gelegenheit war, die sich sein Stürmer nicht entgehen lassen konnte. Auch wenn er dadurch einen seiner Schlüsselspieler für Marseille 2008 verliert. "Natürlich ist das eine Schwächung, denn er ist ein großartiger Spieler. Doch andererseits freue ich mich sehr darüber, dass Morgan den Sprung geschafft hat. Viele andere Spieler versuchen ebenfalls, den Sprung in irgendein Team zu schaffen."
Wenn es um seinen Stürmerstar geht, kommt der Trainer aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. "Als ich das erste Mal zu den Spielern sprach, sagte ich, dass dies eine Bühne sein könnte, auf der sie sich wieder in Erinnerung rufen können, damit sie wieder berücksichtigt werden. Morgan aber gehörte zu den Spielern, die außerdem die meisten Opfer brachten. Nicht, dass die anderen das nicht getan hätten, aber er gehörte zu denen, die am intensivsten trainierten, die vor der Weltmeisterschaft den größten Einsatz zeigten. Und auch nachdem er seine ersten Trophäen gewonnen hatte, verlor er das Ziel, zum Fussball zurückzukehren, nie aus den Augen."
Nun geht es für Morgan darum, das zu tun, was er am besten kann: Fussball spielen. Die Ergebnisse kommen dann von selbst. "Ich bin zu einem hervorragenden Klub gekommen, der regelmäßig um den Aufstieg kämpft, und ich möchte meinen kleinen Beitrag leisten, damit das gelingt. Ich muss mich nur anpassen, eine gute Saison spielen und alles für das Team geben, das mir diese Gelegenheit ermöglicht".
