Essam El Hadary hat von der FIFA "Grünes Licht" bekommen und ist vorläufig für den FC Sion spielberechtigt. Eine endgültige Entscheidung im Transferstreit zwischen dem ägyptischen Nationaltorhüter mit Al Ahly steht allerdings noch aus.

Der 35-Jährige, der Anfang des Jahres zu den Helden Ägyptens bei der Titelverteidigung beim CAF Afrikanischen Nationen-Pokal gehörte, bemüht sich um die Genehmigung, nach Leistung einer Ausgleichszahlung für seinen noch gültigen Vertrag bei Al Ahly zum schweizerischen Klub wechseln zu können.

Doch der Klub aus Kairo lehnt dies ab und hat El Hadary laut Medienberichten suspendiert und eine Geldstrafe gegen den Torwart verhängt, der für einige Zeit nach Ägypten zurückkehrte, bevor er seinen Wechsel nach Sion weiter vorantrieb.

Heute verkündete die FIFA ihre Entscheidung für die Erteilung einer vorläufigen Spielberechtigung und teilte mit: "Wir bestätigen, dass der Einzelrichter der Kommission für den Status von Spielern entschieden hat, dass der Schweizerische Fussballverband dem Spieler eine vorläufige Spielberechtigung mit sofortiger Wirkung für den Klub FC Sion erteilen kann. Diese Entscheidung wurde den beteiligten Parteien am 16. April 2008 mitgeteilt."

Der Einzelrichter betonte, dass diese Entscheidung ein mögliches Urteil in der vertragsrechtlichen Streitsache zwischen dem Spieler und Al Ahly nicht berührt und der Fall in der Schwebe bleibt. Der Einzelrichter konnte keine Entscheidung bezüglich des Vertragsstreits zwischen dem Spieler und seinem bisherigen Klub Al Ahly fällen, da nur die FIFA-Kammer zur Beilegung von Streitigkeiten ein solches Urteil zu fällen berechtigt ist.

"Die Kammer zur Beilegung von Streitigkeiten wird untersuchen müssen, ob ein Vertragsbruch vorliegt, sei es mit oder ohne triftigen Grund, wer für einen solchen Vertragsbruch verantwortlich wäre, und welche mögliche Konsequenzen sich daraus ergeben", fügte die FIFA in ihrer Mitteilung ergänzend hinzu.

Die FIFA wird nun mit den weiteren Ermittlungen in diesem Fall fortfahren. Anschließend wird die Kammer zur Beilegung von Streitigkeiten in der Sache des Vertragsstreits eine Entscheidung treffen. Dieser Fall bleibt somit bis auf weiteres bei der FIFA anhängig.