Franz Beckenbauer hat sich zum Anforderungsprofil des neuen Trainers für Rekordmeister Bayern München zu Wort gemeldet. Zugleich nannte der Bayern-Präsident den portugiesischen Starcoach José Mourinho als möglichen Nachfolger für Ottmar Hitzfeld. "Mourinho? Warum nicht? Er könnte ja bis zum Sommer noch einen Sprachkurs machen", sagte der Kaiser der "Bild-Zeitung".
Hitzfeld hatte zu Wochenbeginn gegenüber dem "sid" bestätigt, seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Der Nachfolger des Generals sollte laut Beckenbauer "ein ausgebuffter Taktiker sein, bereits Erfahrung gesammelt haben und die deutsche Sprache beherrschen. Unsere Mannschaft braucht einen Hochkaräter."
Mourinho hatte nach seinem Abschied vom FC Chelsea im September 2007 angekündigt, schon bald wieder einen Top-Klub in Deutschland, Spanien oder Italien übernehmen und dafür auch die jeweilige Sprache lernen zu wollen. Ein Angebot des englischen Fussballverbandes FA, die Nationalmannschaft zu übernehmen, hatte er abgelehnt.
"Der Einzige, den ich ausschließen kann, bin ich"
Neben Mourinho werden zahlreiche andere Trainer als
mögliche neue Bayern-Coaches gehandelt. "Es gibt genauso
andere vorstellbare Kandidaten", sagte auch Beckenbauer, der
diesen Umstand aber als unglücklich empfindet. Tägliche neue
Spekulationen um Hitzfelds Nachfolger "könnten im Team für
Unruhe sorgen", glaubt Beckenbauer. Er selbst werde aber nicht
wieder auf die Trainer-Bank zurückkehren: "Um Gottes Willen.
Der Einzige, den ich ausschließen kann, bin ich."
Für die Trainer-Suche seien Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und Manager Uli Hoeneß verantwortlich, ergänzte Beckenbauer: "Mit uns im Aufsichtsrat wird die Entscheidung dann am Ende abgestimmt." Beckenbauer zweifelt nicht daran, dass sich Hitzfeld bis zum Ende seines Vertrages am 30. Juni voll mit dem FC Bayern identifizieren wird. Allein "die Spieler müssen die Charakterfrage in den nächsten Monaten selbst beantworten. Ich hoffe auf die richtige Art."
