Nach der 1:2-Niederlage des 1. FC Nürnberg gegen Bayer Leverkusen ist die Stimmung im Frankenland gedrückt. Trainer Hans Meyer redet im Interview über den schwachen Saisonstart und die kommenden Aufgaben.
Hans Meyer, wie sehen Sie die Situation beim 1. FC
Nürnberg?
Nach dieser weiteren Heimniederlage ist unsere Situation
sehr, sehr angespannt. Unsere Heimbilanz ist katastrophal und
beängstigend. Wenn man zu Hause bisher nur einen Punkt holt, dann
ist das abstiegswürdig, aber es sind ja noch ein paar Spiele. Wenn
wir acht Tage vor dem Saisonende wären, dann müsste etwas
Generelles passieren.
An was liegt es, dass der Club zu Hause nicht mehr gewinnen
kann?
Wir betreiben viel Aufwand, aber erfolglos. Wir werden bei
unseren Chancen auch nicht vom Glück geprügelt. Wir kommen auch
langsam in eine Situation, in der die Spieler anfangen, an sich
selbst zu zweifeln. Dazu kommen natürlich unsere
Personalprobleme.
Gegen Leverkusen musste auch noch Andreas Wolf kurzfristig
passen...
Der hat sich beim Muschelessen einen Virus eingefangen. Das
passt in unsere Situation. In Vittek und Saenko fallen schon länger
zwei Spieler aus, die Tore machen können. Außerdem sind einige
nicht hundertprozentig fit. Ein Angelos Charisteas hat in der
Vorbereitung gefehlt. Aber ich will nicht nach Ausreden suchen.
Was muss passieren, dass der Knoten platzt?
Jetzt müssen wir versuchen, dies in Bochum wieder
auszugleichen. Wir brauchen kurzfristig Erfolg. Wir können uns nur
durch eigene Siege befreien, nicht dadurch, dass man gegen den
Bayern-Jäger Nummer eins zum Teil gleichwertig oder sogar besser
war. Wir müssen gewinnen. Wenn die Resultate nicht stimmen, dann
hast du immer den schwarzen Peter.
