Bayern München marschiert vorneweg, spürt aber Meister Borussia Dortmund im Nacken: Während der Rekordmeister auch ohne die Stars Arjen Robben und Franck Ribéry am 3. Bundesliga-Spieltag 3:1 (2:0) gegen den FSV Mainz 05 gewann und mit neun Punkten seine Tabellenführung festigte, baute der BVB durch ein 3:0 (2:0) gegen Bayer Leverkusen seine Super-Serie aus. Überholt werden können die Münchener am Sonntag von Aufsteiger Eintracht Frankfurt, der dafür gegen Hamburg aber einen Sieg mit mindestens fünf Toren Differenz braucht.

Vier Tage vor dem Auftakt in der UEFA Champions League am Mittwoch gegen den FC Valencia ließen die Bayern zunächst keine Zweifel an ihrer Stärke aufkommen. Mario Mandzukic brachte den klar überlegenen FCB bereits in der zweiten Minute mit dem schnellsten Tor der laufenden Saison in Führung, das 2:0 gelang Bastian Schweinsteiger in der zehnten Minute per Kopf. Mainz kam durch einen verwandelten Foulelfmeter von Adam Szalai (59.) noch einmal heran, ehe Toni Kroos in der Nachspielzeit (90.+2) den Sieg unter Dach und Fach brachte. Kurzfristig passen mussten die angeschlagenen Ribéry und Robben, Rekordtransfer Javi Martínez wurde in der 75. Minute eingewechselt und bereitete das 3:1 vor.

Keine Blöße gab sich auch Titelverteidiger Dortmund, der nach dem lockeren Sieg gegen Leverkusen weiter zwei Zähler Rückstand auf die Bayern hat und zumindest vorübergehend auf Rang drei vorrückte. Nationalspieler Mats Hummels (29.), Jakub Blaszczykowski (39.) und Robert Lewandowski (78.) trafen für den BVB. Mit jetzt 31 Begegnungen in Folge ohne Niederlage fehlen dem Team von Jürgen Klopp nur noch fünf Spiele, um die fast 30 Jahre alte Bestmarke des Hamburger SV einzustellen. Der HSV war vom 16. Januar 1982 bis zum 29. Januar 1983 saisonübergreifend in 36 Begegnungen unbesiegt geblieben.

Noch vor dem BVB liegt die Tormaschine von Hannover 96, die auch beim 3:2 (2:1) im Nord-Duell gegen Werder Bremen auf Hochtouren lief. Zum ersten Zähler der laufenden Saison mühte sich der VfB Stuttgart beim 0:0 gegen Fortuna Düsseldorf, während der 1. FC Nürnberg seinen Höhenflug fortsetzte und mit 3:2 (2:1) bei der Mönchengladbacher Borussia gewann, der auch das erste Tor von Millionen-Zugang Luuk de Jong nicht half.

Das zuletzt in Liga und Europapokal treffsichere Hannover gewann dank eines Last-Minute-Geniestreichs des überragenden Szabolcs Huszti (90.+3). Der Ungar, der bereits das 1:0 (6.) erzielt und das 2:0 (10.) von Leon Andreasen vorbereitet hatte, sah nach dem Siegtreffer noch die Gelb-Rote Karte. Er hatte seinen spektakulären Fallrückzieher zu intensiv bejubelt. Für Bremen hatten Aaron Hunt (26., Elfmeter) und Kevin de Bruyne (76.) getroffen.

Die erste Heimniederlage seit dem 24. März kassierte Mönchengladbach. Den 0:2-Rückstand durch Timm Klose (17.) und Timmy Simons (25.) glichen die beiden Neuzugänge de Jong (45.) und Granit Xhaka (53.) zunächst noch aus. Dem 3:2 des Japaners Hiroshi Kiyotake in der 55. Minute hatte die Mannschaft von Trainer Lucien Favre aber nicht mehr viel entgegenzusetzen. In der 87. Minute verpasste de Jong die große Chance zum Ausgleich, sein spektakulärer Seitfallzieher landete aber nur am Pfosten.

Weniger spektakulär ging es in Stuttgart zu. Gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf kam der Europa League-Teilnehmer nicht über eine Nullnummer hinaus, der VfB muss sich auf Wochen im Tabellenkeller einstellen. Die Gäste feiern hingegen mit nun fünf Punkten aus drei Spielen einen gelungenen Saisonauftakt und bleiben als einzige Mannschaft der Liga ohne Gegentor.

Bereits am Freitag hatte der FC Augsburg in einer schwachen Partie dem VfL Wolfsburg ein 0:0 abgerungen und den ersten Punkt der Saison eingefahren. Während Augsburg im Tabellenkeller nicht von der Stelle kommt, verpassten die Wölfe durch die Magerkost die angestrebte Wiedergutmachung für die 0:4-Klatsche gegen Hannover 96.

Der dritte Spieltag der 50. Saison wird am Sonntag mit den Begegnungen SC Freiburg gegen 1899 Hoffenheim (15:30 Uhr) und Eintracht Frankfurt gegen den Hamburger SV (17:30 Uhr) abgeschlossen.