Inter Mailand hat 45 Jahre nach dem letzten europäischen Triumph zum dritten Mal in seiner Geschichte die UEFA Champions League gewonnen. FIFA.com präsentiert Ihnen das ABC des prestigereichen Turniers, dessen Sieger bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2010 vertreten sein wird.
A wie Abu Dhabi: Als Sieger des europäischen Klubwettbewerbs 2010 wird Inter Mailand bei der nächsten FIFA Klub-Weltmeisterschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten die UEFA vertreten.
B wie FC Barcelona und FC Bayern, die Mannschaften der zwei erfolgreichsten Torschützen des Wettbewerbs: Der Argentinier Lionel Messi krönte sich mit acht Treffern zum Torschützenkönig, gefolgt vom Kroaten Ivica Olic mit sieben Toren.
C wie CSKA Moskau: Der russische Klub qualifizierte sich nach seinem Achtelfinalerfolg gegen den FC Sevilla (1:1, 2:1) erstmalig in seiner Geschichte für das Viertelfinale.
D wie Didier Drogba: Für den ivorischen Starstürmer ist die Champions League mit einem Fluch behaftet: Er war wegen Protestierens für das Achtelfinal-Rückspiel gegen Inter Mailand gesperrt, so wie es ihm im Finale vor zwei Jahren gegen Manchester United ergangen war. Auch im Halbfinalrückspiel gegen den FC Barcelona in der vergangenen Spielzeit war Drogba gesperrt. Der beste Torschütze in der Geschichte des FC Chelsea in den europäischen Wettbewerben (31 Tore) konnte nach wie vor noch keinen europäischen Titel erringen.
E wie Eintracht Frankfurt, das 1960 gegen Real Madrid im Finale im Hampden Park vor 135.000 Zuschauern mit 3:7 unterlag. Zur Feier des 50. Jahrestages des spektakulärsten Finales aller Zeiten haben die Frankfurter die Spanier eingeladen.
F wie Diego Forlan: Der Uruguayer in Diensten von Atlético Madrid war in der Gruppenphase der Spieler mit den meisten Torschüssen (16).
G wie Girondins Bordeaux, die beste Mannschaft der Qualifikationsphase. Trotz einer beeindruckenden Bilanz von acht Siegen, einem Unentschieden und nur einer Niederlage kam für Bordeaux im Viertelfinale gegen Olympique Lyon (1:3, 1:0) das Aus.
H wie Ottmar Hitzfeld und Ernst Happel: Vor dem Triumph von José Mourinho waren diese zwei Männer die bisher einzigen Trainer, die diesen Wettbewerb mit zwei unterschiedlichen Vereinen gewinnen konnten. Hitzfeld gewann die Königsklasse mit Borussia Dortmund und Bayern München, Happel mit Feyenoord Rotterdam und dem Hamburger SV. Der Portugiese gehört nun dank seiner Erfolge mit dem FC Porto und Inter Mailand ebenfalls zu diesem erlesenen Zirkel.
I wie Vincenzo Iaquinta, der den ersten von nur vier Treffern erzielte, die der Mannschaft von Juventus Turin in der gesamten Gruppenphase gelang. Die alte Dame spielte in der vergangenen Champions League-Saison nur eine Nebenrolle.
J wie José Mourinho: The Special One ist auf dem Höhepunkt seiner Kunst und gewann das Duell mit seinem ehemaligen Lehrmeister Louis van Gaal. Sein taktisches Gespür, seine Nähe zu seinen Spielern und seine Ausstrahlung machen aus ihm einen der zurzeit besten Trainer des Weltfussballs.
K wie Kaká: Der Brasilianer von Real Madrid hat wie sein französischer Mannschaftskollege Karim Benzema eine völlig verunglückte Saison hinter sich, in der es ihm nicht gelang, das Spiel der Königlichen zu führen. Bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ erhält er die Gelegenheit, der Welt zu beweisen, dass sein Talent nicht verloren gegangen ist.
L wie FC Liverpool: Der erste englische Klub, der ausschied. Die Reds kamen nicht über die Gruppenphase hinaus und landeten in der Gruppe E mit acht Punkten Rückstand auf den AC Florenz und sechs Zählern auf Olympique Lyon auf dem dritten Rang. Eine enttäuschende Saison für den fünffachen Europapokalgewinner.
M wie Lionel Messi oder Diego Milito: Zwei explosive Argentinier und geniale Stürmer, die eine Partie mit nur einer einzigen Aktion drehen und mit ihrer Magie jederzeit für Gefahr sorgen können.
N wie neuer Sieger: Der Fluch des Titelträgers erwischte in diesem Jahr auch den FC Barcelona, der im Halbfinale gegen Inter Mailand ausschied. Seit Einführung des Champions League-Formats ist es noch keinem Sieger gelungen, seinen Titel erfolgreich zu verteidigen.
O wie Old Trafford: Manchester United feierte das 100-jährige Jubiläum seiner legendären Spielstätte mit einem spektakulären Kantersieg im Achtelfinale gegen den AC Mailand (4:0), bevor das englische Team in der nächsten Runde aufgrund der Auswärtstorregel an Bayern München scheiterte (1:2, 3:2). Doch einmal mehr war ein Spektakel garantiert.
P wie Miralem Pjanic: Der junge Bosnier von Olympique Lyon, der den Platz von Juninho eingenommen hat, besiegelte mit seinem Treffer im Bernabeu-Stadion das Ausscheiden seines Lieblingsklubs Real Madrid. Pjanic gehört dank seiner Leistungen zu den neuen Stars des bosnischen Fussballs wie Edin Dzeko oder Zvjezdan Misimovic.
Q wie Qualifikation: Olympiakos Piräus ist die einzige Mannschaft aus der dritten Qualifikationsrunde, die es bis ins Achtelfinale schaffte. Arsenal London, Olympique Lyon und der VfB Stuttgart kamen in der Playoff-Runde hinzu.
R wie Real Madrid: Die Königlichen sind der Rekordsieger des Wettbewerbs mit neun Europapokaltiteln. Obwohl das Finale in dieser Spielzeit im legendären Santiago-Bernabeu-Stadion ausgetragen wurde, schied der spanische Hauptstadtklub zum sechsten Mal in Folge bereits im Achtelfinale aus.
S wie Samstag: Das Finale der Champions League fand erstmalig an einem Samstag statt. Dies erfolgte auf Anregung von UEFA-Präsident Michel Platini, der sich davon erhoffte, dass mehr Fans mit der ganzen Familie das Spiel besuchen könnten. Bisher fand das Finale an einem Mittwoch statt.
T wie Triple: Für Inter Mailand, das im selben Jahr die heimische Liga, den Pokalwettbewerb sowie die Champions League gewonnen hat, war es der erste Dreifach-Erfolg in der Vereinsgeschichte. Ein solcher Coup gelang bisher nur dem FC Barcelona (2009) und Manchester United (1999). Der PSV Eindhoven (1988), Ajax Amsterdam (1972) und Celtic Glasgow (1967) schafften dieses Kunststück zu Zeiten des Europapokals der Landesmeister.
U wie Unirea Urziceni: Der Neuling, der 2009 erstmals rumänischer Meister wurde, scheiterte in der Gruppe G nur knapp mit einem Punkt Rückstand auf den VfB Stuttgart. Zuvor hatte das Team mit Siegen bei den Glasgow Rangers (4:1) und gegen den FC Sevilla (1:0) für kleine Sensationen gesorgt.
V wie Louis van Gaal und Mark van Bommel: Der Trainer beziehungsweise Kapitän von Bayern München führten ihre Mannschaft zur nationalen Meisterschaft und zum Gewinn des DFB-Pokals, verpassten nach dem verlorenen Finale in Madrid aber das Triple.
W wie Howard Webb: Der 38-jährige ehemalige Polizeioffizier, der als Nachfolger von Graham Poll gilt, profitierte vom frühzeitigen Ausscheiden der englischen Klubs und leitete das diesjährige Finale, das in der nächsten Saison in seiner Heimat im Wembley-Stadion stattfinden wird.
X wie Xavi: Der spanische Nationalspieler ist Dreh- und Angelpunkt des FC Barcelona. Nach der schweren Demütigung, die Arsenal London in der Partie im Camp Nou erleiden musste, bedankte sich der Regisseur der Katalanen bei den Gunners dafür, "ein würdiger Gegner gewesen zu sein, der stets versucht hat, offensiven Fussball zu spielen."
Y wie Ayila Yussuf: Er is ein kraftvoller nigerianischer Mittelfeldakteur. Der 25-Jährige hat inzwischen 19 Champions League-Partien auf dem Konto und ist einer der zehn Ausländer von Dynamo Kiev.
Z wie Javier Zanetti: Der Argentinier ist Kapitän und vielseitiger Defensivspezialist von Inter Mailand. Mit seinen 36 Jahren und zehn Monaten bestritt er in der Partie gegen den FC Bayern sein 700. Spiel im Trikot der Nerazzurri und sein 132. Europapokalspiel.
