Nach dem hart umkämpften 2:2 im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach spricht 1899-Coach Ralf Rangnick im Interview über die Moral seines Teams, technische Hilfen für die Schiedsrichter und das internationale Geschäft.
Ralf Rangnick, Ihre Mannschaft hat in einem kuriosen Spiel einen 0:2-Rückstand aufgeholt und letztlich die vierte Heimpleite noch abwenden können. Fühlen Sie sich als moralischer Sieger?
Die zweite Halbzeit war von der Moral her klasse. Wir mussten im Laufe des Spiels einige Nackenschläge wegstecken. Es gab einige kritische Situationen. Letztlich müssen wir mit dem Punkt leben. Man hat gesehen, dass aufgrund der letzten Wochen einige verunsichert sind. Um mehr zu holen, hätten ein paar Dinge anders laufen müssen.
Sie haben bereits in den vergangenen Wochen einige Schiedsrichter-Entscheidungen gegen ihr Team beklagt. Fühlen Sie sich benachteiligt?
Wenn man das in Punkte umrechnet, ist das schon heftig. Um ausgleichende Gerechtigkeit zu erfahren, müssten wir bis Juli oder noch länger weiterspielen.
In den vergangenen elf Spielen konnte Ihre Elf nur einen Sieg verbuchen. Liebäugeln Sie noch mit dem Sprung ins internationale Geschäft?
Wir müssen uns im nächsten Spiel bei Hertha BSC ein Erfolgserlebnis holen. Es macht keinen Sinn, irgendetwas anderes als Ziel auszugeben. Für die Moral war es wichtig, dass wir gegen Gladbach noch den Ausgleich geschafft haben. Wir haben gezeigt, dass die Mannschaft will und in sich in Takt ist. Aber es gibt keinen Ersatz für Erfolgserlebnisse.
