Es waren wieder die üblichen Verdächtigen, die den englischen Top-Teams am Wochenende den erfolgreichen Saisonstart retteten: Wayne Rooney traf für Meister Manchester United zum 1:0 gegen Birmingham, Didier Drogba drehte mit seinen zwei Toren das Spiel für den FC Chelsea gegen Hull City. Schlechter lief es dagegen für den FC Liverpool, die Reds unterlagen Tottenham Hotspur mit 1:2.
Die gute Nachricht für den englischen Rekordmeister: Das Team von Trainer Rafael Benitez muss nicht eine Woche warten, um den Fehlstart wieder auszugleichen. Bereits ab heute läuft der zweite Spieltag der Premier League - englische Woche auf der Insel. Allerdings dürfen nicht alle Teams direkt wieder ran, die Partien von Fulham, Arsenal, Aston Villa und Everton wurden wegen der Europapokal-Qualifikationen verlegt, neue Termine gibt es noch nicht.
Ballack hilft bei der Wende
Neben Didier Drogba erwies sich Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack als zweiter Matchwinner bei Chelseas Zittersieg gegen Hull. Der Deutsche kam zur Halbzeit für den enttäuschenden John Obi Mikel und half mit, das Spiel noch zu drehen. Jetzt kann Ballack beim FC Sunderland mit seinem Startelf-Debüt rechnen, entsprechende Andeutungen ließ Trainer Carlo Ancelotti bereits fallen. Einfacher wird die Aufgabe dadurch allerdings nicht, auch Sunderland landete zum Saisonstart einen Dreier - die Black Cats gewannen durch einen Treffer von Rückkehrer Darren Bent (zuletzt in Tottenham) mit 1:0 bei den Bolton Wanderers.
Nach dem befürchteten und so gerade eben noch angewendeten Fehlstart befindet sich Meister Manchester United nach dem ersten Spieltag bereits wieder auf Kurs Richtung Tabellenspitze. Ob die Red Devils das auf Dauer ohne den Abgang Cristiano Ronaldo und den verletzten Keeper Edwin van der Sar halten können, ist allerdings fraglich. Nicht umsonst hat sich Chelseas Kapitän John Terry zuversichtlich über die Meisterschaftschancen der Blues geäußert: "Der Schlüssel zum Erfolg ist Konstanz" - und die sieht der Nationalverteidiger vor allem bei seinem Klub.
Owen und die vergebene Chance
Konstanz fehlte auch Michael Owen in den vergangenen Jahren häufig, zumindest wenn man vom konstanten Verletzungspech absieht. Jetzt aber hat sich ManU-Trainer Sir Alex Ferguson als Retter in der Not erwiesen und dem ehemaligen Jahrhunderttalent die undankbare Aufgabe zugewiesen, bei Manchester Ronaldo und Carlos Tevez zu ersetzen. Im ersten Spiel gegen Birmingham kam der 29-Jährige zu 16 Minuten Einsatzzeit und einer eher kläglich vergebenen Riesengelegenheit, beim FC Burnley könnte der Stürmer erstmals von Beginn an spielen.
Während Manchester und Chelsea trotz eines schwachen Starts zumindest drei Punkte einfahren konnten, musste der FC Liverpool ohne Zähler aus London nach Hause fahren. Im ersten Heimspiel gegen Stoke City ist ein Sieg für das Team um Kapitän Steven Gerrard fast schon Pflicht. "Natürlich müssen wir uns noch verbessern, wenn wir solche Spiele gewinnen wollen", zeigte sich Trainer Benitez nach dem Auftakt kritisch.
