Die Süper Lig feiert Jubiläum! Zum 50. Mal gehen die Fussball-Klubs im türkischen Oberhaus ab dem kommenden Wochenende auf Punktejagd. Und wie beinahe in jedem Jahr stellt sich die Frage, ob und welche Mannschaften dem Istanbuler Trio Beşiktaş, Fenerbahçe und Galatasaray Paroli bieten können.
In der vergangenen Saison war es Sivasspor, das die Sensation knapp verpasste, als zweiter Klub überhaupt den Titel zu gewinnen und dabei nicht aus Istanbul zu kommen. Dieses Kunststück gelang bislang nur Trabzonspor - und zwar sechs Mal zwischen 1976 und 1984. Und diesmal?
Der Meister
"Wir haben ein langes Abenteuer erfolgreich zu Ende gebracht", erklärte Trainer Mustafa Denizli (Beşiktaş Istanbul) nach dem erfolgreichen Titelgewinn. Neben der Meisterschaft holten sich die Schwarzen Adler auch den Pokalsieg und feierten damit das türkische "Double".
Auch in der neuen Saison gehört Beşiktaş sicherlich zum Favoritenkreis. Zwar verließ unter anderem mit Gökhan Zan einer der Leistungsträger den Verein, doch mit Matteo Ferrari und Nihat Kahveci konnten die Lücken nicht nur geschlossen, sondern der Kader weiter verstärkt werden.
Die Herausforderer
Die stärksten Konkurrenten des amtierenden Titelträgers kommen sicherlich aus der eigenen Stadt. Galatasaray und Fenerbahçe wollen nach der enttäuschenden Spielzeit mit Rang fünf bzw. vier nun wieder voll angreifen. Vor allem bei Fener ist nach der Verpflichtung von Trainer Christoph Daum und Mittelfeld-As Mehmet Topuz die Zuversicht zurückgekehrt. Mit dem türkischen Supercup (2:0 gegen Beşiktaş) konnten die Blau-Gelben bereits den ersten Titel einfahren.
Kräftig aufgerüstet hat auch Gala, der mit hochkarätigen Neuzugängen wie Abdul Kader Keita, Elano und Zan nach der schlechtesten Platzierung in den letzten fünf Jahren nun den Titel im Visier hat.
Die Außenseiter
Vize-Meister Sivasspor stand in der vergangenen Saison 15 Mal an der Tabellenspitze, am Ende ging dem Klub aus Sivas ein wenig die Puste aus und man musste Beşiktaş letztendlich den Vortritt lassen. Das soll in diesem Jahr nicht geschehen, allerdings konnte das Team von Trainer Bülent Uygun auf dem Transfermarkt weitaus weniger zuschlagen als die Konkurrenz aus Istanbul.
Auch Trabzonspor steht vor jeder Saison auf dem Zettel der Titelanwärter. Allerdings hielt sich der sechsmalige türkische Meister ebenfalls auf dem Transfermarkt zurück. Ob das reicht, um dem Istanbuler Trio gefährlich zu werden?
Die wichtigsten Transfers
Rund 60 Millionen Euro investierten Beşiktaş (ca. 15 Mio.), Galatasaray (ca. 16) und Fenerbahçe (ca. 28) und haben damit die anderen Süper Lig-Teams weit hinter sich gelassen.
Vor allem die Löwen ließen sich die Dienste von Keita (von Olympique Lyon) und Elano (von Manchester City) einiges kosten. Der ivorische und der brasilianische Nationalspieler werden sicherlich für viel Furore am Bosporus sorgen.
Die Neuen
Mit André Santos und Cristian kommen gleich zwei 26-jährige Brasilianer aus ihrer Heimat an den Bosporus, genauer gesagt zu Fenerbahçe. Neu, aber doch irgendwie alt. So könnte man den Transfer von Nihat Kahveci zu Beşiktaş Istanbul beschreiben. Der 29-Jährige hatte seine Karriere beim amtierenden Meister begonnen und kehrt nach sieben Jahren in Spanien nun wieder an seine alte Wirkungsstätte zurück.
Ihre Meinung zählt
Wer holt den Titel in der türkischen Süper Lig? Wer kommt ins internationale Geschäft? Und wer kämpft um den Klassenerhalt? Welcher Neuzugang wird für Furore sorgen? Schreiben Sie uns Ihre Meinung!
