Der russische Nationalspieler Pavel Pogrebnyak von Zenit St. Petersburg tritt bei Bundesligist VfB Stuttgart die Nachfolge von Mario Gomez an. "Wir freuen uns, dass es geklappt hat. Er entspricht genau dem Profil, das wir gesucht haben. Er ist ein Stoßstürmer, ähnlich wie Mario Gomez", sagte Sportdirektor Horst Heldt nach dem 4:1 (0:1) der Schwaben gegen die SG Sonnenhof Großaspach in der ersten Runde des DFB-Pokals.
Pogrebnyak absolvierte am Sonntag den Medizin-Check in Stuttgart und unterschrieb anschließend einen Drei-Jahres-Vertrag. Danach flog er zur Erledigung einiger Formalitäten noch einmal zurück in die Heimat und wird voraussichtlich am Dienstag wieder in Stuttgart erwartet. Der 25-Jährige soll nach Aussage von Heldt "um die fünf Millionen Euro" kosten.
Pogrebnyak wird beim VfB für vier Jahre unterschreiben und dort Nationalspieler Gomez beerben, der für (zunächst) 30 Millionen Euro zu Bayern München gewechselt war. 2007/08 hatte Pogrebnyak als Torschützenkönig im UEFA-Pokal mit zehn Treffern großen Anteil am Triumph seiner Mannschaft.
"Keine verrückten Sachen"
Die zunächst kolportierten zehn Millionen Euro Ablöse für den wuchtigen Torjäger wies Heldt im "DSF" zurück: "Wir haben gesagt, dass wir keine verrückten Sachen machen. Pavel hätte nur noch sechs Monate Vertrag gehabt, da wären zehn Millionen eindeutig zuviel." Wochenlang hatte der VfB erfolglos einen Stürmer gesucht. Demba Ba, Klaas-Jan Huntelaar, Patrick Helmes, Vagner Love und Alvaro Negredo wurden gehandelt, ehe Heldt am Samstag bei Progrebnyak Vollzug melden konnte.
Für Russland traf der Angreifer seit 2006 in acht Länderspielen dreimal. Vor der EM 2008 gehörte er dem Kader der Sbornaja an, doch die Endrunde verpasste er aufgrund einer Knieverletzung. Für Zenit hat er seit 2007 in 54 Ligaspielen 21 Tore erzielt, in der aktuellen Spielzeit war er bei elf Einsätzen viermal erfolgreich.
Noch weitere Neuzugänge möglich
Mit dem Transfer von Pogrebnyak, der zweiten prominenten Personalie nach Aleksandr Hleb vom FC Barcelona, sind die Planungen beim VfB allerdings noch nicht abgeschlossen. "Wir könnten theoretisch noch nachlegen, das Fenster ist noch bis Ende August offen - und diese Möglichkeit lassen wir uns auch offen", sagte Heldt.
Von einer Annäherung an Standard Lüttich im Fall Milan Jovanovic wollte der Manager aber nichts wissen. "Mit Lüttich habe ich keine Lust mehr zu reden. Wenn sie Interesse haben, werden sie sich schon melden", sagte Heldt, der die Verhandlungen mit den Belgiern wegen deren viel zu hoher Ablöseforderungen abgebrochen hatte.
