Der Siegeszug von Real Madrid in der Primera División ist gestoppt: Nach zehn Siegen in Folge mussten sich die Königlichen am Samstag in der spanischen Meisterschaft im Derby gegen Atlético Madrid mit einem 1:1 (0:1) zufriedengeben. Dagegen konnte Tabellenführer FC Barcelona nach zwei Pleiten durch ein 2:0 (2:0) gegen Athletic Bilbao wieder einen Dreier einfahren und den Vorsprung auf Real auf sechs Punkte ausbauen.

"Das ist nicht unaufholbar, es sind nur zwei Siege, und Barcelona muss noch nach Bernabeu kommen", sagte Real-Coach Juande Ramos. Die Königlichen gerieten gegen Atlético, das in der Woche zuvor mit dem 4:3 gegen Barça das Titelrennen wieder spannend gemacht hatte, durch Diego Forlan (38.) in Rückstand.

Huntelaar rettet Madrid
Der niederländische Nationalstürmer Klaas Huntelaar sicherte Madrid mit seinem Tor (57.) wenigstens noch ein Unentschieden. Nationalspieler Christoph Metzelder saß auf der Bank, wurde von Real-Trainer Juande Ramos aber nicht eingewechselt.

Der ehemalige Hamburger Mittelfeldstar Rafael van der Vaart kam sieben Minuten vor dem Ende für Kapitän Raúl ins Spiel. Immerhin blieb die Serie von Real gegen Atlético gewahrt. Seit 1999 und einem 3:1-Erfolg konnte der Ex-Meister gegen den Rekordchampion nicht gewinnen.

Sauer über die Punkteteilung war Atlético-Torjäger Sergio Agüero. Dem Schwiegersohn von Argentiniens Nationaltrainer Diego Maradona war in der Nachspielzeit ein Foulelfmeter verweigert worden. "Es war ein klarer Strafstoß", sagte Agüero: "Es war in den letzten Momenten des Spiels, aber man kriegt halt keinen Elfer in der Schlussphase in Bernabeu."

Barça hat den Titel wieder fest im Visier
Barça gewann am 26. Spieltag der Primera División sicher gegen Bilbao und hat den 19. Meistertitel der Klubgeschichte wieder fest im Visier. Für Barcelona trafen Sergio Busquets (17.) und der argentinische Fussball-Künstler Lionel Messi (31., Elfmeter). "Wir schauen nur auf uns selbst, nicht auf Real. Wir haben gewonnen, kein Gegentor kassiert, haben aber schon besser gespielt", resümierte Barça-Torjäger Samuel Eto'o.