Zhirkov: Mein großer Traum
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Fussballspieler streben in erster Linie nach Erfolg, Titeln und Trophäen. Doch daneben gibt es eine Sache, die nicht unbedingt etwas mit einem Finalsieg zu tun hat, aber dennoch bei jedem Fussballer ein Leuchten in den Augen hervorruft. Was es ist? Die Teinahme an einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ im eigenen Land.

"Ich kann mir nichts Besseres vorstellen", bestätigte einst Frankreichs Zinédine Zidane. Und auch der brasilianische Jungstar Neymar sowie die deutsche Filigrantechnikerin Fatmire Bajramaj sprachen gegenüber FIFA.com von "unglaublicher Freude" bzw. "etwas ganz Schönem".

Ich kann nicht garantieren, dass es diesmal besser wird. Das kann niemand. Aber eines ist jedenfalls sicher: Wir werden in jedem Spiel unser Bestes geben.
Yury Zhirkov

Neue Herausforderung im Heimatland
Auch Yury Zhirkov will natürlich 2018 mit Russland vor den eigenen Fans die WM-Endrunde bestreiten. "Natürlich träume ich davon", erklärt er im exklusiven FIFA.com-Gespräch und ergänzt nach kurzem Überlegen. "Wie alt werde ich 2018 sein? 34? Also warum nicht. Russland hat es absolut verdient, diese WM auszurichten. Und ich kann garantieren, dass dieses Turnier auf höchstem Niveau ausgetragen wird."

Bevor allerdings in sieben Jahren der Anpfiff im Osten Europas erfolgt, stehen für den 28-Jährigen ganz aktuell neue Herausforderungen an. Anfang August verließ der 43-malige Internationale den englischen Spitzenklub FC Chelsea, um sich Anzhi Makhachkala in seinem Heimatland anzuschließen.

"Die offizielle Präsentation war direkt vor dem Liga-Spiel gegen FC Tom. Das Stadion war komplett ausverkauft und die Stimmung war einzigartig. Da der Klub meinen Transfer bis zum Schluss geheim gehalten hat, waren die Fans richtig überrascht, als ich vorgestellt wurde."

Sag niemals nie
Vier Jahre läuft sein Vertrag in Makhachkala, wo er unter anderem gemeinsam mit Roberto Carlos die Vorherrschaft der Moskauer Klubs sowie von Zenit St. Petersburg brechen und Titel holen soll. Und danach? "Alles ist möglich im Fussball. Oder wie man in Russland sagt: Sag niemals nie. Aber im Moment bin ich sehr glücklich bei Anzhi."

Zweifelsohne sei die englische Premier League die am meist angesehenste Liga der Welt, aber das russische Oberhaus entwickele sich sehr schnell. "Der Hauptgrund für meinen Wechsel war eher die Tatsache, dass ich in London überwiegend auf der Auswechselbank saß. Ich wollte aber unbedingt spielen und das erhoffe ich hier bei Anzhi. Außerdem wollte meine Familie gerne wieder nach Russland zurückkehren", erklärt Zhirkov seine Beweggründe für seinen Wechsel zum aktuellen Tabellen-Vierten in Russland.

Mit einer zufriedenen Familie und ordentlich Spielpraxis im Rücken dürften die kommenden Aufgaben möglicherweise leichter fallen. Auf dem Weg zur UEFA EURO 2012 liegt der EM-Halbfinalist von 2008 in der Qualifikation in der Gruppe B punktgleich mit Tabellenführer Republik Irland und dem Dritten Slowakei auf Rang zwei. Zweifel, an einem Verfehlen der Endrunde in Polen und der Ukraine hat Zhirkov dennoch nicht. "Wir müssen so gut spielen wie wir können. Dann werden wir keine Probleme haben."

"Wir müssen unser Bestes geben"
Das EM-Ticket soll aber nur der erste Schritt sein, denn vielmehr geht die Blickrichtung Richtung Brasilien, wo 2014 die WM stattfindet. Portugal, Israel, Nordirland, Aserbaidschan und Luxemburg heißen die Gegner auf dem Weg an den Zuckerhut. "Die größten Favoriten sind sicherlich Russland und Portugal, und wir versuchen definitiv, uns als Erster zu qualifizieren."

Die Endrunde in Südafrika verpasste die Sborjana, als man gegen Slowenien in zwei Playoff-Spielen fast schon sensationell den Kürzeren zog. "Ich kann nicht garantieren, dass es diesmal besser wird. Das kann niemand. Aber eines ist jedenfalls sicher: Wir werden in jedem Spiel unser Bestes geben."