Der Auftakt zur Qualifikationsauslosung für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ hätte afrikanischer kaum sein können: Ein Chor präsentierte das Beste aus dem Musical "König der Löwen". Die in Blau gekleideten Tänzer und die dramatischen Gesänge veranlassten Moderator Robet Marawa zu dem Ausruf: "Nach einer langen und aufregenden Reise, umgeben von den wilden Tieren aus dem 'König der Löwen' und begleitet vom Klang der Zulu-Trommeln, sind wir endlich in Afrika angelangt. Und wir sind froh, dass Sie hier bei uns sind!"
Südafrikas Staatschef Thabo Mbeki und FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hießen die versammelte Weltöffentlichkeit beim Start zum Rennen um die Endrunde 2010, der ersten WM in Afrika, willkommen. Dabei gab es eine große Gesamtbühne, in die drei kleinere Drehbühnen integriert waren. Auf diesen befanden sich die auftretenden Künstler, ein Orchester und schließlich die Lostöpfe selbst.
Der Sockel der Bühne war geformt wie der afrikanische Kontinent. In der Mitte - und damit im Herzen Afrikas - befand sich die Bühne für die Auslosung. Ziehungsleiter Jérôme Valcke kam eine entscheidende Rolle zu. Er zeichnete die einzelnen Gruppen auf einer Magnettafel nach. Assistiert wurde ihm dabei von ehemaligen Fussballgrößen wie Abedi Pelé, Lucas Radebe, Ali Daei, Kasey Keller sowie den südafrikanischen Lokalmatadoren Jomo Sono und Kaizer Motaung. Auch der legendäre Stürmerstar George Weah ließ sich auf der Bühne blicken. Seine Markenzeichen wie immer: Riesiges Selbstbewusstsein und trockener Humor. Dem Publikum gefiel's.
Nach der spannenden Auslosung für die CONCACAF waren die Jazzklänge von Judith Sephuma eine willkommene Entspannung. Mit kraftvoller Stimme sang sie "A cry, a smile, a dance".
Vor der Auslosung für die Afrika-Zone traten dann die südafrikanischen MTV-Gewinner Freshlyground mit ihrem Hit "Do-be-do" auf. "If you feel what I say, clap and stamp your feet!" animierten sie ihr Publikum, das dieser Aufforderung nur zu gerne nachkam. Passender Höhepunkt der Auslosung aber waren zweifelsohne die Afro Tenors mit ihrer Fassung von "Nessun Dorma".
Es war eine Show, die in jeder Hinsicht das hielt, was man sich von ihr versprochen hatte - mit Afrika als Theater und Südafrika als Bühne. Und worum es sportlich geht, brachte Marawa auf den Punkt: "In der Qualifikation werden aus 208 Ländern 32 Endrundenteilnehmer."
Die Reise nach Südafrika hat begonnen.







