Djeparov peilt den nächsten Schritt an
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Server Djeparov kam vor drei Jahren scheinbar aus dem Nichts und ließ bei der Wahl zu Asiens Fussballer des Jahres Stars wie Ismael Matar und Sebastian Soria hinter sich. Nun konnte der Spielmacher erneut das Podium in Kuala Lumpur erklettern und die begehrte Auszeichnung zum zweiten Mal in Empfang nehmen - und dieses Mal ist er kein Unbekannter mehr.

Die Auszeichnung ist der gerechte Lohn für ein Jahr, in dem Djeparov mit der Nationalmannschaft Usbekistans in neue Höhen vorstieß. Er glänzte als Kapitän und Taktgeber, als die Zentralasiaten im Januar beim AFC Asien-Pokal erstmals bis ins Halbfinale stürmten. Und auch in der Qualifikation für die FIFA WM 2014 lief es für Djeparov und Usbekistan hervorragend. Das Team schaffte als eines der ersten den Sprung in die letzte asiatische Runde.

Djeparov ist seit dem Japaner Hidetoshi Nakata, der 1996 und 1997 zu Asiens Fussballer des Jahres gewählt wurde, der erste Akteur, der die Auszeichnung zum zweiten Mal erhält. "Ich bin sehr glücklich, dass ich diesen Titel zum zweiten Mal gewonnen habe", so der 29-Jährige nach der Zeremonie am vergangenen Mittwoch gegenüber FIFA.com.

"Es ist der Traum eines jeden asiatischen Spielers, diese höchste individuelle Auszeichnung zu gewinnen, und einen entsprechend hohen Stellenwert hat sie für mich. Mit dem erstmaligen Gewinn der Auszeichnung vor drei Jahren konnte ich zeigen, dass ich das Niveau erreicht hatte, mich mit den besten Spielern Asiens zu messen. Mit dem erneuten Gewinn habe ich jetzt bewiesen, dass ich dieses Niveau in den vergangenen Jahren gehalten habe."

Denkwürdige Momente
In den vergangenen Jahren hat Djeparov eine bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht und sich von einem aufstrebenden Youngster zu einer wichtigen Führungsfigur im usbekischen Nationalteam gemausert. Folgerichtig übernahm er auch die Kapitänsbinde von Maksim Shatskikh. In seiner neuen Rolle überzeugt der Mittelfeldspieler voll und ganz, so dass auch Nationaltrainer Vadim Abramov sich nur positiv über ihn äußert.

"Djeparov ist in der Mannschaft zu einem Führungsspieler avanciert", so der 58-jährige Coach kürzlich im Interview mit FIFA.com. "Er ist der Spielmacher des Teams und mit den Erfahrungen, die er in den letzten Jahren gesammelt hat, ist er der Aufgabe des Mannschaftskapitäns gewachsen."

Djeparov hat das Team im Laufe des Jahres in zahlreichen schweren Partien geführt. Im WM-Qualifikationsspiel gegen Asien-Meister Japan erzielte er das frühe Führungstor für die Usbeken und auch bei den zwei Siegen gegen die DVR Korea leistete Djeparov wichtige Führungsarbeit. Trotz dieser Leistungen in der WM-Qualifikation nennt er jedoch den 2:1-Sieg gegen Kuwait beim AFC Asien-Pokal in Katar als denkwürdigstes Spiel dieses Jahres.

"Ich habe mich für dieses Spiel entschieden, weil es ein sehr gutes Spiel war, in dem ich ein sehr schönes Tor erzielt habe", so Djeparov im Rückblick. Es handelte sich um das zweite Gruppenspiel der Usbeken, die im Auftaktspiel mit 2:0 gegen Gastgeber Katar gesiegt hatten, wobei Djeparov ebenfalls einen Treffer erzielte. Shatskikh hatte Usbekistan mit einem abgefälschten Freistoß in Führung gebracht. Nachdem Bader Al Mutawa per Elfmeter ausgeglichen hatte, konnte Djeparov mit einem mächtigen Distanzschuss den Siegtreffer für sein Team erzielen.

Das oberste Ziel
Nach dem zweiten Gewinn der höchsten kontinentalen Auszeichnung richtet Djeparov seinen Blick nun auf die WM-Bühne. Nachdem Usbekistan in der Qualifikation für Deutschland 2006 und Südafrika 2010 jeweils scheiterte, ist er überzeugt, dass die Mannschaft in der nächsten Qualifikationsrunde von den gemachten Erfahrungen profitieren wird.

"Mein oberstes Ziel ist es, meinem Land zur erstmaligen Qualifikation für eine FIFA WM-Endrunde zu verhelfen", so Djeparov. "Auf dem Weg zu den letzten WM-Turnieren sind wir jeweils an der letzten Hürde gescheitert. Ich bin aber sicher, dass uns das nicht ein drittes Mal in Folge passiert. Wir haben bereits bewiesen, dass wir die Herausforderung meistern können und müssen dies nun umsetzen."

Die optimistische Einschätzung ist durchaus nicht unbegründet. Schließlich konnte sich Usbekistan aufgrund seiner starken Leistungen in der dritten Qualifikationsrunde als eines der ersten asiatischen Teams für die abschließende Runde der besten zehn Mannschaften qualifizieren.

"Wir haben uns zu einem absolut konkurrenzfähigen Team in Asien entwickelt. Gegen Japan haben wir sehr gut gespielt und gegen die DVR Korea beide Partien dominiert. Wir haben eine erstklassige Mannschaft, die wohl beste in unserer Fussballgeschichte, mit zahlreichen Auslandslegionären und sehr talentierten Youngsters. Mit einem Wort: Dieses Mal können wir es zur WM-Endrunde schaffen!"