Pérez will WM-Traum verwirklichen
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Die Panamaer wollen es dieses Mal unbedingt besser machen. Vor vier Jahren war die Auswahl der Canaleros nämlich als großer Favorit der Nord-, Mittelamerika- und Karibik-Zone ins Rennen um die Tickets für die FIFA WM 2010 in Südafrika gegangen. Doch der Schock folgte prompt, denn gegen das überraschend starke El Salvador musste man die Segel streichen.

Nach dieser riesigen Enttäuschung waren die Schützlinge von Julio César Dely Valdés entschlossen, so schnell wie möglich wieder in die richtige Spur zu kommen und den Fehlschlag vergessen zu machen. Und das ist ihnen auch gelungen: Letzte Woche hat sich Panama nämlich nach sehr überzeugenden Auftritten als erste Mannschaft den Einzug in die nächste Runde der CONCACAF-Qualifikation gesichert.

Mit einem Angriff der Luxusklasse, in dem Luis Tejada und Blas Pérez die Strippen ziehen, erzielte das Team zwölf Tore in drei Partien. Letzterer sprach mit FIFA.com exklusiv über die positive Entwicklung seiner Mannschaft sowie seine Erwartungen und Träume.

Gemeinsam sind wir stark
Unsere erste Frage ist die wohl offensichtlichste: Ist er erleichtert, dass das Team die schlechte Erfahrung von vor vier Jahren hinter sich lassen konnte? Der Stürmer dazu: "Was wir in der letzten Qualifikation erlebt haben, war für uns ein totales Fiasko. Diese Etappe haben wir bereits abgehakt. Wir sind spürbar gereift und verschaffen uns in der Region Respekt. Wir sind auf einem guten Weg und konnten hervorragende Ergebnisse verbuchen. Den Beweis haben wir in dieser ersten Runde bereits geliefert, auch wenn uns das Schwierigste noch bevorsteht. Darauf bereiten wir uns jetzt vor."

Mit seinen 30 Jahren gehört Pérez bereits zu den erfahrenen Spielern im Team und ist daher ein kompetenter Ansprechpartner, wenn es darum geht, die aktuelle Auswahl seines Landes mit vorherigen Mannschaften zu vergleichen. "Es sind einige junge Spieler nachgerückt, die im Ausland hervorragende Arbeit leisten. Dadurch haben wir nun eine gute Mischung aus Jugend und Erfahrung", erklärt er zufrieden und fügt hinzu: "Auch der Trainerwechsel hat sich positiv ausgewirkt. Julio [César Dely Valdés] arbeitet seit zwei Jahren mit uns und hat gute Führungsqualitäten. Außerdem ist er ein Vorbild. Für uns ist er gleichzeitig eine Vaterfigur und ein Freund. Das gibt sehr viel Selbstvertrauen."

Und wo wir schon einmal dabei sind, Vergleiche zu ziehen, räumt der Stürmer von Indios de Ciudad Juárez in der mexikanischen Liga noch ein: "Im letzten Qualifikationswettbewerb hatten wir zwar hervorragende Einzelspieler, viel renommiertere Akteure, die auch mehr Erfahrung mitbrachten, aber es gab Dinge, die liefen nicht so wie jetzt. Jetzt sind die Leute bescheidener und der Zusammenhalt ist größer. Das ist ein tolles Team. Jetzt sind wir wie Brüder und ziehen alle an einem Strang. Bisher ist alles gut gelaufen, und wir werden so weitermachen mit dem Ziel, bei der WM dabei zu sein", erklärt er.

Ein klares Ziel vor Augen
Im Augenblick läuft für Panama also alles nach Plan. Das Ziel der Canaleros ist ganz klar. Sie möchten sich zum ersten Mal in der Geschichte für eine FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ qualifizieren. "Ich glaube, wir haben die richtigen Spieler, und auch im administrativen Bereich hat sich viel verbessert. Die Zusammenarbeit zwischen Verband und privaten Initiativen funktioniert. Wir sind uns der Dinge bewusst, an denen es noch mangelt. Einige von uns gehen schon auf die 30 zu, und unsere Zeit ist jetzt gekommen. Wenn wir es jetzt nicht schaffen, wird es für mich schwer werden, noch an einer WM teilzunehmen. Daher bin ich entschlossener als je zuvor", erklärt er bescheiden.

Sollte die aktuelle panamaische Auswahl es nicht schaffen, das Ticket für Brasilien 2014 zu lösen, dann "wäre das zweifellos ein Misserfolg", betont Pérez noch einmal. "Daran dürfen wir gar nicht denken, jetzt geht es weiter mit der Phase der Vierergruppen, dann kommt die nächste Runde mit Sechsergruppen. Wir haben sehr schlechte Erfahrungen gemacht, das ist uns noch immer ein Dorn im Auge. Wir schulden unseren Fans einfach die Qualifikation für eine WM. Schritt für Schritt werden wir auf dieses Ziel zusteuern."

"Sie trauen uns sehr viel zu"
Schließlich geht es nicht nur darum, den Menschen in Panama eine Freude zu bereiten, sondern auch darum, die Fussball-Leidenschaft fest in dem mittelamerikanischen Land zu verankern, denn so lange gibt es sie dort noch gar nicht. "Der Fussball konkurriert, was die Popularität angeht, noch immer mit Baseball und Boxen. In unserem Land sind alle drei Sportarten beliebt, obwohl der Fussball in letzter Zeit im Aufwind ist, weil es für uns gut gelaufen ist und die Leute wissen, dass wir viel Potenzial haben. Sie trauen uns sehr viel zu. Wir wachsen langsam aber sicher und natürlich hängt alles davon ab, welche Leistung wir bringen."

Zum Abschluss berichtet Pérez noch einmal von seinen eigenen Erfahrungen, die sicher typisch für Panama sind. "Mein Papa wollte immer, dass ich Baseballspieler werde, aber mich hat das nicht besonders gereizt. Ich gehörte zu den Jungs, die alle möglichen Sportarten betrieben. Ich spielte, was gerade modern war. Mit 14 oder 15 habe ich mich dann dem Fussball gewidmet und mir wurde klar, dass ich dort gute Zukunftsaussichten hatte. Seitdem habe ich an mir gearbeitet, und die Ergebnisse sind offensichtlich. Jetzt träume ich davon, bei einer WM dabei zu sein. Ich bin sicher, dass ich dieses Ziel gemeinsam mit meinen Mannschaftskameraden erreichen werde."