Ein siegreiches Quartett
© AFP

Zum Auftakt der Südamerika-Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ gab es vier klare Siege. Die gastgebenden Mannschaften setzten sich am ersten Spieltag, der von zahlreichen Toren und Dauerregen geprägt war, jeweils souverän gegen ihre Gegner durch. FIFA.com fasst das Wichtigste dieses furiosen Auftaktspieltags mit deutlichen Erfolgen für Uruguay, Ecuador, Argentinien und Peru zusammen.

Das Spiel des Tages
UruguayBolivien 4:2
Tore: Luis Suárez (4.), Diego Lugano (26. und 72.), Edinson Cavani (35.) für Uruguay; Rudy Cardozo (18.), Marcelo Martins (86., Elfm.) für Bolivien

Sechs Tore, unzählige Torchancen und ein aufgrund des Dauerregens schwer bespielbarer Platz kennzeichneten diese Partie, die zugleich die emotionalste Begegnung des ersten Spieltages der Südamerika-Qualifikation war. Mit dem bereits dritten Heimsieg in Folge über Bolivien machte der frisch gebackene Südamerika-Meister Uruguay auf eindrucksvolle Weise seine Ambitionen in diesem Qualifikationswettbewerb deutlich. Die aktuell auf Rang vier der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste platzierte Celeste war gegen die Bolivianer, die in der Rangliste Platz 81 belegen, die klar bessere Mannschaft und kam dank ihres überragenden Offensiv-Trios mit Suárez, Cavani und Lugano zu einem ungefährdeten 4:2-Erfolg. Vor allem Kapitän Lugano, der von den Zuschauern im Estadio Centenario von Montevideo begeistert gefeiert wurde, erwies sich dabei als besonders treffsicher und steuerte gleich zwei Tore gegen eine Mannschaft bei, die damit in Uruguay weiterhin sieglos blieb.

Die anderen Spiele
Das Zusammenspiel zwischen Ángel Di María und Gonzalo Higuaín stellte die Gäste aus Chile, die beim ersten Pflichtspiel von Alejandro Sabella als Nationaltrainer der Albiceleste kaum über die Rolle eines Sparringspartners hinauskamen, von Beginn an vor große Probleme. Die beiden Profis von Real Madrid sorgten beim 4:1-Sieg ihrer Mannschaft, in der auch Lionel Messi erneut eine gute Leistung bot, ständig für Unruhe in der gegnerischen Abwehr. Der Star des FC Barcelona trug diesmal die Kapitänsbinde und steuerte ebenfalls einen Treffer bei. Es war sein erstes Tor in einem Pflichtspiel der argentinischen Nationalmannschaft nach 16 Länderspielen in zwei Jahren und sieben Monaten. Demnach scheint der Knoten also endlich geplatzt zu sein. Die Roja hingegen ist bereits fünf Spiele in Folge ohne Sieg. Allerdings konnten die Chilenen bislang auch noch nie in Argentinien gewinnen. Jetzt gilt es, sich bis zum nächsten Spiel gegen Peru wieder aufzurichten.

Peru konnte seinen Aufwärtstrend – bei der jüngsten Copa América belegte Peru Platz drei – dank eines grandiosen 2:0-Sieges über das neu formierte paraguayische Team von Trainer Francisco Arce fortsetzen. Die Albirroja hatte der bis in die Haarspitzen motivierten Mannschaft von Trainer Sergio Markarián nur wenig entgegen zu setzen. Dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel, hatte Paraguay vor allem den wiederholten Glanzparaden seines Torhüters Diego Barreto zu verdanken. Die beiden Tore für die Gastgeber gingen auf das Konto von Paolo Guerrero, der in Lima einen überragenden Auftritt innerhalb einer Mannschaft bot, die in der bevorstehenden Auswärtspartie gegen Chile einen ähnlichen Erfolg anpeilt.

Mit dem gleichen Resultat behielt Ecuador vor heimischer Kulisse über Venezuela die Oberhand. Und das, obwohl sich die Vinotinto einen ganzen Monat lang eigens auf die Höhenverhältnisse von Quito vorbereitet hatte. Weitaus weniger vorbereitet waren die Venezolaner indes auf die Vorstöße von Luis Antonio Valencia über die rechten Flügel, die sie am Ende teuer zu stehen kamen. Der Profi von Manchester United leistete nicht nur die unmittelbare Vorarbeit für die beiden Tore von Jaime Ayoví und Cristian Benítez, die beide im ersten Durchgang per Kopf trafen, sondern erwies sich darüber hinaus auch als die zentrale Figur im Team von Trainer Reinaldo Rueda, dem damit die Revanche für die bei der Copa América 2011 erlittene Niederlage gegen Venezuela gelang.

Der Spieler des Tages
Gonzalo Higuaín (ARG)
Mit drei Treffern und einer Torvorlage wurde der 23-jährige Torjäger an diesem Abend für die chilenische Abwehr zu einem wahren Albtraum. Ein Mal traf er mit dem rechten, zwei Mal mit dem linken Fuß. Damit verbucht der Angreifer jetzt vier Tore in WM-Qualifikationsspielen – zweifellos ein schönes Zubrot für den Torjäger, dem zuletzt in der Primera División gegen Espanyol Barcelona erneut ein Hattrick gelang. "Ich bin glücklich, aber zurücklehnen kann ich mich deshalb nicht. Vielmehr muss ich so weitermachen", so Higuaín, der den Ball nach jenem Spiel mit nach Hause nahm.

Die Zahl des Tages
15 –
So viele WM-Qualifikationsspiele hat Paolo Guerrero bisher für sein Land bestritten. Das Kuriose daran ist, dass der Torjäger vom Hamburger SV bis zu diesem 2:0-Sieg gerade einmal eine Partie gewonnen und erst zwei Tore geschossen hatte – die gleiche Anzahl also wie in den 90 Minuten gegen die Albirroja!

Das Zitat
"Wir sind regelrecht verprügelt worden. Heute haben wir nicht nur gegen Argentinien verloren, sondern auch gegen die chilenischen Medien, die uns hart attackieren. Es dürfte etliche Leute geben, die sich über unsere Niederlage freuen."
Claudio Borghi (Trainer, Chile), der sich nach der 1:4-Niederlage über die chilenischen Medien ärgerte

Ergebnisse (Freitag, 7. Oktober)
UruguayBolivien 4:2
EcuadorVenezuela 2:0
ArgentinienChile 4:1
PeruParaguay 2:0
Spielfrei: Kolumbien