El Salvador in der Favoritenrolle
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El Salvador ist zweifelsohne die stärkste Mannschaft dieser Gruppe und wird sich vermutlich mühelos gegen Surinam, die Dominikanische Republik und die kleinen Cayman-Inseln durchsetzen. Das Cuscatlán-Stadion in San Salvador ist selbst bei den großen Fussballnationen der CONCACAF-Zone ein gefürchteter Hexenkessel und das hohe Tempo, das die Mittelamerikaner an den Tag legen, wird die Aufgabe für die Außenseiter auch nicht gerade einfacher machen.

Die Favoriten
Der zweimalige WM-Endrundenteilnehmer El Salvador, der zu den besseren Mannschaften Mittelamerikas zählt, ist in der zweiten Runde der Nord-, Mittelamerika- und Karibik-Qualifikation der große Favorit auf den Sieg in Gruppe A. Mit erstklassigen Talenten wie etwa Rudis Corrales und Eliseo Quintanilla hätte der gewiefte Trainer Rubén Israel seine Cuscatlecos beinahe in das Halbfinale des CONCACAF Gold Cup 2011 in den USA geführt.

Die Außenseiter
Das an der nordöstlichen Spitze Südamerikas gelegene Suriname brachte in der Geschichte bereits einige großartige Spieler hervor, wie etwa die niederländischen Superstars Edgar Davids und Clarence Seedorf. Diese konnten jedoch nicht für die eigene Nationalmannschaft gehalten werden – ganz im Gegensatz zum erfahrenen Stürmer Clifton Sandvliet und zu Giovanni Drenthe, die darauf hoffen, dass diese traditionelle Fussballnation in der CONCACAF-Zone endlich den Durchbruch schafft.

Angesichts der Fortschritte der Nachbarländer Puerto Rico und Haiti hofft man auch in der Dominikanischen Republik auf eine Kombination aus Qualität und Glück, um den Kampf um Platz eins in der Gruppe annehmen zu können. Der 6:0-Gesamtsieg über Anguilla in der ersten Qualifikationsrunde lässt dieses Land, in dem für gewöhnlich der Baseballschläger geschwungen wird, darauf hoffen, im Fussball noch weitere Erfolge zu feiern.

Die Stars
Rudis Corrales (SLV), Eliseo Quintanilla (SLV), Rodolfo Zelaya (SLV), Clifton Sandvliet (SUR), Jonathan Fana (DOM), Marshall Forbes (CAY)

Das Topspiel
El Salvador ist haushoher Favorit auf den Gruppensieg, aber auch Suriname verfügt über ausreichende Qualitäten, um ganz vorne mitmischen zu können. Die Reise nach Paramaribo und ein Spiel in der sengenden und feuchten Hitze der Dschungelstadt machen jedem Gegner schwer zu schaffen – vor allem gegen eine hochmotivierte Heimmannschaft, die alles daran setzen wird, Geschichte zu schreiben.

Historisches
El SalvadorSuriname 6:0, 1. Januar 1968, San Salvador
Nachdem es zur Halbzeit nur 1:0 gestanden hatte, legte El Salvador in der zweiten Halbzeit nicht weniger als fünf Treffer nach und kam der erstmaligen Qualifikation für eine WM-Endrunde (1970 in Mexiko) somit einen großen Schritt näher. Seit diesem ersten Aufeinandertreffen dieser beiden Teams konnte El Salvador sechs der sieben folgenden Spiele für sich entscheiden. Die einzige Niederlage datiert aus demselben Jahr, als man sich in Paramaribo geschlagen geben musste.

Statistik
1 –
Nur eine Mannschaft aus dieser Gruppe konnte sich bereits für eine WM-Endrunde qualifizieren: El Salvador erreichte das größte Fussballturnier der Welt bisher zwei Mal, nämlich 1970 und 1982. Die 1:10-Niederlage gegen Ungarn bei der WM in Spanien vor 29 Jahren bedeutete einen Rekord in der Geschichte der WM-Endrunde, auf den die Mittelamerikaner jedoch bestimmt gerne verzichtet hätten.

Wussten Sie schon?
Suriname brachte einige der besten Spieler der niederländischen Fussballgeschichte hervor. Clarence Seedorf, Edgar Davids, Ruud Gullit, Jimmy Floyd Hasselbaink, Frank Rijkaard und Aron Winter sind nur einige von zahlreichen Stars, die entweder in diesem Land geboren wurden oder zumindest surinamische Wurzeln haben.

Ihre Meinung zählt
Kann El Salvador der Konkurrenz der Fussballzwerge standhalten oder können Suriname, die Dominikanische Republik oder die Cayman-Inseln für eine Sensation sorgen?