Jamaika
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Frühere WM-Qualifikationen
Obwohl Jamaika in der Karibik stets zu den Ländern gehörte, die regelmäßig Talente hervorbrachten, nahm das Nationalteam erst im Vorfeld der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ 1966 zum ersten Mal an der WM-Qualifikation teil. Schlechte Organisation und finanzielle Ausstattung hatten in jenen frühen Tagen für gewöhnlich unbeständige Ergebnisse zur Folge, und in den 1980er Jahren zog Jamaika das Team ganz aus der Qualifikation zurück. Dies änderte sich erst auf dem Weg nach Frankreich 1998. Der brasilianische Trainer und selbsternannte Fussballphilosoph René Simões durchstreifte die letzten Ecken der Insel und reiste nach Übersee, um in Jamaika geborene Spieler oder Akteure mit jamaikanischen Wurzeln in den englischen Profiligen ausfindig zu machen. Plötzlich schlossen sich reihenweise Stars an, und Jamaika avancierte zum ersten englischsprachigen Land der Karibik, das eine FIFA-WM erreichte. Costa Rica wurde mit zwei Punkten deutlich distanziert, und an der Seite der USA und von Mexiko reisten die Reggae Boyz zur Endrunde nach Frankreich. Doch seitdem konnte nicht mehr an jene berauschenden Zeiten angeknüpft werden. Das Team verpasste in den letzten beiden WM-Vorausscheidungen sogar den Einzug in die Finalrunde der Qualifikation.

Frühere WM-Teilnahmen
Die Reggae Boyz waren in Frankreich die Sensation des Turniers und avancierten dank ihrer farbenfrohen Auftritte und ihrem coolen Inselcharme von heute auf morgen zu Publikumslieblingen. Doch in der schweren Gruppe H verloren sie zuerst das Auftaktduell gegen den späteren Halbfinalisten Kroatien mit 1:3, bevor es in der zweiten Partie eine heftige 0:5-Niederlage gegen Argentinien setzte. Doch es gelang der Mannschaft, ihren Fans zu Hause in Kingston in der dritten Begegnung eine Freude zu bereiten. Der 2:1-Erfolg gegen Japan, bei dem der heutige Trainer Theodore Whitmore beide Treffer erzielte, ist bis heute der einzige WM-Sieg des Landes.

Gegenwart
Mit dem Ziel, an die glorreichen Zeiten von 1998 anzuknüpfen, nahm Trainer Theodore Whitmore einen Neuaufbau der jamaikanischen Nationalmannschaft auf der Basis von Talent, Organisation und Entschlossenheit in Angriff. Er gab der Jugend gegenüber der Erfahrung den Vorzug und arbeitet seitdem mit einer neuen Generation von einheimischen Spielern, denen er später Routiniers und kampferprobte Akteure wie Ricardo Gardner und Ricardo Fuller zur Seite stellen wird. Schnelligkeit, Athletik und technisches Können sind nach wie vor die Stärken der Jamaikaner, wie sie beim Caribbean Cup unter Beweis stellten, den sie 2010 zum zweiten Mal in Folge gewinnen konnten.

Die Stars
Wenn er auf dem Platz steht, trägt Ricardo Gardner die Kapitänsbinde der Mannschaft und ist ihr Anführer, während der in England spielende Ricardo Fuller und Luton Shelton wohl die torgefährlichsten Akteure sind. Dane Richards von den New York Red Bulls ist der bekannteste einer ganzen Reihe von Reggae Boyz, die in den USA tätig sind, wie zum Beispiel der Torhüter von LA Galaxy, Donovan Rickets.

Weitere Infos...

Aktueller Trainer:
Theodore Whitmore

Die größten Erfolge bei FIFA-Turnieren:
Erste Runde (1998)

Große Namen der Vergangenheit:
Robby Earle, Theodore Whitmore, Onandi Lowe