
Frühere WM-Qualifikationen
Der Weg nach Deutschland 2006 bzw. Südafrika 2010 hätte für Polen nicht unterschiedlicher laufen können. Bereits vor dem letzten Qualifikations-Gruppenspiel hatten die Weiß-Roten das Ticket zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™ sicher. In zehn Spielen gab es nur zwei Niederlagen (beide gegen England), und das Team von Trainer Pawel Janas schaffte als einer der beiden besten Gruppenzweiten den Sprung ins Nachbarland.
Die Qualifikation für das Turnier am Kap der Guten Hoffnung dagegen lief komplett anders: Nur drei Siege aus zehn Spielen (bei fünf Niederlagen) bedeuteten den vorletzten Rang und das Aus für Südafrika.
Frühere WM-Teilnahmen
Insgesamt siebenmal nahm Polen an einer FIFA WM-Endrunde teil (1938, 1974, 1978, 1982, 1986, 2002, 2006). Der Ruhm vergangener Tage ist allerdings schon etwas verblasst. 1972 gewann das polnische Team beim Olympischen Fussballturnier in München die Goldmedaille, zwei Jahre später belegte man bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ in Deutschland den dritten Platz und besiegte im kleinen Finale die Brasilianer durch ein Tor von Grzegorz Lato - einer von sieben Treffern des polnischen Stürmers während des Turniers.
Auch bei der FIFA WM 1982 in Spanien belegten die Osteuropäer nach einem Sieg über Frankreich Platz drei. Es dauerte 16 Jahre, ehe Polen erneut an einer Weltmeisterschaft teilnehmen durfte. Doch der FIFA Weltpokal Korea/Japan 2002™ verlief enttäuschend und endete bereits in der Vorrunde.
Auch 2006 in Deutschland sollte es nicht besser laufen: Nach einer überraschenden 0:2-Auftaktpleite gegen Ecuador ging auch das zweite Gruppenspiel gegen Gastgeber Deutschland mit 0:1 verloren, was wie bereits 2002 das Ende aller Träume bereits in der Gruppenphase bedeutete. Der abschließende 2:1-Sieg über Costa Rica hatte nur noch statistischen Wert.
Gegenwart
Als Co-Gastgeber der UEFA EURO 2012 konnte sich Polen ohne Wettkampfdruck auf das Turnier vorbereiten und dabei vor allem jüngere Spieler in aller Ruhe an die Nationalmannschaft heranführen. Gerade die Erfahrung bei einer EM im eigenen Land könnte dem Team in der anstehenden WM-Qualifikation von Vorteil sein.
Die Stars
Waren in den vergangenen Jahren polnische Fussball-Exporte eher rar gesät, so hat sich das Bild merklich verändert. Im Nachbarland Deutschland standen mit Łukasz Piszczek, Kapitän Jakub Błaszczykowski und Robert Lewandowski gleich drei Nationalspieler in den Reihen des deutschen Meisters 2010/11, Borussia Dortmund. Die Akteure des EM-Gastgebers 2012 sind gefragt. Weitere auslandserfahrene Spieler wie Dariusz Dudka, Ireneusz Jeleń oder Michał Żewłakow dürften die Polen zu einem ernstzunehmenden Anwärter auf die WM-Teilnahme 2014 machen.
Weitere Infos…
Aktueller Trainer:
Franciszek Smuda
Der größte Erfolg bei einem FIFA-Turnier:
WM-Dritter (1974, 1982)
Große Namen der Vergangenheit:
Włodzimierz Lubański, Michał Żewłakow, Grzegorz Lato, Robert Gadocha, Jan Tomaszewski


