
Frühere WM-Qualifikationen
Die deutsche Nationalmannschaft konnte sich mit zwei Ausnahmen für alle WM-Endrunden qualifizieren. 1930 verzichtete man aufgrund der Weltwirtschaftskrise auf eine Reise nach Uruguay. 1950 war man nach dem kriegsbedingten Ausschluss noch nicht wieder zugelassen. Bei allen anderen 17 Turnieren stand Deutschland im Teilnehmerfeld, wobei man fünf Mal als Titelverteidiger oder Gastgeber direkt qualifiziert war.
In den zwölf WM-Qualifikationsturnieren, die Deutschland bestritt, hat man insgesamt überhaupt erst zwei Niederlagen hinnehmen müssen. Im Oktober 1995 gewann Portugal in Stuttgart mit 1:0. Und im September 2001 ging England in München mit einem 5:1 erfolgreich vom Platz. Auswärts haben die Deutschen noch nie ein WM-Qualifikationsspiel verloren.
Frühere WM-Teilnahmen
Hinter dem fünfmaligen Weltmeister Brasilien und dem viermaligen Titelträger Italien ist Deutschland die dritterfolgreichste Fussball-Nation der Welt, denn man konnte sich bereits drei Mal die Krone aufsetzen. Als krasser Außenseiter schaffte man 1954 in der Schweiz das Wunder von Bern, ehe 1974 im eigenen Land der zweite und 1990 in Italien der dritte Titel folgten.
Zudem gingen die Deutschen in insgesamt sieben bestrittenen WM-Endspielen vier Mal als Vize-Weltmeister (1966, 1982, 1986 und 2002) vom Platz. Bei den Turnieren 1934 und 1970 sowie bei den letzten beiden Auflagen 2006 und 2010 sicherte man sich darüber hinaus jeweils Rang drei. Kein anderes Land der Welt hat bei WM-Endrunden mehr Spiele bestritten (99) und mehr Tore geschossen (222) als Deutschland.
Gegenwart
Unter Bundestrainer Joachim Löw hat die deutsche Nationalmannschaft angesichts von Platz zwei bei der UEFA EURO 2008 in Österreich und der Schweiz sowie des dritten Ranges bei der FIFA WM 2010 in Südafrika längst bewiesen, dass man wieder zur absoluten Weltspitze gehört. Mit einer neuen Spielphilosophie, bei der die typisch deutschen Tugenden wie Disziplin und Effizienz mit kreativem Offensivfussball gepaart wurden, hofft man, die Spanier, an denen Deutschland in beiden Turnieren mit 0:1 scheiterte, in naher Zukunft vom Thron zu stoßen. Dank der neuen Attraktivität des deutschen Stils haben sich Löws Schützlinge zuletzt bereits in die Herzen vieler Fans aus der ganzen Welt gespielt.
Die Stars
Zwischen den Pfosten hat sich mit Manuel Neuer ein junger Keeper etablieren können, von dem zahlreiche Experten behaupten, dass er nicht nur das Zeug hat, in die Fußstapfen von Oliver Kahn und Jens Lehmann zu treten, sondern auch der beste Torhüter der Welt zu werden. Mit Außenverteidiger Philipp Lahm, Mittelfeldstratege Bastian Schweinsteiger und Offensivkraft Lukas Podolski stehen zudem drei Weltklasse-Akteure in den deutschen Reihen, die zwar jeweils schon mindestens 80 Länderspiele absolviert, aber allesamt gerade erst ihr bestes Fussball-Alter erreicht haben.
Mit Mesut Özil, der nach seinen starken Darbietungen bei der WM 2010 im Alter von nur 21 Jahren von Werder Bremen zu Real Madrid wechselte, verfügt Deutschland zudem über einen Filigrantechniker, der sich durchaus mit den größten Ballkünstlern des Globus messen kann. Im Angriff gehören dem Gewinner des Goldenen Schuhs von adidas bei der Endrunde in Südafrika, Thomas Müller, sowie dem nun auch im deutschen Dress immer stärker werdenden Mario Gomez die Zukunft.
Weitere Infos...
Aktueller Trainer:
Joachim Löw
Die besten Resultate bei FIFA-Turnieren:
3x Weltmeister (1954, 1974, 1990), 1x U-20-Weltmeister (1981)
*Zudem wurde die Deutsche Demokratische Republik (DDR) in Montreal 1976 Olympiasieger
Große Namen der Vergangenheit:
Fritz Walter, Uwe Seeler, Franz Beckenbauer, Gerd Müller, Lothar Matthäus


