Australien im Westen Asiens gefordert
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Seit dem Wechsel in die asiatische Fussballkonföderation vor gerade einmal sechs Jahren ist es den Australiern gelungen, sich unter den Spitzenteams des Kontinents zu etablieren. Die Socceroos qualifizierten sich ohne große Mühe für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ und stießen beim AFC Asien-Pokal 2011 bis ins Finale vor. Gegen Oman und Thailand kann man positive Bilanzen vorweisen. Das wohl einzige Team, das den Australiern die Vorherrschaft in dieser Gruppe streitig machen könnte, dürfte Saudiarabien sein.

Die Socceroos haben zahlreiche Legionäre mit wertvoller Europa-Erfahrung im Kader und werden zudem vom erfahrenen Trainerfuchs Holger Osieck betreut. Die anderen drei Mannschaften werden um den zweiten Qualifikationsplatz kämpfen, wobei Saudiarabien wohl die größten Chancen hat.

Die Favoriten
Das Team von Holger Osieck hat den höchsten Anteil von Auslandslegionären in ganz Asien und ist damit ein überaus ernst zu nehmender Gegner. Seit ihrem enttäuschenden Abschneiden bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™, wo sie nach der Gruppenphase die Heimreise antreten mussten, haben sich die Socceroos langsam aber beständig wieder gesteigert. Beim AFC Asien-Pokal im Januar 2011 wurden sie Zweiter und kurz darauf konnten sie sich mit einem 2:1-Sieg gegen Deutschland in einem Freundschaftsspiel in Mönchengladbach für die herbe 0:4-Niederlage bei der WM-Endrunde revanchieren.

Die Außenseiter
Saudiarabien war in den vergangenen zwei Jahren nicht eben vom Erfolg verwöhnt. Das Team verpasste die Qualifikation für Südafrika 2010 und landete beim AFC Asien-Pokal im Januar 2011 nur auf dem letzten Platz der Gruppe. In der zweiten Runde der Asien-Qualifikation fegten die Saudis Hongkong mit 8:0 in der Addition vom Feld und stellten damit ihren Ruf zumindest teilweise wieder her. Jetzt will sich der dreimalige Asien-Meister mit Frank Rijkaard als Trainer unbedingt zum fünften Mal die WM-Endrundenteilnahme sichern.

Sowohl in der Qualifikation für Korea/Japan 2002 als auch für Deutschland 2006 scheiterten die Omaner nur knapp am Einzug in die letzte Runde. Damit haben sie gezeigt, dass sie durchaus in der Lage sind, bei der Vergabe der ersten zwei Gruppenplätze ein Wörtchen mitzureden.

Die Stars
Lucas Neill (AUS), Saša Ognenovski (AUS), Josh Kennedy (AUS), Tim Cahill (AUS), Yasser Al-Qahtani (KSA), Naif Hazazi( KSA), Mohammad Al-Shalhoub (KSA), Mohammed Noor (KSA), Ali Al-Habsi (OMA), Nataporn Phanrit (THA)

Das Topspiel
AustralienSaudiarabien
Die Bilanz der bisherigen drei Partien zwischen den beiden Teams ist mit je einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage völlig ausgeglichen. Ein Sieg in einem Duell zwischen diesen beiden Teams dürfte im Hinblick auf die abschließende Qualifikationsrunde für die Moral der Mannschaft besonders hohen Wert haben.

Historisches
Nachdem Oman in der Qualifikation für den AFC Asien-Pokal 2007 sowohl zu Hause wie auch auswärts gegen Australien verloren hatte, unterstrich das Team der Golfnation bei der kontinentalen Endrunde seine Fortschritte durch ein 1:1-Remis gegen die Australier. Dabei brachte Badr Al-Maimani Oman nach einer halben Stunde in Führung. Erst in der Nachspielzeit gelang Tim Cahill der Ausgleichstreffer, der den Australiern das hart erkämpfte Unentschieden bescherte.

Statistik
13 –
So viele Tore erzielten die Australier auf dem Weg ins Finale des AFC Asien-Pokals 2011 in Katar, davon allein sechs im Halbfinale gegen Usbekistan.

Wussten Sie schon?
Während sich Australien sehr auf die in Europa aktiven Legionäre verlässt, spielen in der aktuellen saudiarabischen Mannschaft fast ausnahmslos Akteure, die bei einheimischen Klubs unter Vertrag stehen.

Ihre Meinung zählt
Kann Frank Rijkaard als Trainer von Saudiarabien ähnlich erfolgreich agieren wie in seiner Zeit beim FC Barcelona? Welche Konsequenzen wird Holger Osieck daraus ziehen, dass zahlreiche Spieler seines Kaders bereits über 30 sind?