Iran gegen ein Duo vom Golf
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Irans Status als Favorit der Gruppe E dürfte von den Golf-Teams Bahrain und Katar auf die Probe gestellt werden. Beide Teams konnten nämlich in früheren WM-Qualifikationsspielen Siege gegen die Iraner verbuchen. Was die beiden Letztgenannten angeht, so könnten die Ergebnisse der direkten Aufeinandertreffen sehr wohl darüber entscheiden, wer von ihnen in die letzte Runde einzieht. Aber auch Indonesien kann die anderen Teams durchaus in Bedrängnis bringen. Mit ihren fanatischen Zuschauern im Rücken könnte die Auswahl ihren Gegnern in Jakarta sicher das eine oder andere Pünktchen abnehmen. Die Heimspiele dürften entscheidend sein in dieser Gruppe, in der die Wahrscheinlichkeit eines engen Ausgangs groß ist. Auf jeden Fall sprechen alle Anzeichen dafür, dass es spannend wird.

Die Favoriten
Trotz alledem hat Iran auf jeden Fall die Favoritenrolle in dieser Gruppe. Die asiatische Spitzenauswahl verfügt über reichlich Erfahrung in der WM-Qualifikation und konnte sich bereits bei drei Gelegenheiten für die Endrunde der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ qualifizieren: 1978 in Argentinien, 1998 in Frankreich und 2006 in Deutschland. Die Nationalmannschaft hat viele Spieler von Zob Ahan in ihren Reihen, dem Klub, der kürzlich in der AFC Champions League Erfolge feierte. Mit Ali Karimi verfügt das Team zudem über einen sehr erfahrenen Mannschaftskapitän, Javad Nekounam und Masoud Shojaei stehen in der spanischen Liga unter Vertrag. Und dann wurde kürzlich auch noch der routinierte Carlos Queiroz zum Nationaltrainer ernannt. Der Portugiese bringt Erfahrungen aus dem Trainerstab von Manchester United und Real Madrid mit und war bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ für die portugiesische Nationalmannschaft verantwortlich.

Katar scheint ebenfalls auf dem richtigen Weg zu sein. Das Team brachte beim AFC Asien-Pokal 2011 auf heimischem Boden nach einer intensiven Vorbereitung beeindruckende Leistungen. Die Katarer können mit einem hochtalentierten und technisch versierten Team aufwarten, in dem unter anderem Spieler wie Sebastian Soria, Yousef Ahmad Ali und Ibrahim Khalfan überzeugen, die beim AFC Asien-Pokal eine entscheidende Rolle spielten, wo die Katarer sich erst im Viertelfinale gegen eine herausragende japanische Elf geschlagen geben mussten.

Die Außenseiter
Bahrain geht mit einem im Umbruch befindlichen Team in die Qualifikation. Nachdem die Auswahl bei den letzten beiden Auflagen des Wettbewerbs nicht über die Playoff-Runde hinausgekommen war (2006 gegen Trinidad und Tobago, 2010 gegen Neuseeland), fiel der kleine Golfstaat in der Rangliste immer weiter zurück. Beim Asien-Pokal 2011 war dann schon nach der Gruppenphase Schluss, und immer mehr Rufe nach einem radikalen Umbruch wurden laut. Inzwischen ist mit dem Engländer Peter Taylor ein neuer Trainer am Ruder, und die Fans Bahrains werden darauf hoffen, dass es dem neuen Mann schnell gelingt, das Beste aus seinen Schützlingen herauszuholen, so dass man mit den kommenden Gegnern mithalten kann.

Angesichts der mangelnden Erfahrung auf diesem Niveau werden die Indonesier vor allem auf das heimische Publikum setzen, das die Mannschaft während der Endrunde des AFC Asien-Pokals 2007 bereits frenetisch unterstützt hat. Das Team wird versuchen, jeden Punkt mitzunehmen, den es holen kann und etwaige Mankos mit seinem berühmten Kampfgeist auszugleichen.

Die Stars
Ali Karimi, Javad Nekounam (Iran), Sebastian Soria, Yousef Ahmad Ali (Katar), Mohamed Salmeen, Fawzi Aish (Bahrain), Bambang Pamungkas (Indonesien)

Das Topspiel
Die Partie zwischen Iran und Katar dürfte eine entscheidende Rolle für den Gruppensieg in Gruppe E spielen, da beide Teams über das Potenzial verfügen. die Gruppe für sich zu entscheiden. Am Ruder sind zwei Weltklassetrainer, und es wird interessant sein zu beobachten, wer diesen mit Spannung erwarteten Zweikampf für sich entscheiden kann.

Historisches
Bahrain - Iran 3:1, Manama, 21. Oktober 2001

Das selbstbewusste Team aus Iran brauchte nur noch einen Sieg im letzten Gruppenspiel, um sich einen Startplatz bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ 2002 in Korea/Japan zu sichern. Bahrain stand jedoch unter keinerlei Druck, spielte befreit auf und sicherte sich mit Toren von Abdullah Al Marzouqi, Hussein Ali und Mohamed Hussein einen überraschenden 3:0-Sieg. Damit blieb Iran zwei Punkte hinter Saudiarabien zurück, das einen Sieg gegen Thailand einfuhr und sich als Gruppenerster qualifizierte.   

Statistik
12 - So oft haben Iran und Katar bereits gegeneinander gespielt. Die erste Begegnung gab es 1988 beim AFC Asien-Pokal in Doha. Iran hat sieben dieser Begegnungen gewonnen, für Katar stehen zwei Siege zu Buche, drei Partien endeten mit einem Remis.

Wussten Sie schon?
Iran hat in der Gruppenphase der WM-Qualifikation bisher nur zwei Heimspiele verloren. Das erste in der Qualifikation für die WM 2006 in Deutschland. In Gruppe 1 unterlag Iran dem Team aus Jordanien mit 0:1. Auf dem Weg nach Südafrika verlor man nach einer 1:0-Führung noch gegen Saudiarabien.

Ihre Meinung zählt
Kann die Auswahl Bahrains an die Erfolge der Qualifikation für Deutschland 2006 und Südafrika 2010 anknüpfen und in die letzte Runde der Qualifikation einziehen?