
Frühere WM-Qualifikationen
Tunesien beteiligte sich 1962 erstmals an der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™. Nach insgesamt drei Qualifikationsspielen gegen Marokko hatte am Ende das marokkanische Nationalteam die Nase vorn. Das gleiche Szenario wiederholte sich im Vorfeld der FIFA WM 1970, als es nach Hin-und Rückspiel wieder eines Entscheidungsspiels zwischen den beiden Maghreb-Ländern bedurfte, das die Marokkaner erneut für sich entschieden und sich damit zum ersten Mal für eine WM-Endrunde qualifizierten. Vier Jahre später setzten sich die Tunesier in der ersten Runde der Afrika-Qualifikation gegen Ägypten durch, scheiterten aber in der zweiten Runde an der Elfenbeinküste. In der Qualifikation für das WM-Turnier 1978 bekam es Tunesien dann erneut mit Marokko zu tun. Dieses Mal waren es die Tunesier, die im entscheidenden Elfmeterschießen die Oberhand behielten. Für die vier nachfolgenden Turnierauflagen konnte sich Tunesien indes nicht qualifizieren. In der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ Südafrika 2010, des ersten WM-Turniers auf afrikanischem Boden, hatten die Tunesier ihr WM-Ticket schon so gut wie sicher gehabt, bevor sie nach einer hart umkämpften und kräfteraubenden Partie gegen Nigeria ihr letztes Qualifikationsspiel gegen Mosambik mit 0:1 verloren und somit ihre WM-Teilnahme verpassten.
Frühere WM-Teilnahmen
Die tunesische Nationalmannschaft nahm bisher an vier Endrunden der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ teil. Gleich bei ihrem ersten Auftritt in Argentinien 1978 schrieb sie Turniergeschichte, als sie ihr erstes Gruppenspiel gegen Mexiko mit 3:1 gewann. Damit war Tunesien das erste afrikanische Team überhaupt, das bei einer FIFA WM ein Spiel für sich entscheiden konnte. Allerdings ist es bis heute der einzige Sieg, den Tunesien bei seinen vier WM-Teilnahmen verbuchen konnte. Nach ihrem überraschenden Auftakterfolg gegen die Mexikaner unterlag die Mannschaft um Tarak Dhiab im zweiten Spiel gegen Polen, bevor sie gegen Deutschland noch ein achtbares Remis erzielen konnte. Am Ende reichte es dennoch nur für Rang drei in ihrer Gruppe, so dass Tunesien aus dem Turnier ausschied. Alle weiteren WM-Teilnahmen endeten für Tunesien mit jeweils einem Unentschieden und zwei Niederlagen, was in allen drei Fällen zum Ausscheiden nach der Vorrunde führte. Bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ 1998 in Frankreich schloss Tunesien die Gruppenphase zwar mit einem Unentschieden gegen Rumänien ab, hatte zuvor aber gegen England und Kolumbien den Kürzeren gezogen. In Korea/Japan 2002, als die FIFA WM zum ersten Mal auf dem asiatischen Kontinent stattfand, gelang den Nordafrikanern im zweiten Gruppenspiel gegen Belgien erneut ein Remis, aber die beiden anderen Partien gegen Russland und Japan wurden verloren. Nicht viel anders war es dann in Deutschland 2006, nur dass Tunesien dieses Mal im Auftaktspiel gegen Saudiarabien ein Remis holte und in den beiden restlichen Gruppenspielen gegen Spanien und die Ukraine unterlag.
Gegenwart
Erstmals seit 20 Jahren wird Tunesien vielleicht nicht beim CAF Afrikanischen Nationen-Pokal vertreten sein. Und das, obwohl die Gegner der Qualifikationsgruppe (Botsuana, Togo, Tschad und Malawi) nicht unbedingt zu den afrikanischen Schwergewichten zählen, auch wenn dieser Gruppe fünf statt der vier üblichen Mannschaften angehören. Demnach galten Botsuana, Togo, Tschad und Malawi von vornherein als Rivalen, die den Schützlingen von Trainer Sami Trabelsi eigentlich keine größeren Probleme bereiten sollten. Doch es kam anders. Gleich zum Auftakt mussten die Tunesier eine überraschende 0:1-Niederlage gegen Botsuana hinnehmen. Auch wenn danach gegen Tschad und Togo zwei Siege folgten, in der Partie gegen Außenseiter Malawi kam Tunesien dann nicht über ein Unentschieden hinaus. Obendrein hatte man im Rückspiel gegen Botsuana, das aktuell mit sieben Punkten Vorsprung vor Tunesien die Tabelle anführt und damit bereits zwei Spieltage vor Schluss für die nächste Kontinentalmeisterschaft qualifiziert ist, erneut das Nachsehen. Nun bleibt den Tunesiern nur noch die Hoffnung, sich als Gruppenzweiter doch noch die Teilnahme am kommenden CAF Afrikanischen Nationen-Pokal zu sichern.
Die Stars
Issam Jemaa, Amine Charmiti und Oussama Darragi
Weitere Infos…
Aktueller Trainer:
Sami Trabelsi
Die besten Resultate bei FIFA-Turnieren:
1x Achtelfinale bei der FIFA U-17-Weltmeisterschaft (Korea 2007)
Große Namen der Vergangenheit:
Faouzi Benzarti, Abdelmajid Chetali, Sami Trabelsi, Ammar Souayah, Youssef Zouaoui.

