
Frühere WM-Qualifikationen
Die marokkanische Nationalmannschaft nahm 1962 zum ersten Mal an einer WM-Qualifikation teil. Nachdem sich Marokko in der kontinentalen Qualifikationsrunde gegen die beteiligten afrikanischen Nationalteams behauptet hatte, mussten die Nordafrikaner noch eine Ausscheidungsrunde gegen eine europäische Mannschaft bestreiten, da Afrika damals im Kontingent für die Endrunde der FIFA WM noch kein Startplatz zustand. Nach zwei Spielen gegen Spanien lautete die Gesamtbilanz 4:2 für die Südeuropäer, so dass die marokkanischen Nationalspieler das WM-Turnier in Chile nur im Fernsehen verfolgen konnten. Acht Jahre später war es endlich soweit. In der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ 1970 in Mexiko setzten sich die Marokkaner nach hart umkämpften Partien gegen Tunesien, Nigeria und Sudan durch und sicherten sich damit ihre erste Teilnahme am weltweit größten und wichtigsten Fussballturnier. Im Vorfeld der Turnierauflage von 1974 stieß Marokko erneut bis in die letzte Runde der Afrika-Qualifikation vor, scheiterte dort aber am damaligen Zaire. Vier Jahre danach mussten die Nordafrikaner bereits nach der ersten Qualifikationsrunde die Segel streichen. Im Vorfeld der FIFA WM 1982 verpasste Marokko durch eine Niederlage gegen Kamerun ein weiteres Mal das WM-Ticket in der letzten Qualifikationsrunde. 16 Jahre nach ihrer ersten WM-Teilnahme gelang es Aziz Bouderbala und Co., sich am Ende einer schweren Afrika-Qualifikation, in der sie sich gegen Ägypten und Libyen durchsetzten, zum zweiten Mal für die Endrunde der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ zu qualifizieren. Vier Jahre später kam Marokko dann wiederum nicht über die erste Runde der WM-Qualifikation hinaus. Dafür vertraten die Nordafrikaner ihren Kontinent bei den WM-Turnieren 1994 und 1998 gleich zwei Mal in Folge. Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ Frankreich 1998 war zugleich Marokkos bislang letzte WM-Teilnahme.
Frühere WM-Teilnahmen
Marokko war bisher bei vier Endrunden der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ präsent. Ihre mit Abstand beste Vorstellung boten die Marokkaner 1986 in Mexiko, als sie als erste afrikanische Mannschaft überhaupt den Einzug in die zweite Runde schafften. Und das in einer Gruppe, in der sie sich mit England, Polen und Portugal auseinandersetzen mussten. Damals gewannen die Schützlinge von Trainer José Faria gegen Portugal mit 3:1 und rangen Polen und England jeweils ein torloses Remis ab. Der marokkanische Traum endete dann im Achtelfinale, als man dem späteren Vize-Weltmeister Deutschland nur knapp mit 0:1 unterlag. Bei ihren drei übrigen WM-Teilnahmen musste Marokkos A-Nationalteam jeweils nach der Vorrunde die Heimreise antreten. Am schmerzlichsten traf es die Nordafrikaner in Frankreich 1998. Damals hatte sich die Mannschaft um Youssouf Hadji zwar souverän gegen Schottland durchgesetzt und gegen Norwegen ein Remis herausgespielt, zuvor aber ihre Auftaktpartie gegen Brasilien verloren. Am Ende fehlte ihr zum Einzug in die nächste Runde nur ein einziger Punkt.
Gegenwart
Nach einer mehrjährigen Durststrecke fand Marokko nach und nach wieder in die Erfolgsspur zurück, vor allem seit die Nordafrikaner vom Belgier Eric Gerets trainiert werden. In der laufenden Qualifikation für den CAF Afrikanischen Nationen-Pokal 2012, dessen Auflage 2010 ohne Marokko stattfand, gelang der Mannschaft des Ex-Trainers von Olympique Marseille ein fulminanter Start. Mit aktuell sieben Punkten aus vier Spielen führt Marokko derzeit in Gruppe D, in der sie mit Algerien, der Zentralafrikanischen Republik und Tansania spielen, die Tabelle an. Die bislang einzige Niederlage gab es gegen Algerien. Doch schon im Rückspiel glückte den Marokkanern dank ihrer glänzend aufgelegten Offensivreihe, die für einen klaren 4:0-Sieg sorgte, die Revanche.
Die Stars
Youssouf Hadji, Marouane Chamakh, Youssef El Arabi, Mounir El Hammoudi, Adel Taarabt.
Weitere Infos…
Aktueller Trainer:
Eric Gerets
Die besten Resultate bei FIFA-Turnieren:
1x Achtelfinale bei der FIFA WM 1986, 1x vierter Platz bei der FIFA U-20-Weltmeisterschaft (Niederlande 2005)
Große Namen der Vergangenheit:
Badou Zaki, Mohamed Timoumi, Noureddine Naybet, Mustapha Hadji, Aziz Bouderbala, Salaheddine Bassir, Larbi Benbarek (alias die Schwarze Perle).

