Alles offen in Gruppe E
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In der afrikanischen Qualifikationsgruppe E machen sich nahezu alle Teams große Hoffnungen, ihren Traum von der ersten WM-Teilnahme wahr werden zu lassen. Burkina Faso ist zwar das gesetzte Team der Gruppe, doch auch Gabun und Niger hoffen, die zweite Runde der afrikanischen Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ zu überstehen. Und selbst Kongo, das zunächst ein Vorausscheidungsduell gegen Sao Tome und Principe bestreitet, ist angesichts einer neuen, talentierten Spielergeneration optimistisch.

Mit Moumouni Dagano spielt immerhin der Rekordtorjäger der WM-Qualifikation für Südafrika in den Reihen Burkina Fasos. Dennoch musste das Team schließlich das WM-Ticket der Elfenbeinküste überlassen. Kongo kam der WM-Qualifikation noch nie so nahe wie 1998, während Gabun in der Qualifikation für Südafrika 2010 bis zum letzten Spieltag Kamerun Paroli bieten konnte. Niger schließlich wächst in der aktuellen Qualifikation für den CAF Afrikanischen Nationen-Pokal über sich hinaus und hat gute Chancen, erstmals die Endrunde der Kontinentalmeisterschaft zu erreichen.

Die Favoriten
Burkina Faso verfügt über eine eingeschworene und konkurrenzfähige Mannschaft, die sich im afrikanischen Fussball beständig weiter nach oben arbeitet. Besonders beeindruckend waren die Auftritte in der WM-Qualifikation für 2010, als das Team auswärts in Tunesien gewann und sich in der zweiten Runde den Gruppensieg holte. Der portugiesische Trainer Paulo Duarte ist bereits seit 2008 im Amt und sorgt für die erforderliche Stabilität.

Die Außenseiter
Als Mitgastgeber des nächsten CAF Afrikanischen Nationen-Pokals hat Gabun die Chance, neue fussballerische Maßstäbe zu setzen. Gleichzeitig wird das Turnier dem Team das erforderliche Selbstvertrauen für eine erfolgreiche Teilnahem an der WM-Qualifikation für 2014 vermitteln.

Das aufstrebende Niger hat in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass es durchaus für Überraschungen gut ist. Ein eindrucksvolles Beispiel hierfür war der 1:0-Sieg gegen Ägypten im Oktober 2010.

Die Stars
Jonathan Pitroipa, Alain Traore (BFA), Delvin Ndinga (CGO), Didier Ovono, Pierre-Emerick Aubameyang (GAB), Moussa Maazou (NIG)

Das Topspiel
Die Gruppe verspricht zahlreiche fesselnde Partien. Die Entscheidung könnte letztlich im General-Seyi-Kountche-Stadion in Niamey fallen, wenn Burkina Faso dort sein Auswärtsspiel gegen Niger bestreitet. Burkina Faso ist zwar in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste besser platziert, doch in der Bilanz der letzten elf Spiele hat Niger die Nase mit vier Siegen, fünf Unentschieden und nur zwei Niederlagen vorn.

Historisches
Südafrika – Kongo 1:0, 16. August 1997, Johannesburg
Das alte Soccer-City-Stadion in Johannesburg war bis zum letzten Platz ausverkauft, denn es ging für Kongo und Südafrika um nicht weniger als das Ticket zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich. Phil Masinga erzielte mit einem fantastischen Distanzschuss die Führung für die Gastgeber, doch danach musste Südafrika die knappe Führung bis zum Ende des Spiels gegen die entschlossen angreifenden Kongolesen verteidigen.

Statistik
8 –
So viele Jahre ist das letzte A-Länderspiel von Sao Tome und Principe her. Es war eine 0:6-Niederlage im Rahmen der WM-Qualifikation für Deutschland 2006. Ohne Vorbereitungsspiel vor dem Duell gegen Kongo im November wäre die Mannschaft volle 96 Monate ohne jegliche Spielerfahrung.

Wussten Sie schon?
Gabun meldete erstmals vor der WM 1966 ein Team für die Qualifikation, zog sich dann jedoch zurück. Das erste WM-Qualifikationsspiel bestritt die Mannschaft schließlich mehr als 20 Jahre später, im Januar 1979 gegen Nigeria.

Ihre Meinung zählt
Ist diese Gruppe die ausgeglichenste der gesamten Afrika-Zone?