
Die Elfenbeinküste gilt schon seit längerem als eine Macht im afrikanischen Fussball. Überraschenderweise musste die Auswahl allerdings bis 2006 warten, bevor sie nach der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ in Deutschland auf der Weltbühne debütieren konnte. 2010 waren die Ivorer erneut erfolgreich und nahmen an der Endrunde in Südafrika teil. Nun streben die Ivorer die dritte Teilnahme in Folge an.
Die Elfenbeinküste hat sich als zweites Team für den CAF Afrikanischen Nationen-Pokal 2012 qualifiziert, nachdem man die ersten vier Partien in Folge gewonnen hat. Auf dem Papier werden lediglich Marokko Chancen eingeräumt, die Ivorer auf dem Weg in die nächste Runde zu stoppen.
Die Favoriten
Wenn eine Gruppe einen klaren Favoriten hat, dann wohl Gruppe C. Hier trifft die Elfenbeinküste auf Marokko, Gambia und entweder Tschad oder Tansania. Mit einem Kader, in dem fast ausschließlich Spieler von europäischen Topklubs stehen, dürfte es wohl kaum ein Team geben, das sie am Weiterkommen hindern könnte. Als topgesetzte Nation Afrikas werden den Westafrikanern allerbeste Chancen eingeräumt, die nächste Runde zu erreichen.
Die Außenseiter
Die Marokkaner haben mehr WM-Qualifikationsspiele als jedes andere afrikanische Land bestritten. 98 sind es bislang und man wird im Verlauf der aktuellen Qualifikation als erstes afrikanisches Land die Marke von 100 Partien übertreffen. Seit 1998 ist Marokko nicht mehr auf der Bühne des Weltfussballs vertreten, und der belgische Trainer Eric Gerets und sein Team sind entschlossen, dies zu ändern.
Gambia, das über verschiedene Spieler verfügt, die in Skandinavien und den USA unter Vertrag stehen, könnte in der Qualifikation für die eine oder andere Überraschung sorgen. Gegenwärtig steht das Team in der Weltrangliste auf Position 100, wird aber wohl ein kleines Wunder brauchen, um die nächste Runde zu erreichen.
Die Stars
Didier Drogba, Gervinho, Salomon Kalou, Kolo Toure, Yaya Toure (CIV), Momodou Ceesay (GAM), Marouane Chamakh, Youssouf Hadji (MOR)
Das Topspiel
Marokko steht auch für die WM-Geschichte des afrikanischen Fussballs, schließlich hat die Auswahl sich 1970 als erste Mannschaft des Kontinents für eine WM-Endrunde qualifiziert, gewann als erstes afrikanisches Team eine WM-Gruppe und schaffte damit den Sprung in die K.o.-Runde (1986). Seitdem sind jedoch die Erfolge bei Weltmeisterschaften ausgeblieben, während das Team von der Elfenbeinküste für die Gegenwart des afrikanischen Fussballs steht.
Historisches
Elfenbeinküste – Marokko 2:0, Abidjan, 4. Juni 1995
Nachdem man die Elfenbeinküste zu Hause bezwungen hatte, hätte Marokko ein Unentschieden gereicht, um die Endrunde um den Nationen-Pokal in Südafrika zu erreichen. Doch 45.000 Zuschauer erlebten wie die Ivorer in beiden Halbzeiten jeweils einen Treffer erzielten, sich qualifizierten und damit Marokko aus dem Turnier warfen.
Statistik
13 – So viele Jahre warten die marokkanischen Fussballfans schon darauf, ihr Team endlich wieder bei einer WM zu sehen. Die letzte Teilnahme an einer Endrunde gab es nämlich 1998 in Frankreich.
Wussten Sie schon?
Gambia spielte in der Qualifikation für Südafrika 2010 zwei Mal Remis gegen Senegal. Damit sorgte das Team dafür, dass der Viertelfinalist von 2002 bereits in der ersten Runde ausschied.
Ihre Meinung zählt
Wird irgendein Team in der Lage sein, die mächtigen Ivorer auf dem Weg nach Brasilien zu stoppen?












