Kamerun in der Favoritenrolle
© Getty Images

Kamerun und Libyen sind die Favoriten in dieser schweren und ausgeglichenen Gruppe, die vom WM-Teilnehmer von 2006 Togo und dem zweimaligen Afrikameister Kongo DR komplettiert wird. Trotz des Scheiterns in der Qualifikation zum CAF Afrikanischen Nationen-Pokal 2012 dürfte der Weg nach Brasilien über die Unzähmbaren Löwen führen. Libyen hingegen schaffte mit einem Kraftakt trotz großer interner Probleme den Sprung zum kontinentalen Kräftemessen.

Libyen und die Kongo DR haben zudem eine gemeinsame Geschichte. In der Qualifikation für den Afrika-Pokal 2008 erreichte Libyen ein 1:1 in Kinshasa und verhinderte damit Kongos Sprung zum Kontinentalturnier. Seit der Teilnahme an der WM in Deutschland ließen die Leistungen Togos zu wünschen übrig, doch mit der Rückkehr von Superstar Emmanuel Adebayor haben die Falken neue Hoffnung.

Die Favoriten
Kamerun verfügt über mehr WM-Erfahrung als alle anderen afrikanischen Länder, und die Nationalmannschaft ist mit internationalen Topstars gespickt. Entsprechend kann sich das Team wohl nur selbst ein Bein stellen. Allerdings dürfen sich die Kameruner trotz ihrer Favoritenrolle nicht allzu sicher fühlen sondern sollten sich die WM-Qualifikation für 2006 eine Warnung sein lassen, als sie sensationell ausschieden und erstmals seit 1986 nicht bei der WM-Endrunde vertreten waren.

Die Außenseiter
Libyen: Zum dritten Mal wird Libyen 2012 am Afrika-Pokal teilnehmen. Und dank des Rittes auf der Erfolgswelle könnte das Team dem Favoriten aus Westafrika auch auf dem Weg nach Brasilien gefährlich werden.

Die Stars
Benoit Assou-Ekotto, Samuel Eto'o, Idriss Carlos Kameni, Alex Song (CMR), Lomana LuaLua, Shabani Nonda (COD), Djamal Mohamed (LBY), Serge Gakpe (TOG)

Das Topspiel
Von den bisherigen fünf Begegnungen mit Kamerun konnte Libyen keine gewinnen. Um sich in dieser Gruppe durchzusetzen, ist also eine Leistungssteigerung dringend erforderlich. Von den fünf Partien waren vier WM-Qualifikationsspiele, von denen die Kameruner wiederum drei für sich entscheiden konnten.

Historisches
DR Kongo - Kamerun, 1:0, 20. Februar 1998, Bobo Dioulasso
Im Viertelfinale des CAF Afrikanischen Nationen-Pokals musste das als Mitfavorit gehandelte Team von Kamerun in Burkina Faso gegen die DR Kongo antreten. Jerry Tondelua brachte den Außenseiter indes bereits in der ersten Halbzeit in Führung, und obwohl Burkina Faso im zweiten Durchgang nach zwei Roten Karten sogar nur noch mit neun Mann spielte, schaffte es das Team, die Führung über die Zeit zu bringen und einen historischen Sieg zu feiern.

Statistik
6 –
So oft hat Kamerun bisher an WM‑Endrunden teilgenommen. Kein anderes afrikanisches Land bringt es auf ähnlich viele Teilnahmen. Marokko, Nigeria und Tunesien waren jeweils erst bei vier WM-Endrunden vertreten.

Wussten Sie schon?
Kamerun hat von den letzten 33 Heimspielen im Rahmen der WM-Qualifikation kein einziges verloren. In diesen Spielen gab es 27 Siege und sechs Unentschieden. Eines dieser Unentschieden kam Kamerun allerdings teuer zu stehen: 2005 verschoss Pierre Wome in der Nachspielzeit der Partie gegen Ägypten einen Elfmeter, was dazu führte, dass sich die Elfenbeinküste noch an Kamerun vorbei schob und sich das Ticket für Deutschland sicherte.

Ihre Meinung zählt
Geht die Serie von derzeit 33 Heimspielen ohne Niederlage für die Unzähmbaren Löwen in dieser WM-Qualifikation zu Ende?