Valcke: "Wir ziehen alle an einem Strang"
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Prezados amigos do futebol,

Meine erste Brasilien-Reise in diesem Jahr war von großen Emotionen geprägt. Ich hatte gemischte Gefühle – einerseits machte mich der tragische Unfall in Santa Maria sehr traurig, andererseits stimmte es mich zuversichtlich, dass mittlerweile nicht nur die Stadien Gestalt annehmen, sondern auch konkrete operative Pläne für die Unterbringung der Fans und der Funktionäre während der Turniere vorliegen. Das offizielle Poster, ein wunderschönes, abstraktes Kunstwerk, wurde von einigen der größten brasilianischen Spieler aller Zeiten vorgestellt – den Botschaftern der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™. Ein großartiges Team.

Die Eröffnungsspiele in Fortaleza machten bereits deutlich, warum es so wichtig ist, dass vor dem "Festival der Meister" andere Veranstaltungen an den Spielorten durchgeführt werden, denn nur so kann man Probleme erkennen und beheben. In Fortaleza wurde fantastische Arbeit geleistet, die den anderen Städten als Vorbild dienen kann. Leider werde ich bei den Eröffnungsspielen im Estádio Mineirão am kommenden Wochenende nicht dabei sein können, doch ich bin davon überzeugt, dass dies ein weiterer wichtiger Meilenstein bei unseren Vorbereitungen auf den FIFA Konföderationen-Pokal sein wird. Bei meiner nächsten Reise im März werde ich Belo Horizonte einen Besuch abstatten.

Ich habe großes Vertrauen in Brasilien, da mir die Gouverneure und Bürgermeister versicherten, dass die Errichtung aller sechs Stadien für den FIFA Konföderationen-Pokal bis Mitte April abgeschlossen sein werden, um mindestens zwei Testspiele durchführen zu können, bevor die Großveranstaltung stattfindet. Die Termine für die Eröffnung und die ersten Spiele wurden bereits für alle Arenen festgelegt. Diese Termine sind fix und dürfen nicht mehr verschoben werden, da unverzüglich mit der Einrichtung temporärer Installationen, wie etwa IT- und Übertragungslösungen, begonnen werden muss, um sicherzustellen, dass die Bilder weltweit übertragen werden können und den Fans ein unvergessliches Erlebnis bescheren.

Seit dieser Woche sind es nur noch 500 Tage bis zum Eröffnungsspiel der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™. Das klingt nach einer sehr langen Zeit, doch bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung zählt jeder einzelne Tag. Es ist beeindruckend, wie die Stadien nun Gestalt annehmen und zu einer Veränderung der brasilianischen Fussballlandschaft führen, die auch nach dem WM-Finale bestehen bleiben wird. Brasilien, das seit jeher für seine hervorragenden Fussballer bekannt ist, wird nunmehr auch zum erlauchten Klub der Länder zählen, die über zwölf neue oder gänzlich sanierte Top-Arenen verfügen.

Im Rahmen unseres Besuchs möchten wir auch die Gelegenheit nutzen, den Zehntausenden von Männern und Frauen im gesamten Land zu danken, ohne die diese Veranstaltung nicht möglich wäre – insbesondere den Arbeitern, die mit der Errichtung der WM-Stadien beschäftigt sind. Sie leisten hervorragende Arbeit. In Salvador haben mich vor allem die Arbeiten an den Dachmembranen beeindruckt. Wir haben versprochen, dass all diese Menschen Zeugen des größten Fussballfestes sein und unvergessliche Momente in den Stadien erleben werden, an deren Errichtung bzw. Sanierung sie beteiligt waren. Es war schön, das Lächeln auf ihren Gesichtern zu sehen, als sie die ersten symbolischen Tickets erhalten haben. Das haben sie wirklich verdient.

Wir ziehen alle an einem Strang, was nur dank der erfolgreichen Partnerschaft mit der Regierung und den Austragungsorten möglich ist. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit dieser kollektiven Teamarbeit sicherstellen können, dass die WM in Brasilien die Erwartungen der Fussballwelt übertreffen wird. Die Weltmeisterschaft kehrt endlich wieder in das País do Futebol (das "Land des Fussballs") zurück.

In diesem Zusammenhang kann ich wirklich nicht verstehen – wenn Sie mir diese letzte Anmerkung gestatten –, warum es trotz eines solch fantastischen Umfelds, in einem Land, das regelrecht für den Fussball lebt und in dem die Fans schon bald die besten Mannschaften der Welt zu sehen bekommen werden, noch immer einige Menschen gibt, die nur das Negative suchen – und zwar auch dann, wenn es überhaupt nichts Negatives gibt. Brasilien ist in jeder Hinsicht ein fantastisches Land. Aber wie überall im Leben kann man das Glas halb leer oder halb voll sehen. Das ist eine Frage der Einstellung. Diejenigen, die das Glas halb leer sehen, laufen Gefahr, am Ende den Moment zu verpassen, zu dem es voll sein wird.

In diesem Sinne: até logo,

Jérôme Valcke