Am Vorabend des Spiels "90 Minuten für Mandela" überreichten die brasilianische Fussballlegende Pelé, der dreifache afrikanische Spieler des Jahres, Samuel Eto'o (Kamerun), und FIFA-Vizepräsident Jack Warner dem legendären südafrikanischen Staatsmann heute, 17. Juli, in Johannesburg ein ganz besonderes Geschenk: ein offizielles Trikot des bevorstehenden Spiels zwischen einer afrikanischen Auswahl und einem Team aus dem Rest der Welt im Newlands-Stadion in Kapstadt mit Mandelas Namen und der Nummer 89 auf der Rückseite sowie der Zahl 46664 als Sinnbild für Mandelas HIV/Aids-Aufklärungskampagne auf der Vorderseite.
"Ich fühle mich sehr geehrt, dabei war ich nur einer von vielen, die für die Befreiung von Tyrannei und Rassismus gekämpft haben. Es ist deshalb nur recht, dass die FIFA auf Robben Island auch den Makana-Fussballverband ehrt", meinte Nelson Mandela mit Blick auf die Verleihung der FIFA-Ehrenmitgliedschaft an den Makana-Fussballverband am Mittwoch, 18. Juli. "In all den harten Jahren auf der Insel schweißte uns der Verband mit dem Fussball zusammen und stärkte damit Werte wie Toleranz, Integration, Versöhnung, Offenheit und Frieden, die uns noch heute sehr am Herzen liegen."
Bei einer privaten Unterredung in der Nelson-Mandela-Stiftung in Johannesburg erörterte Mandela mit seinen Gästen zudem eine Reihe von Themen, etwa die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ oder die Bekämpfung von Aids und Diskriminierung.
"Ich habe immer davon geträumt, Nelson Mandela einmal zu treffen. Er kämpft zeit seines Lebens für Gleichheit und Gerechtigkeit. Ich werde diesen Moment nie vergessen. Morgen werden wir auf dem Rasen gemeinsam ein Zeichen setzen. Ich werde der Welt sagen, dass ich hier war. Ich bin unglaublich stolz, bei dieser denkwürdigen Veranstaltung dabei zu sein", betonte Eto'o.
Pelé und Eto'o versprachen Madiba, wie der ehemalige Staatsmann in seiner Heimat liebevoll genannt wird, ihre Eindrücke von dieser Veranstaltung in die Welt hinauszutragen und so den Kampf gegen Diskriminierung und Aids zu unterstützen. "Ich habe schon viele großartige Persönlichkeiten getroffen, doch Nelson Mandela übertrifft sie alle. Ich bin tief bewegt und fühle mich geehrt, das Team aus dem Rest der Welt anzuführen. Mandelas Lebenswerk ist schlicht bewundernswert", sagte Pelé, der den Fussball als wohl bestes Mittel zur Völkerverständigung würdigte.
Jack Warner verlieh im Namen der FIFA seiner Vorfreude auf 2010, die beste FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ aller Zeiten, Ausdruck. "Es ist großartig, mit diesem Mann, der wie kein anderer den Kampf für Demokratie und gegen Diskriminierung verkörpert, gemeinsam Geburtstag zu feiern. Der FIFA-Präsident bedauert es zutiefst, dass er aufgrund anderweitiger Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem internationalen Spielkalender nicht hier sein kann. Doch in Gedanken ist er bei uns", betonte FIFA-Vizepräsident Jack Warner im Namen von Joseph S. Blatter, der dem Träger des Friedensnobelpreises per Video gratulierte.
Dem Empfang wohnten ebenfalls Irvin Khoza, Vorsitzender des lokalen Organisationskomitees der WM 2010, Danny Jordaan, Geschäftsführer des LOC, und Jérôme Champagne, Delegierter des FIFA-Präsidenten für Spezialprojekte, bei.
"Vor etwas mehr als 16 Jahren marschierte der Inbegriff des Kampfes gegen Diskriminierung ungebrochen in die Freiheit und nahm damit das Ende des institutionalisierten Rassismus in Südafrika vorweg. Heute ehren wir den Mann, der diese historische Wendung möglich machte", erklärte Khoza.
Die Delegation reiste anschließend weiter nach Kapstadt zum Spiel "90 Minuten für Mandela" im Newlands-Stadion in Kapstadt (Spielbeginn um 20.00 Uhr), bei dem eine afrikanische Auswahl, angeführt von Samuel Eto'o, und ein Team aus dem Rest der Welt unter der Führung von Pelé aufeinandertreffen werden.
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