• Türkei nach 1:0 gegen Kroatien wieder im Rennen
  • Serbien fast am Ziel
  • Spanien und Italien siegen im Gleichschritt

TAGESRÜCKBLICK – Zum Abschluss der September-Spiele in der WM-Qualifikation in Europa gab es noch einmal zwei ganz wichtige Siege für die Türkei und Serbien zu bejubeln: Während die Türken nach dem Erfolg gegen Kroatien wieder hoffen dürfen, hat Serbien durch den Sieg in der Republik Irland seinen Status als Tabellenführer zementiert.

Dass beide Spiele mit dem denkbar knappsten Sieg - einem 1:0 - endeten, unterstreicht, wie eng es in Europa zugeht, denn so war es auch auf den anderen Plätzen: In acht der neun Spiele trennten nie mehr als zwei Treffer die beiden Kontrahenten voneinander, während der Kantersieg Spaniens in Liechtenstein (8:0) nicht überraschend kam. 

Die logische Konsequenz: Außer Belgien und Gastgeber Russland steht aus dem alten Kontinent immer noch kein weiterer WM-Teilnehmer fest. Es bleibt also spannend, wenn es im Oktober in die letzten beiden Spieltage geht.

Die Ergebnisse
5. September
Gruppe D: Republik Irland - Serbien 0:1, Österreich - Georgien 1:1, Moldawien - Wales 0:2
Gruppe G: Italien - Israel 1:0, Liechtenstein - Spanien 0:8, EJR Mazedonien - Albanien 1:1
Gruppe I: Kosovo - Finnland 0:1, Island - Ukraine 2:0, Türkei - Kroatien 1:0

Das Topspiel 
Türkei - Kroatien 1:0
Nach der 0:2-Niederlage in der Ukraine am Samstag waren die WM-Chancen der Türkei extrem gesunken. Es war klar – im Heimspiel gegen Kroatien musste dringend ein Sieg her, um überhaupt noch hoffen zu dürfen. Das war auch den Fans in Eskisehir bewusst, die ihre Mannschaft unglaublich anfeuerten, während der türkische Nationaltrainer Mircea Lucescu seine Elf auf mehreren Positionen gegenüber dem Ukraine-Spiel verändert hatte – insbesondere Arda Turan konnte positiv auf sich aufmerksam machen.

Nach torloser erster Halbzeit, die bereits von der Türkei dominiert worden war (auch wenn die Kroaten ebenfalls ihre Chancen hatten), dauerte es bis zur 75. Minute, ehe Cenk Tosun das einzige Tor des Tages markierte: Oguzhan Ozyakup zog ab, Danijel Subasic im kroatischen Tor konnte den Ball nicht richtig festhalten und Tosun war zum Abstauber zur Stelle.

Gruppe D
Serbien ist nach dem 1:0-Sieg in der Republik Irland, für den Aleksandar Kolarov (55.) mit einem wuchtigen Schuss sorgte, fast am Ziel, obwohl es in der Schlussphase in Dublin noch einmal eng wurde, insbesondere nach dem Platzverweis für Nikola Maksimovic (68.). Von den Iren, die zwei Spiele vor Schluss nun fünf Punkte Rückstand aufweisen, kann Tabellenführer Serbien nur sehr schwer noch eingeholt werden. Wales, das vier Zähler Rückstand aufweist und durch späte Tore von Hal Robson-Kanu (80.) und Aaron Ramsey (90.+3) 2:0 in Moldawien gewann, könnte den Serben das direkte WM-Ticket eher noch streitbar machen. Österreich, das gegen Georgien nicht über ein 1:1 hinaus kam, hat bei fünf Punkten Rückstand auf Wales kaum noch Hoffnungen auf die Playoffs.

Die Situation in Gruppe D 

Gruppe G
In der Gruppe G setzten Spitzenreiter Spanien (22 Punkte) und Italien (19) ihr Fernduell fort, nachdem sich die Iberer am Samstag im direkten Vergleich mit 3:0 hatten absetzen können. Der Weltmeister von 2010 hatte wie erwartet beim 8:0 in Liechtenstein (Tore von Alvaro Morata (2), Iago Aspas (2), Sergio Ramos, Isco, David Silva und ein Eigentor) wenig Mühe, während Italien zuhause gegen Israel ein schweres Stück Arbeit zu verrichten hatte: Nach 53 Minuten besorgte Ciro Immobile per Kopf aber den viel umjubelten Siegtreffer für die Elf von Gian Piero Ventura. Mazedonien (7) und Albanien (13), das nur noch mathematische Chancen haben dürfte, trennten sich 1:1.

Die Situation in Gruppe G 

Gruppe I
Nach dem türkischen 1:0 gegen Kroatien, das noch Tabellenführer bleibt, ist die Gruppe I wieder weit offen. Insgesamt kämpfen hier vier Teams um Platz eins und zwei: Kroatien ist mit 16 Punkten immer noch Erster, während Island nach dem heutigen 2:0 gegen die Ukraine punktgleich mit den Kroaten ist. Gylfi Sigurdsson (47./66.) sorgte nach dem Seitenwechsel in Reykjavik für beide Treffer. Auf Rang drei steht nun die Türkei (14 Zähler), während die Ukraine (14) ebenfalls noch alle Möglichkeiten hat. Im Duell zweier abgeschlagener Teams setzte sich Finnland (7) durch den Treffer von Teemu Pukki (83.) mit 1:0 durch.

Die Situation in Gruppe I 

Der Spieler des Tages
Aleksandar Kolarov (SER)
Bevor in der Gruppe D an diesem Samstag der Ball rollte, gab es vier Mannschaften, die sich alle noch Hoffnungen auf das WM-Ticket machen durften, insbesondere die Republik Irland spekulierte darauf, Serbien mit einem Heimsieg Platz eins abzunehmen. Knapp zwei Stunden nach Anpfiff war klar: Serbien kann langsam anfangen, sich nach Quartieren in Russland umzuschauen, da Kolarov, der das ganze Spiel über ein Aktivposten war, in der zweiten Halbzeit mit einem wuchtigen Schuss unter die Latte für die Entscheidung gesorgt hatte.

Das Zitat
"Wir sind alle enttäuscht. Wir bekommen hinten zu leichte Gegentore und vorne fehlt die letzte Konsequenz. Der WM-Traum ist zerplatzt. Ich denke nicht, dass es an unserem Trainer liegt. Es liegt an uns Spielern. Wir müssen etwas ändern."
Marko Arnautovic, Offensivspieler Österreich