• Nach zwei Jahren ist die WM-Qualifikation in der Ozeanien-Zone beendet
  • Neuseeland ist zum dritten Mal in Folge das Topteam der Region
  • Mehrere kleine OFC-Nationen konnten historische Erfolge verbuchen

An der Ozeanien-Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™ nahmen elf Nationen teil, die in einem Zeitraum von 737 Tagen insgesamt 35 Partien bestritten. Am Ende bot sich ein bereits vertrautes Bild mit Neuseeland als Sieger.

Für die All Whites entscheidet sich in den nächsten 180 Spielminuten, ob sie sich wie letztmals vor acht Jahren wieder einen Platz auf der größten Fussballbühne der Welt sichern können. Hierzu müssten sie sich in der bevorstehenden interkontinentalen Playoff-Runde gegen das fünftplatzierte Team aus Südamerika durchsetzen. Derzeit belegt kein Geringerer als der zweifache Weltmeister Argentinien den Playoff-Platz der CONMEBOL-Zone, in der im Oktober noch die letzten zwei Spieltage zu absolvieren sind.

FIFA.com blickt zurück auf die vergangenen zwei Jahre der WM-Qualifikation in Ozeanien.

Der lange Weg
Die Qualifikation für Russland 2018 begann unter Palmen, auf der Anlage des Fussballverbandes von Tonga. Hier traten die polynesischen Nationen Amerikanisch-Samoa, die Cook-Inseln, Tonga und Samoa zu einer Vorausscheidung an, bei der sich Samoa durchsetzte. In der pittoresken Umgebung gab es zahlreiche denkwürdige Erfolge. So verpassten die bisherigen Punktelieferanten aus Amerikanisch-Samoa das Weiterkommen nur aufgrund der Tordifferenz. Die Cook-Inseln gewannen erstmals ein WM-Qualifikationsspiel gegen einen FIFA-Mitgliedsverband und ließen kaum 48 Stunden später gleich den zweiten Sieg folgen. Tonga absolvierte die ersten WM-Qualifikationsspiele auf eigenem Boden seit 19 Jahren!

Die zweite Runde war gleichzeitig der OFC Nationen-Pokal, bei dem es für die beteiligten Teams somit ebenfalls um die Qualifikation für den FIFA Konföderationen-Pokal 2017 ging. Sechs Nationen erreichten die dritte Runde der Qualifikation und Neuseeland qualifizierte sich als Sieger des Turniers für das Turnier der Champions in Russland. Die größte Erfolgsstory schrieb indes Papua-Neuguinea, das im eigenen Land das Finale erreichte und für ein nie dagewesenes Fussballfieber sorgte. Am Ende verpassten Papua-Neuguinea die Teilnahme am FIFA Konföderationen-Pokal Russland 2017 erst im Elfmeterschießen.

Die Salomon-Inseln gewannen in Runde 3 ihre Gruppe vor Tahiti und Papua-Neuguinea, wobei viele Partien ganz knapp endeten. In der anderen Gruppe hingegen setzte sich Neuseeland klar durch. Die Kiwis schlossen ihre vier Spiele mit drei Siegen und einem Unentschieden ab und mussten somit zu keiner Zeit um das Weiterkommen bangen. Entsprechend war es auch keine allzu große Überraschung, das sich die Neuseeländer im Playoff-Duell gegen die Salomon-Inseln klar durchsetzten: Nach einem 6:1-Hinspielsieg in Neuseeland reichte den Kiwis im Rückspiel ein 2:2-Remis gegen die Bonitos (Gesamtresultat somit 8:3).

(DIE HÖHEPUNKTE | Erleben Sie das 2:2-Remis zwischen & erneut, mit dem die #AllWhites ihren Platz im Playoff buchten. #WCQ)

— OFC Oceania Football (@OFCfootball) 5. September 2017

Die Spieler
Stürmer Chris Wood avancierte zum neuen Star des neuseeländischen Fussballs. Wood zeigte auch im Nationalteam ähnlich starke und konstante Leistungen wie bei seinem früheren Klub Leeds United und nun bei Burnley. Mit acht Toren war er der erfolgreichste Torjäger in der Ozeanien-Zone. Stürmer Raymond Gunemba aus Papua-Neuguinea machte sich ebenfalls einen Namen. Er gewann als erst zweiter nicht australischer oder neuseeländischer Spieler den Goldenen Schuh beim OFC Nationen-Pokal.

Für einige wenige Stunden war im September 2015 der Stürmer Taylor Saghabi von den Cook-Inseln (ein gelernter Betonarbeiter) mit vier Treffern der führende Torjäger in der WM-Qualifikation für Russland 2018. Ein fantastischer Erfolg für einen Spieler aus dem kleinsten FIFA-Mitgliedsverband außerhalb der Karibik. Zudem wurde Henry Fa’Arodo zum ersten Spieler der Salomon-Inseln, der es auf mehr als 60 Länderspiele für sein Land brachte. Nun dürfte sich der erfahrene Angreifer aus dem internationalen Fussball zurückziehen.

Statistik
4
– Der neuseeländische Torhüter Stefan Marinovic ließ in den insgesamt elf Qualifikationsspielen lediglich vier Gegentreffer zu. Alle vier wurden vom Elfmeterpunkt aus erzielt. Vor der Playoff-Runde hatte der Ball nur ein einziges Mal den Weg ins neuseeländische Netz gefunden.

Zitat
"Wir müssen uns im Oktober optimal vorbereiten. Wir werden unsere besten Spieler zusammenziehen und im November bereit sein. Wir haben die Teams in der CONMEBOL-Qualifikation genau beobachtet und freuen uns auf das Playoff-Duell."
Anthony Hudson (Trainer, Neuseeland)