Die türkische Nationalmannschaft hat einen Nachfolger für Trainer Fatih Terim gefunden. Mircea Lucescu soll die Halbmonde zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™ führen. Dies gab der türkische Fußballverband (TFF) am Mittwoch bekannt.

Lucescu war bereits als rumänischer Nationalspieler bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Mexiko 1970™ dabei. Mit Dinamo Bukarest wurde er nicht weniger als sieben Mal Landesmeister und ein Mal rumänischer Pokalsieger. Hinzu kommt der Gewinn der zweiten Liga seines Landes mit Corvinul Hunedoara. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere war er zunächst als Trainer der rumänischen Nationalmannschaft tätig, die er auch bei der UEFA Europameisterschaft 1984 betreute.

Seine Laufbahn als Klubtrainer hatte er auf der Bank von Corvinul Hunedoara begonnen, wo er als Spielertrainer die zweite Liga gewann. Danach zog es ihn nach Italien, wo er bei AC Reggina und Inter Mailand an der Seitenlinie stand. Zurück in Rumänien führte er Rapid Bukarest zu je einem Meistertitel, einem Triumph im nationalen Pokal und einem Sieg im rumänischen Supercup.

Nachdem er mit Galatasaray Istanbul ein Mal türkischer Meister und ein Mal europäischer Supercup-Sieger geworden war, holte Lucescu mit Beşiktaş Istanbul erneut die türkische Meisterkrone. 2004 wechselte er zu Shakhtar Donetsk, wo er bis vergangenen Jahres unter Vertrag stand und den Klub aus der Ostukraine zu insgesamt acht Meistertiteln, sechs Pokalsiegen, sieben Trophäen im ukrainischen Supercup und einem Triumph im UEFA-Pokal führte. Anschließend übernahm der 72-Jährige das Ruder beim russischen Spitzenklub Zenit St. Petersburg, doch nach Rang drei wurde sein Vertrag in diesem Sommer nicht verlängert.

Die Türkei belegt in der laufenden Europa-Qualifikation für das weltweite Gipfeltreffen in Gruppe I nach sechs Spieltagen aktuell den dritten Platz hinter Spitzenreiter Kroatien und Island und konnte vier der letzten fünf Spiele siegreich bestreiten.

Nun steht für die Türken im September ein entscheidender Doppelspieltag auf dem Plan. Erst reist man in die Ukraine, die aktuell den vierten Platz belegt und dann empfängt man Kroatien. Dort kann ein Grundstein für die erste WM-Qualifikation seit der FIFA WM 2002 gelegt werden.