• Ghana konnte sich für die drei letzten WM-Endrunden qualifizieren: 2006, 2010 und 2014
  • In die Qualifikation für Russland 2018 startete Ghana mit einem Remis gegen Uganda und einer Niederlage gegen Ägypten
  • Um zu Ägypten aufzuschließen, hofft Ghana auf Punkte aus den beiden anstehenden Spielen gegen Kongo

Zuletzt waren es immer dieselben Mannschaften, die Afrika bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ vertraten. Bei den letzten beiden Turnieren handelte es sich stets um Ghana, die Elfenbeinküste, Kamerun und Algerien, die die Endrunde erreichten. Das zumindest wird sich insofern ändern, als Algerien, Kamerun und Nigeria in einer Qualifikationsgruppe gelandet sind und nur deren Erstplatzierter in Russland 2018 dabei sein wird. Und Ghana hat einen so schlechten Start erwischt, dass in seiner Gruppe bereits alles für Ägypten spricht.

Damit setzt sich der Negativtrend fort, der sich bei den Black Stars schon während des letzten CAF Afrikanischen Nationen-Pokals zeigte. Ghanas Fussballverband reagierte darauf, indem er James Kwesi Appiah als neuen Nationaltrainer installierte. Dieser ist mit Mannschaft und Umfeld bestens vertraut. Appiah war Assistenztrainer von Milovan Rajevac. Mit dem Serben erreichte er das Viertelfinale der Weltmeisterschaft 2010. Als Cheftrainer führte er Ghana danach zur Endrunde 2014 nach Brasilien. Grundlage hierfür war ein hoher Sieg im Playoff-Hinspiel gegen Ägypten.

Dies zu erreichen, wird diesmal ungleich schwieriger, wie Kwesi Appiah im Exklusivgespräch mit FIFA.com auch unumwunden zugibt: "Wir haben erst einen Punkt und Ägypten hat sechs. Also werden wir versuchen, die nächsten Spiele zu gewinnen und wieder zur Spitze aufzuschließen."

Gelegenheit zum Neustart
Schlusslicht nach zwei Spieltagen ist Kongo. Für Ghana ist genau das die Gelegenheit, am dritten und vierten Spieltag in den beiden Partien gegen den Tabellenletzten Punkte auf Tabellenführer Ägypten gut zu machen, das seinerseits zwei Spiele gegen Uganda vor sich hat. Appiah hält die beiden Begegnungen gegen Kongo allerdings nicht für einen Selbstläufer. "Das ist eine gute Mannschaft", warnt er. "In dieser Gruppe gibt es keine leichten Gegner. Wir müssen deshalb jedes Spiel mit derselben professionellen Einstellung und demselben Einsatz angehen."

Kwesi Appiah gibt seine Mannschaft noch nicht verloren und sieht nach wie vor Chancen auf die Qualifikation. "Alle Mannschaften haben zwei Spiele absolviert. Es bleiben also noch vier Partien, in denen zwölf Punkte zu vergeben sind. Wenn wir weiter an uns arbeiten und gut spielen, ist alles möglich. Wir werden sehen, was am Ende dabei herauskommt, aber meiner Meinung nach können sich noch alle Mannschaften qualifizieren."

Die Mannschaft verstärken
In den Qualifikationswettbewerben für die Weltmeisterschaft und den Afrikanischen Nationen-Pokal waren Ghanas Leistungen bislang völlig unterschiedlich, doch Appiah bleibt zuversichtlich. Er traut seiner Mannschaft in der WM-Qualifikation die Trendwende zu, weil er vom Können seiner Spieler überzeugt ist: "Ich bin mit meinem Kader zufrieden. Ich wünsche mir lediglich, dass wir für den Rest der WM-Qualifikation konkurrenzfähiger werden. Wir haben junge Spieler in der Mannschaft, die wir weiterentwickeln müssen."

Welche Ziele also hat sich Appiah für Russland 2018 und den Afrikanischen Nationen-Pokal 2019 gesetzt? "Ghana ist im Halbfinale der Afrikameisterschaft 2017 ausgeschieden, ohne notwendigerweise die schlechtere Mannschaft gewesen zu sein. Wir müssen uns steigern. Neue Spieler einzubauen, kann eine Möglichkeit dazu sein. Was das Turnier in zwei Jahren angeht, so lautet das Ziel zunächst einmal, uns für die Endrunde zu qualifizieren."

Ghanas Spielplan in der Qualifikation für Russland 2018:

1. September: Ghana – Kongo

5. September: Kongo – Ghana

2. Oktober: Uganda – Ghana

6. November: Ghana – Ägypten