• Salomon-Inseln nach knappen Siegen gegen Papua-Neuguinea im OFC-Playoff
  • Erster derartiger Erfolg der Salomon-Inseln seit zwölf Jahren
  • Der Erfolg der Salomon-Inseln bedeutet das Aus für Papua-Neuguinea und Tahiti

Die Salomon-Inseln haben mit zwei knappen Siegen gegen Papua-Neuguinea erstmals seit zwölf Jahren wieder die Playoff-Runde in der ozeanischen WM-Qualifikation erreicht. Das Team der Salomon-Inseln hatte am Freitag das Heimspiel gegen Papua-Neuguinea mit 3:2 gewonnen und ließ am Dienstag einen 2:1-Auswärtssieg in Port Moresby folgen. Diese Ergebnisse bedeuten das Ausscheiden für Papua-Neuguinea und Tahiti, das 2013 noch beim FIFA Konföderationen-Pokal vertreten war.

Fussball ist auf den Salomon-Inseln zwar mit Abstand die beliebteste Sportart, doch die Nationalmannschaft hatte zuletzt keine nennenswerten Erfolge mehr vorzuweisen. Nachdem das Team in der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™ erstmals die kontinentale Playoff-Runde erreicht hatte, ist es nun endlich zum zweiten Mal soweit. Die Salomon-Inseln treffen in einigen Monaten in Hin- und Rückspiel auf Neuseeland. Der Sieger des Duells spielt dann erneut in Hin- und Rückspiel gegen das fünftplatzierte Team aus der Südamerika-Zone um einen Startplatz bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™.

Das Duell
Vier Punkte aus den letzten beiden Spielen – so lautete die Erfolgsformel für Papua-Neuguinea und die Salomon-Inseln vor ihrem abschließenden Duell in Gruppe B. Andernfalls wäre Tahiti Gruppensieger geworden.

Angefeuert von den leidenschaftlichen Zuschauern erwischten die Salomon-Inseln in Honiara einen perfekten Start und führten nach einer guten halben Stunde durch Tore von Atkin Kaua und Benjamin Totori bereits mit 2:0. Papua-Neuguinea schaffte durch eine beeindruckende Kraftanstrengung und Tore von Kapitän Michael Foster und Patrick Aisa den Ausgleich. Doch dann erzielte Micah Lea’Alafa den umjubelten Siegtreffer für die Gastgeber.

Nun hätte Papua-Neuguinea im Rückspiel einen hohen Sieg benötigt, um sich noch an den Konkurrenten vorbeizuschieben. Durch einen Treffer von Stürmer Raymond Gunemba gingen die Gastgeber auch relativ früh in Führung. Doch kurz darauf wurde Verteidiger Felix Komolong nach einem Handspiel im Strafraum des Feldes verwiesen und Henry Fa’Arodo besorgte per verwandeltem Elfmeter den Ausgleich. Unmittelbar vor der Pause gelang Jerry Donga der Treffer zur 2:1-Führung für die Gäste. Daran änderte sich im zweiten Durchgang nichts mehr, sehr zum Leidwesen der Zuschauer und der Tahitianer, die die Partie selbstverständlich verfolgten. Papua-Neuguinea ist zwar am Ende gescheitert, hat jedoch im Laufe der Qualifikation durchaus bemerkenswerte Erfolge erzielt und beim OFC-Nationen-Pokal im vergangenen Jahr das Finale erreicht.

Im Duell zwischen Fidschi und Neukaledonien in Gruppe A ging es unterdessen nur noch um die Ehre, da sich Neuseeland bereits den Gruppensieg gesichert hatte. Beide Trainer nutzten die Partien, um mit ihrer Aufstellung zu experimentieren und ließen mit Blick auf die Zukunft vermehrt junge Akteure zum Zuge kommen. Entsprechend saß Fidschis Starspieler Roy Krishna in Hin- und Rückspiel zunächst auf der Bank. Nach seiner Einwechslung im Hinspiel vor eigenem Publikum sorgte Krishna nach zwischenzeitlicher 2:0-Führung Neukaledoniens für den 2:2-Endstand. Im Rückspiel setzte sich Neukaledonien dann knapp mit 2:1 durch. Den Siegtreffer erzielte Richard Sele. Neukaledonien schloss die Dreiergruppe somit auf Platz zwei ab.

Der Spieler des Tages
Die internationale Karriere des langjährigen Kapitäns der Salomon-Inseln, Henry Fa’Arodo, wird noch mindestens einige Monate länger dauern. Fa’Arodo hatte zuvor angekündigt, dies werde seine letzte WM-Qualifikation. Nun trug er selbst mit dem Ausgleichstreffer in Port Moresby dazu bei, dass die Salomon-Inseln weiter hoffen dürfen.

Die Zahl des Tages
2
– Rote Karten kamen Papua-Neuguinea teuer zu stehen. In zwei der vier Spiele der dritten Runde verloren die Insulaner jeweils einen Spieler durch Platzverweis in der ersten Halbzeit.