• Neuseeland qualifiziert sich in Ozeanien für Play-off-Runde
• Enger Kampf zwischen Tahiti, Salomon-Inseln und Papua-Neuguinea um das zweite Ticket 
• Neukaledonien und Fidschi aus dem Rennen für Russland 2018 

TAGESRÜCKBLICK - Die Situation nach dem zweiten Doppelspieltag in den Gruppen der Ozeanien-Qualifikation zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™ könnte gegensätzlicher nicht sein. Neuseeland absolvierte die vier Spieltage mit einer fast makellosen Bilanz und sicherte sich den Einzug in das kontinentale Play-off-Duell mit Hin- und Rückspiel im August und September.

In Gruppe B hingegen ist noch alles offen. Tahiti und Papua-Neuguinea holten in der letzten Woche jeweils Auswärtssiege gegeneinander, so dass die Salomon-Inseln im Juni, wenn sie wieder in das Geschehen eingreifen, um Alles oder Nichts spielen. Der Gewinner im Ozeanien-Finale sichert sich die Teilnahme an der interkontinentalen Playoff-Runde gegen den Fünftplatzierten der Südamerika-Konföderation.

FIFA.com fasst das Geschehen der letzten Woche zusammen.

Gruppe A – Neuseeland unantastbar 
Neuseeland reichten zwei 2:0-Erfolge gegen Fidschi, um in die kontinentale Play-off-Runde einzuziehen. Die All Whites müssen sich keine Gedanken mehr über die letzten Ergebnisse in der Gruppe A machen und können sich voll auf den FIFA Konföderationen-Pokal konzentrieren. Das Auswärtsspiel in Lautoka stellte die schwerere Aufgabe dar, die von den Kiwis aber souverän gelöst wurde. Chris Wood und Marco Rojas stellten mit ihren Treffern in der zweiten Halbzeit den Sieg sicher gegen ein Gastgeberteam, das angesichts des ersten WM-Heimspiels seit 2008 hochmotiviert war.

Am Dienstag in Wellington reichte Neuseeland das gleiche Ergebnis für einen ungefährdeten Sieg. Der Nachwuchsstar Ryan Thomas erzielte einen Doppelpack. Es waren zugleich seine ersten Länderspieltore. Neuseeland hat in den letzten acht WM-Qualifikationsspielen keinen Gegentreffer kassiert. Nach den jüngsten Ergebnissen weisen die Kiwis zehn von zwölf möglichen Punkten auf und können weder von Neukaledonien noch Fidschi abgefangen werden, für die das Abenteuer bereits nach zwei Spielen beendet ist.

Gruppe B – Papua-Neuguinea sorgt für Spannung 
Im Gegensatz dazu deutet in Gruppe B alles auf ein dramatisches Finale im Juni hin. Alle drei Teams - Tahiti, Salomon-Inseln und Papua-Neuguinea - haben noch Chancen auf das Weiterkommen. Wie beim letztjährigen Nationen-Pokal sind die Ergebnisse zwischen den Topteams aus dem Pazifik ausgesprochen eng.

Papua-Neuguinea startete mit einer 1:3-Heimniederlage gegen Tahiti in Port Moresby in die dritte Runde. Sylvain Graglia traf für die Gäste doppelt. Die Hausherren gingen zwar in Führung, doch eine Rote Karte gegen den jungen Starstürmer David Browne bei seinem Debüt kam sie am Ende teuer zu stehen. Doch beim ungewohnten Gastspiel am östlichen Rand der Konföderation revanchierte sich Papua-Neuguinea mit einem hart erkämpften 2:1-Auswärtserfolg. Alles andere hätte das vorzeitige Ende aller Hoffnungen bedeutet. Tahiti weist nach allen vier Spielen sechs Punkte auf, während die Salomon-Inseln und Papua-Neuguinea jeweils drei Zähler auf dem Konto haben und den Rivalen aus Französisch-Polynesien in den zwei Partien gegeneinander im Juni zu überholen versuchen werden.

Der Spieler des Tages
Raymond Gunemba avancierte für Papua-Neuguinea zu einem Glücksbringer. Beim vergangenen OFC Nationen-Pokal zeichnete er sich als erfolgreichster Torschütze aus und führte sein Team zum besten Ergebnis seiner Länderspielgeschichte - einem zweiten Platz beim kontinentalen Gipfeltreffen. Gunemba, der kürzlich ein Gastspiel in der neuseeländischen National League bei Hamilton Wanderers absolvierte, verpasste die Heimniederlage gegen Tahiti aufgrund einer Sperre, erzielte aber in Papeete den Siegtreffer für die Kapuls.

Statistik
– Zwei Brüder in einer Nationalmannschaft sind an sich schon eine Seltenheit. Doch Jai und Dane Ingham feierten zudem in der Partie Neuseelands gegen Fidschi in Wellington ein gemeinsames Länderspieldebüt.

Zitat 
"Ich denke, dass wir am Ball viel besser geworden sind. Wir sind bei Ballbesitz dominanter, und die Einstellung des Teams in den beiden Spielen war herausragend." 
Anthony Hudson (Trainer, Neuseeland)

Die nächsten Spiele 
Spieltag 5 
Fidschi - Neukaledonien (5. Juni) 
Salomon-Inseln - Papua-Neuguinea (9. Juni)

Spieltag 6 
Neukaledonien - Fidschi (13. Juni)
Papua-Neuguinea - Salomon-Inseln (13. Juni)