• Brasilien löst als zweites Team nach Gastgeber Russland WM-Ticket
  • Argentinien ohne Messi fällt zurück
  • Peru darf wieder hoffen


TAGESRÜCKBLICK
- Brasilien ist das erste Land, das sich über den Qualifikationswettbewerb einen Startplatz bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™ sichern konnte. Der fünfmalige Weltmeister fuhr seit der Amtsübernahme von Nationaltrainer Tite in der Südamerika-Qualifikation den achten Sieg in Folge ein und buchte damit vorzeitig das Ticket.

Für die Teams, die weiterhin um einen der drei verbleibenden direkten Qualifikationsplätze sowie um den Startplatz in der Playoff-Runde kämpfen, stellt sich die Lage nach einem emotionsgeladenen 14. Spieltag weit weniger klar dar. Es geht nämlich ausgesprochen eng zu in der Tabelle. Die sieben auf den Plätzen zwei bis acht rangierenden Mannschaften trennen gerade einmal sechs Punkte, zwölf sind noch zu vergeben.

Nach der Niederlage Uruguays gegen Peru ist die Lage für die Charrúas komplizierter geworden, und die Peruaner sind wieder im Rennen. Dank dieses Ergebnisses und der Niederlage Argentiniens in La Paz konnte sich Kolumbien, das sich in Quito gegen Ecuador durchsetzte, auf den zweiten Platz vorschieben.

Die Argentinier fielen hingegen erneut auf den Play-off-Platz zurück, und Ecuador wäre nach derzeitigem Tabellenstand nicht bei der WM vertreten.

Die Ergebnisse des 14. Spieltages
28. März
Bolivien – Argentinien 2:0

Ecuador – Kolumbien 0:2

Chile – Venezuela 3:1
Brasilien – Paraguay 3:0
Peru – Uruguay 2:1

Das Topspiel
Peru – Uruguay 2:1
Tore: 0:1 Carlos Sánchez (32.), 1:1 Paolo Guerrero (35.), 2:1 Edinson Flores (62.)

Peru war zunächst in Rückstand geraten, dank eines hoch motivierten Paolo Guerrero gelang es dem Team jedoch, das Spiel zu drehen. Und die Mühe hat sich gelohnt: Die Schützlinge von Ricardo Gareca verringerten den Rückstand auf den Playoff-Platz auf vier Punkte, der letzte direkte Qualifikationsplatz ist nur noch fünf Punkte entfernt. Das Team von Oscar Tabárez, das nach dem Platzverweis von Jonathan Urretaviscaya auf zehn Mann reduziert war, fuhr damit die dritte Niederlage in Folge ein. Alles deutet darauf hin, als müsste man auch bei dieser Auflage der Qualifikation wieder bis zum Schluss zittern.

Die anderen Spiele
Mit zwei Toren innerhalb einer Viertelstunde und viel Einsatz, um das Ergebnis zu halten, erreichte Kolumbien in Quito einen ganz wichtigen Sieg gegen Ecuador. Die Kolumbianer hatten dort zuvor seit 2001 nicht mehr gewonnen (zwei Unentschieden und zwei Niederlagen). James Rodríguez und Juan Cuadrado waren die Torschützen für die Cafeteros.

Chile erholte sich von der Niederlage gegen Argentinien am letzten Spieltag und landete gegen Venezuela einen klaren Sieg. In einer Partie, die hin und her wogte, setzte sich La Roja dank der Treffer von Stürmerroutinier Esteban Paredes (2) sowie von Alexis Sánchez durch. Sánchez führte außerdem einen Elfmeter aus, der jedoch gehalten wurde. Salomón Rondón erzielte den einzigen Treffer für die Gäste.

Argentinien ging in La Paz gegen Bolivien mit Pauken und Trompeten unter. Juan Carlos Arce und Marcel Martins wurden der Albiceleste mit ihren Toren zum Verhängnis. Die Argentinier mussten ohne den gesperrten Lionel Messi auskommen und haben mittlerweile vier sieglose Auswärtspartien zu verzeichnen (zwei Unentschieden und zwei Niederlagen).

Brasilien machte die WM-Qualifikation mit einem deutlichen Sieg gegen Paraguay perfekt. Neymar wusste erneut zu glänzen, erzielte einen Treffer und ist mit insgesamt sechs Toren bester Torschütze Brasiliens in der WM-Qualifikation. Die weiteren Treffer erzielten Philippe Coutinho und Marcelo.

Der Spieler des Tages
Alexis Sánchez (Chile)

Sánchez wusste im Spiel gegen Venezuela zu beeindrucken. Er erzielte ein wunderschönes Freistoßtor, baute die Anzahl seiner Länderspieltore damit auf 37 aus und zog mit Marcelo Salas an der Spitze der ewigen Torjägerliste Chiles gleich. Außerdem war er an den beiden anderen Toren der Roja beteiligt. Zwar vergab er einen Elfmeter, doch das ist vor allem das Verdienst des venezolanischen Torwarts Wuilker Faríñez, der seinen Schuss ins Eck parieren konnte.

Hätten Sie's gewusst?
Die kolumbianischen Stürmer haben bereits seit acht Spielen nicht mehr getroffen. Seit Carlos Bacca vor genau einem Jahr am sechsten Spieltag zwei Treffer gegen Ecuador erzielte (3:1), gab es sieben Tore von Mittelfeldspielern (drei Treffer von James Rodriguez und jeweils einen von Juan Cuadrado, Macnelly Torres , Edwin Cardona und Abel Aguilar), eines von einem Verteidiger (Yerri Mina) sowie ein Eigentor (Marquinhos, Brasilien).

Das Zitat
"Bolivien hat gewonnen, und nun müssen wir an die Zukunft denken. Wir sind noch im Rennen und wollen uns für die WM qualifizieren."
Edgardo Bauza (Trainer, Argentinien)

Wir haben es mit unserem Stil geschafft, mit einem Fussball, der die Handschrift der Seleção trägt! Qualifiziert!!