• Schweiz hofft auf vierte WM-Teilnahme in Folge
  • Team von Vladimir Petkovic trifft in Playoffs für Russland 2018 auf Nordirland
  • Xherdan Shaqiri: "Müssen beweisen, dass wir es verdienen, dort zu sein"

Xherdan Shaqiri schrieb bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ Brasilien 2014 ein kleines Stück Geschichte. Im letzten Gruppenspiel der Schweiz gegen Honduras traf der explosive Flügelspieler drei Mal ins Schwarze und trug sich mit dem 50. Hattrick in die Annalen der WM-Endrunde ein.

Shaqiris Dreierpack in der Arena da Amazonia ist bis heute der letzte Dreierpack, der bei einer WM erzielt wurde. Die Erinnerung an jenen Tag in Manaus ist in dem Spieler von Stoke City noch sehr lebendig.

"Es ist schon eine Weile her, aber ich erinnere mich gut", sagt Shaqiri im Gespräch mit FIFA.com. "Wenige Tage vor der Partie gegen Honduras hatten wir 2:5 gegen Frankreich verloren und wollten eine gute Reaktion zeigen. Es war eine schwierige Situation, aber in solchen Momenten müssen Führungsspieler Verantwortung übernehmen. Das wollte ich tun, und meine Teamkameraden haben mich dabei sehr gut unterstützt."

Die Schweiz war in den letzten drei WM-Endrunden stets mit von der Partie. Auch in der Qualifikation für Russland 2018 ging die Nati mit neun Siegen aus ebenso vielen Spielen in die letzte Begegnung in Gruppe B gegen Portugal. Doch an der letzten Hürde kassierte sie eine 0:2-Niederlage in Lissabon und wurde von Cristiano Ronaldo und seinen Mitstreitern aufgrund der schlechteren Tordifferenz vom Spitzenplatz verdrängt.

"Wir wussten, dass wir weniger Tore als Portugal hatten und hatten gehofft, dass sie vielleicht noch ein oder zwei Mal unentschieden spielen würden", gibt Shaqiri zu. "Aber Portugal siegte ebenfalls neun Mal in Folge, und wir dürfen nicht vergessen, dass wir [in der Qualifikation] bis auf eine Ausnahme viele Dinge richtig gemacht haben. Wir haben also keinen Grund, allzu enttäuscht zu sein. Wir können uns erhobenen Hauptes voll auf die Playoff-Spiele konzentrieren."


Alles auf null
Um an das WM-Ticket für Russland 2018 zu kommen, muss sich die Schweiz in der europäischen Playoff-Runde mit Hin- und Rückspiel gegen Nordirland durchsetzen. Das Team von Michael O'Neill nahm den Schwung aus seiner ersten Teilnahme an einer Europameisterschaft mit, bei der es überraschend in die K.o.-Runde vorstieß, nachdem es in Gruppe C hinter Weltmeister Deutschland Zweiter geworden war.

"Bei einer Auslosung muss man jede Art von Herausforderung annehmen und respektieren", sagt Shaqiri. "Nordirland ist der schwerste Gegner, den jede der vier gesetzten Nationen hätte erwischen können. Alle haben den höchsten Respekt vor ihnen. Es ist kein Geheimnis, dass ihre wichtigsten Qualitäten ihre körperliche Stärke auf dem Platz, die Struktur ihres Spiels und ihre gefährlichen Eck- und Freistöße sind."

Die Schweizer reisen zunächst nach Belfast, wo am 9. November im Windsor Park das Hinspiel stattfindet. Drei Tage später geht in Basel die zweite Partie über die Bühne. Shaqiri, der zu den Leistungsträgern in Vladimir Petkovics Startelf gehört, erwartet ein hart umkämpftes Duell gegen ein nordirisches Team, das in den letzten vier Jahren nur ein Heimspiel verloren hat. Aber der 26-Jährige ist davon überzeugt, dass die Nati in der Lage sein wird, die vierte WM-Teilnahme hintereinander perfekt zu machen.

"Ein Playoff ist ein 50:50-Spiel. Es wird sehr ausgeglichen sein und bis zur allerletzten Minute offen bleiben", sagt er. "Dennoch denke ich, dass es ein Vorteil sein könnte, die zweite Begegnung zu Hause zu spielen - falls es etwa eine Verlängerung gibt. Hoffentlich können wir zu Hause die Qualifikation zur WM feiern."

"Wir wissen, dass wir wieder bei null anfangen und bereit sein müssen, zuerst im Windsor Park gegen Nordirland zu bestehen", ergänzt er. "Jeder im Schweizer Team und Trainerstab will bei der WM in Russland dabei sein. Wir wissen, dass wir über die Qualitäten verfügen, um das zu erreichen. Aber wir müssen auf dem Platz alles geben und beweisen, dass wir es verdienen, dort zu sein."