• Zwei Siege zum Start der Europa-Playoffs
  • Ricardo Rodriguez schießt Schweiz zum 1:0 in Nordirland
  • Kroatien dominant: 4:1 gegen Griechenland

In den ersten beiden Hinspielen der Europa-Playoffs in der Qualifikation zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™ konnten sich die favorisierten Teams behaupten. Die Schweiz gewann durch einen Handelfmeter von Ricardo Rodriguez mit 1:0 in Nordirland, während Kroatien mit dem 4:1 zuhause gegen Griechenland für klare Verhältnisse sorgte.

Von Beginn an waren es die Schweizer, die in Belfast den Ton angaben und sich in der gegnerischen Hälfte festsetzten – Nordirland machte lange auch gar keine Anstalten, daran irgendetwas ändern zu wollen. Die Eidgenossen zogen ihr Spiel ruhig und überlegt auf, taten sich jedoch schwer dabei, das grün-weiße Bollwerk zu überwinden. Richtig gefährlich wurde es nach 18 Minuten, als Xherdan Shaqiris langer Ball Haris Seferovic fand und dieser aus kurzer Distanz Michael McGovern zu einer Parade zwang.

Shaqiri war es auch, der direkt nach Wiederanpfiff mit einem feinen Schlenzer nur knapp den Winkel verpasste, ehe sich die Überlegenheit der Nati auch in Zahlen ausdrücken sollte: Nach einem Handspiel von Corry Evans gab es Elfmeter und Rodriguez behielt vom Punkt aus die Nerven (58.). Die Heimmannschaft wurde auch nach diesem Rückstand nur sporadisch offensivfreudiger und konnte sich keine klare Chance auf den Ausgleich mehr herausarbeiten.

"Ich bin mich daran gewohnt, Elfmeter zu schießen und ich habe mich richtig gut gefühlt. Da musst du einfach eiskalt sein, und das war ich. Ich habe gespürt, dass ich heute Abend ein Tor mache. Jetzt müssen sie kommen und aufmachen und wir müssen in Basel hinten alles zumachen", freute sich der Matchwinner nach Abpfiff und Teamkollege Granit Xhaka ergänzte: "Wir sind stolz, dass wir Charakter gezeigt haben, vor allem kämpferisch. Wir haben es gut gemacht und nie etwas Gefährliches zugelassen. Mit dieser Leidenschaft müssen wir auch im Rückspiel agieren."

Das Rückspiel findet am Sonntag (18 Uhr) im Basler St. Jakob-Park statt.

Eine klare Angelegenheit war dagegen das zweite Playoff-Spiel am Donnerstagabend: In Zagreb konnte sich Kroatien mit 4:1 gegen Griechenland eine exzellente Ausgangslage herausarbeiten.

Nachdem er den Ball verloren hatte, wusste sich Griechenlands Schlussmann Orestis Karnezis nur mit einem Foul an Nikola Kalinic zu helfen und den fälligen Strafstoß verwandelte Luka Modric nach nur 13 Minuten zum 1:0. Kalinic erhöhte kurz später auf 2:0, ehe Sokratis Papastathopoulos (30.) nach einer Ecke per Kopf verkürzte – es war das erste Länderspieltor des Dortmunders seit Sommer 2015.

Die Hoffnungen der Mannschaft von Michael Skibbe wurden jedoch drei Minuten danach durch den nächsten Treffer der Heimelf – Ivan Perisic hatte eine Flanke von Sime Vrsaljko eingeköpft – wieder arg gedämpft. Vrsaljko war es auch, der zum 4:1-Endstand von Andrej Kramaric (49.) die Vorarbeit leistete.

"Wir haben uns in beiden Halbzeiten durch Fehler schnell ins Hintertreffen gebracht, sonst wäre hier mehr drin gewesen. So haben sich die Kroaten teilweise in einen Rausch gespielt", sagte Skibbe im Anschluss an die Partie. "In der 90. Minute hatten wir die Riesenchance zum 2:4, dann sieht es anders aus. Wir müssen jetzt erstmal daheim ein gutes Spiel machen, der Fussball schreibt ja manchmal verrückte Geschichten."

Unter dem Strich war es ein verdienter Sieg dominanter Kroaten, die sich in dieser Form die WM-Teilnahme wohl kaum nehmen lassen dürften. Für Griechenland ist am Sonntag (20.45 Uhr) in Piräus schon ein kleines Fussballwunder vonnöten.