Nachdem auch die letzten Partien im Rahmen der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ absolviert sind und die 32 teilnehmenden Teams feststehen, hat die FIFA eine zufriedenstellende Bilanz des erstmals eingesetzten Beobachtungssystems im Kampf gegen Diskriminierung gezogen.

In Zusammenarbeit mit dem FARE-Netzwerk hat die FIFA alle 871 WM-Qualifikationsspiele bewertet und Beobachter zu 177 Spielen entsandt, bei denen ein erhöhtes Risiko diskriminierender Vorfälle bestand. Das System diente zur Unterstützung der FIFA-Schiedsrichter und Disziplinargremien bei der Zusammenstellung zusätzlicher Informationen bei entsprechenden Vorfällen. Zudem trug es zu einer Sensibilisierung der Mitgliedsverbände in Bezug auf Diskriminierung im Fussball bei und führte zu neuen Kampagnen zur Förderung der Vielfalt und zum Kampf gegen Diskriminierung in den Stadien.

"Wir sind sehr zufrieden mit dem Ablauf des Systems und mit dem Beitrag, den es zur Stärkung der Durchsetzung der FIFA-Regularien gegen Diskriminierung leistet", fasste Federico Addiechi, der Leiter der FIFA-Abteilung für Nachhaltigkeit und Vielfalt, zusammen. "Noch wichtiger ist indes, dass das System auch zu einer gesteigerten Aufmerksamkeit in Bezug auf diese Problematik beiträgt und zu neuen Kampagnen und Projekten zur Verhinderung diskriminierender Vorfälle geführt hat. Denn letztlich ist unser Ziel, dass es gar nicht erst zu derartigen Vorfällen kommt."

"Zum ersten Mal wurden im Weltfussball alle Vorkommnisse von Diskriminierung bei von der FIFA ausgerichteten Spielen systematisch angegangen", fügte Piara Powar, Geschäftsführerin des FARE-Netzwerks, hinzu. "Dies hat sowohl national als auch international zu erhöhter Wahrnehmung und zahlreichen Debatten geführt. Wir können nun sehen, dass die Mitgliedsverbände der FIFA in allen Konföderationen die Themen um Rassismus, Sexismus, Homophobie und extremen Nationalismus angehen."

Das System wurde im Mai 2015 von der FIFA eingeführt und mit dem FARE-Netzwerk koordiniert, einer Organisation mit langer Erfahrung im Kampf gegen Diskriminierung im Fussball und der Entsendung von Spielbeobachtern. Zu ausgewählten Spielen mit erhöhtem Risiko diskriminierender Vorfälle wurden Beobachter zur Unterstützung der Schiedsrichter und der FIFA-Spielleiter entsandt. Insgesamt wurden 140 Beobachter entsandt und 350 Spielleiter zu dem neuen System geschult.

Die FIFA will den Kampf gegen Diskriminierung bei ihren Wettbewerben verstärken und hat daher ein neues Verfahren mit drei Schritten eingeführt, das bei diskriminierenden Vorfällen zum Tragen kommt. Zudem hatte die FIFA Spielbeobachter zu allen Partien des FIFA Konföderationen-Pokals Russland 2017 entsandt. Zur Unterstützung dieser Anstrengungen hat die FIFA das FARE-Netzwerk mit der Erarbeitung des ersten Global Guide to Discriminatory Practices in Football (Globaler Leitfaden zu diskriminierenden Vorfällen im Fussball) beauftragt. Das Drei-Schritt-Verfahren für Schiedsrichter sowie die Überwachung diskriminierender Vorfälle bei den Spielen werden auch bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™ fortgesetzt.

Diskriminierung und Ausgrenzung sind in der gesamten Gesellschaft zu finden. Auch der Fussball bildet hier keine Ausnahme. Die FIFA-Strategie zum Kampf gegen Diskriminierung im Fussball umfasst zudem einen Leitfaden für gute Praktiken für Vielfalt und Antidiskriminierung (Good Practice Guide), die jährlich vergebene FIFA-Auszeichnung für Vielfalt für Organisationen, die für die Vielfalt einstehen, sowie die Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedsverbänden zur Aufklärung und zur Förderung von Gleichstellung und Respekt.

Weitere Informationen zur Strategie der FIFA gegen Diskriminierung sind auch in diesem Hintergrunddokument zu finden.