• Die USA haben im Rennen um den letzten direkten Qualifikationsplatz die Nase vorn
  • Die Entscheidung könnte wie 1990 in Trinidad und Tobago fallen
  • Panama und Honduras hoffen auf einen Ausrutscher der Stars and Stripes

Die CONCACAF-Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™ begann am 22. März 2015 in Barbados und geht nun in ihren letzten Spieltag, an dem noch einige Entscheidungen fallen werden.

Mexiko und Costa Rica haben ihr Ticket nach Russland bereits in der Tasche. Ein direkter Qualifikationsplatz ist noch zu vergeben, und auch der Teilnehmer am Interkontinental-Playoff steht noch nicht fest. Die USA hatten in den letzten Spielen nicht unbedingt den stärksten Eindruck hinterlassen, bis sie dann am Freitag einen überzeugenden Sieg gegen Panama einfuhren und nun mit den besten Karten in den letzten Spieltag starten. Doch Panama und Honduras sind noch in Schlagdistanz und hoffen auf einen für sie perfekten Showdown.

Alle drei Teams können noch die direkte Qualifikation schaffen, aber auch am Ende mit leeren Händen dastehen. Es könnte also am letzten Spieltag durchaus dramatisch zugehen. FIFA.com präsentiert die Vorschau auf den möglicherweise packenden letzten Akt.

Die Begegnungen des 10. Spieltags
10. Oktober
Honduras – Mexiko
Panama – Costa Rica
Trinidad und Tobago – USA

Das Topspiel
Trinidad und Tobago – USA, Ato Boldon Stadium, Couva, 20.00 Uhr (Ortszeit)

Vor fast genau 28 Jahren reisten die Stars and Stripes schon einmal am letzten Spieltag einer WM-Qualifikation nach Trinidad und Tobago. Das damalige Spiel läutete für den Fussball in den USA eine neue Ära ein. Denn nach vier Jahrzehnten ohne WM-Teilnahme sorgte Paul Caligiuri mit dem einzigen Treffer der Partie für die Rückkehr auf die Weltbühne und damit für eine nachhaltige Wiederbelebung des U.S.-Fussballs.

Seitdem war das Team aus den USA bei jeder WM-Endrunde dabei. Nur sechs Länder können aktuell eine noch bessere Teilnahmestatistik vorweisen. Und natürlich soll die Serie aus U.S.-Sicht auch dieses Mal nicht reißen. Dank der starken Leistung gegen Panama, bei der insbesondere Christian Pulisic und Jozy Altidore glänzten, können die U.S.-Boys relativ gelassen in die Partie gehen. Doch in den drei Spielen seit dem vorherigen Aufeinandertreffen mit den Soca Warriors hatten sie bis vergangenen Freitag lediglich zwei Punkte geholt.

Ein Sieg reicht ohnehin für die direkte Qualifikation und auch ein Unentschieden wäre wohl angesichts der deutlich besseren Tordifferenz kein Beinbruch. Trinidad und Tobago seinerseits hat zwar die letzten sechs Spiele in der Hexagonal-Runde verloren, doch jetzt wäre für das Team der perfekte Zeitpunkt gekommen, Revanche für die damalige schmerzvolle Niederlage zu nehmen, nach der die Soca Warriors weitere 16 Jahre auf ihr WM-Debüt warten mussten.

Die weiteren Spiele
Costa Rica kann dank des dramatischen Ausgleichstreffers durch Kendall Waston am Samstag bereits fest für die WM planen. Panama bekommt es also auf der Jagd nach seiner ersten WM-Teilnahme mit einem Gegner zu tun, für den es um nichts mehr geht. Sollten die Gastgeber indes in Panama-Stadt nicht siegen, ist zumindest der Traum von der direkten Qualifikation geplatzt. Fahren sie mindestens ein ähnliches Ergebnis ein, wie Honduras, führt der Weg nach Russland über die interkontinentale Playoff-Runde gegen den Vertreter Asiens.

Honduras, das nur aufgrund des überaus bitteren Ausgleichstreffers in der 94. Minute in San José nicht mit den USA gleichauf liegt, muss somit auf Ausrutscher der beiden Konkurrenten hoffen, um die dritte WM-Teilnahme in Folge noch schaffen zu können. Mit einem Sieg gegen könnte es sogar noch mit der direkten Qualifikation klappen, doch die Honduraner haben ihr Schicksal nicht mehr selbst in der Hand.

Der Spieler im Fokus
Alberth Elis (Honduras)
Gegen Trinidad und Tobago bewiesen die Mexikaner, dass es ihnen an Durchschlagskraft im Angriff nicht mangelt. Honduras, das nur einen Gegentreffer weniger als das Schlusslicht aus der Karibik kassiert hat, muss der mexikanischen Torgefahr also am anderen Ende des Platzes etwas entgegensetzen. Alberth Elis, der vom mexikanischen Klub Monterrey an Houston Dynamo ausgeliehen ist, erzielte bei seinen letzten beiden Einsätzen in der MLS drei Treffer. Wenn die Catrachos weiter von Russland träumen wollen, muss er dafür sorgen, dass die Fans im Land seines Stammvereins nichts zu jubeln haben.

Zitat
"Das Team ist niedergeschlagen. Wir müssen jetzt ausruhen, nachdenken und uns dann auf das nächste Spiel vorbereiten. Wichtig ist, dass wir immer noch Herr der Situation sind."
Panamas Verteidiger Felipe Baloy nach der herben Niederlage gegen die USA