• Dramatischer Abschluss der CONCACAF-Qualifikation für Russland 2018
  • Panama jubelt nach Sieg in letzter Minute über erste WM-Teilnahme
  • Honduras steht im Interkontinental-Playoff – Bitteres Aus für die USA

Die WM-Qualifikation in der CONCACAF-Zone ist schon häufig mit viel Dramatik zu Ende gegangen. So war es auch auf dem Weg zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™. Erst in den letzten Minuten der drei zeitgleich ausgetragenen Partien am letzten Spieltag fiel die Entscheidung über Erfolg und Misserfolg für die Teams.

Am lautesten war der Jubel in Panama, das nun vor seinem Debüt auf der größten Bühne des Weltfussballs steht. Honduras muss in der interkontinentalen Playoff-Runde gegen den AFC-Vertreter Australien antreten. Fassungslosigkeit hingegen bei den USA, die erstmals seit 32 Jahren eine WM-Endrunde verpassen.

Die Spiele
Trinidad und Tobago – USA 2:1
Nach dem beeindruckenden 4:0-Sieg am Freitag gegen Panama gingen die USA mit zwei Punkten Vorsprung und somit besten Erfolgsaussichten in den letzten Spieltag. Selbst ein Punkt gegen Schlusslicht Trinidad und Tobago hätte angesichts des deutlich besseren Torverhältnisses wohl ausgereicht. Doch im Fussball gibt es nicht selten völlig unvorhersehbare Ergebnisse. So gerieten die USA durch ein Eigentor von Omar Gonzalez in Rückstand und mussten noch vor der Pause sogar das 0:2 durch Alvin Jones hinnehmen. Kurz nach der Pause gelang den Stars and Stripes durch Wunderkind Christian Pulisic der Anschlusstreffer und es schien, als wäre der Ausgleich nur eine Frage der Zeit. So traf beispielsweise Clint Dempsey bei einem Angriff nur den Pfosten. Letztlich wollte den Gästen jedoch kein weiteres Tor mehr gelingen.

Panama – Costa Rica 2:1
Panama ging mit großer Hoffnung in die Partie und feierte am Ende tatsächlich einen historischen Erfolg. Die Gäste aus Costa Rica, die das Ticket nach Russland bereits am vergangenen Samstag gelöst hatten, gingen kurz vor der Pause durch Johan Venegas in Führung. Die Gastgeber benötigten nun dringend den Ausgleichstreffer, um weiter auf die WM-Teilnahme hoffen zu können. Panama zog zu Beginn der zweiten Halbzeit durch Gabriel Torres gleich, doch da Honduras zu diesem Zeitpunkt überraschend gegen Mexiko führte, wäre Panama dennoch ausgeschieden gewesen. Erst zwei Minuten vor Schluss sorgte Roman Torres mit dem umjubelten Siegtreffer für Extase auf den Rängen und im ganzen Land.

Honduras – Mexiko 3:2
Honduras ging aufgrund der Tordifferenz nur als Tabellenfünfter in den letzten Spieltag und benötigte gegen Schwergewicht Mexiko schon ein kleines Fussballwunder, um den Traum von der dritten WM-Teilnahme in Folge noch am Leben zu halten. Tatsächlich gelang den Gastgebern in San Pedro Sula nicht weniger als das. Honduras geriet zwei Mal in Rückstand und konnte zwei Mal ausgleichen, bevor Romell Quioto nach genau einer Stunde den entscheidenden Treffer setzte. Auch das hätte indes nicht gereicht, wenn den USA noch der Ausgleich gegen Trinidad und Tobago gelungen wäre. So aber stehen nun die Catrachos im interkontinentalen Playoff gegen Australien.

Der Spieler des Tages
Der Name Roman Torres wird auf ewig mit dem bislang denkwürdigsten Moment in Panamas Fussballgeschichte verknüpft bleiben. Der Innenverteidiger ist keineswegs ein ausgewiesener Torjäger, doch in der 88. Minute der Partie war er zur Stelle und katapultierte Panama mit seinem Volleytor zur WM-Endrunde nach Russland. Damit sorgte ausgerechnet ein Spieler, der seine Stiefel für den U.S.-Klub Seattle Sounders schnürt, für das Ausscheiden der USA.