• Sechs Mannschaften kämpfen um drei direkte Tickets und den Playoff-Platz
  • Der Tabellenzweite Uruguay hat dabei die beste Ausgangsposition
  • Chile und Kolumbien haben ihr Schicksal ebenfalls selbst in der Hand

Dabei sein oder nicht dabei sein… das ist die Frage! Die Südamerika-Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™ befindet sich auf der Zielgeraden und eine Kleinigkeit kann darüber entscheiden, ob ein Team in Russland oder nur am Fernsehschirm dabei ist.

Drei der vier direkten Qualifikationsplätze sind noch zu vergeben. Hinzu kommt noch der Platz in der interkontinentalen Playoff-Runde zwischen dem Südamerika-Vertreter und Neuseeland als Vertreter der Ozeanien-Zone.

Bevor wir uns nun der Vorschau auf den 18. und letzten Spieltag der Qualifikation widmen, sollten wir einen Blick auf die Tabelle und auch die Tordifferenz zwischen den Teams werfen, denn auch diese könnte am Ende entscheidend sein.



Das Topspiel
Peru – Kolumbien
Estadio Nacional, Lima, 10. Oktober, 18.30 Uhr (Ortszeit)

In einem Duell, das beispielhaft für die Spannung der letzten Spieltage ist, tritt der Tabellenvierte Kolumbien (26 Punkte) beim Tabellenfünften Peru (25 Punkte) an. Mit einem Sieg hätten die Kolumbianer die Qualifikation sicher. Jedes andere Ergebnis bedeutet indes, dass sie vom Ausgang der anderen Spiele abhängig wären. Die Statistik spricht für Kolumbien, das die letzten vier WM-Qualifikationsspiele gegen Peru alle gewann.

Die Caféteros haben jedoch zuletzt zu Hause gegen Paraguay verloren und treffen auf eine peruanische Mannschaft, die mit einem Sieg zumindest den Sprung in die Playoff-Runde schaffen würde und je nach den Ergebnissen von Chile und Argentinien sogar das direkte Ticket lösen könnte. Auch mit einem Unentschieden sogar einer Niederlage wären die Peruaner nicht zwangsläufig aus dem Rennen.

Bei Kolumbien fehlt Abwehrspieler Cristian Zapata, bei Peru Jefferson Farfán, die beide gesperrt sind.

Die anderen Spiele
Dem Tabellenzweiten Uruguay (28 Punkte) reicht bereits ein Unentschieden gegen das bereits ausgeschiedene Bolivien. Selbst bei einer Niederlage wäre man wohl noch direkt qualifiziert, wenn diese nicht zu hoch ausfällt. Nur bei mehreren überaus unwahrscheinlichen Ergebnissen könnte Uruguay noch bis auf den Playoff-Platz zurückfallen. Auch die Statistik spricht gegen die Bolivianer, die in der Südamerika-Qualifikation neun der letzten zehn Partien in Montevideo verloren.

Der Tabellendritte Chile (26 Punkte) hat sein Schicksal auswärts gegen das schon länger qualifizierte Brasilien selbst in der Hand. Die letzten fünf Partien im Land des fünfmaligen Weltmeisters haben die Chilenen allerdings allesamt verloren. Sollten sie erstmals die Oberhand behalten, wären sie auf jeden Fall bei der WM dabei, unabhängig davon, wie die anderen Spiele ausgehen. Auch bei einem Unentschieden oder einer Niederlage könnte sich Chile direkt qualifizieren oder in die Playoffs gelangen. Der gesperrte Arturo Vidal wird diese entscheidende Partie jedoch verpassen. Fragezeichen stehen auch hinter zwei Spielern, die ihn ersetzen könnten, nämlich Charles Aránguiz und Pablo Hernández.

Argentinien (Sechster mit 25 Zählern) tritt in einer äußerst schwierigen Lage in Quito an. Dort hat man gegen Ecuador, das sich nicht mehr qualifizieren kann, seit 2001 nicht mehr gewonnen (zwei Unentschieden und eine Niederlage). Gewinnt Argentinien, erreicht das Team zumindest die Playoff-Runde, könnte sich bei entsprechenden Ergebnissen von Peru und Chile indes auch noch direkt qualifizieren. Trotz dieser prekären Situation könnte unter unwahrscheinlichen Umständen auch ein Remis noch für einen Playoff-Platz oder sogar die direkte Qualifikation reichen. Bei einer Niederlage wäre noch die Teilnahme an der Playoff-Runde möglich, aber nur bei einer Reihe höchst unwahrscheinlicher Ergebnisse in den anderen Partien. Bei Argentinien fehlt lediglich Fernando Gago.

Paraguay (Siebter mit 24 Punkte) empfängt Venezuela und weiß, dass ein Sieg die Qualifikation bedeuten könnte, möglicherweise jedoch nicht einmal für den Einzug in die Playoff-Runde reicht. Bei einem Unentschieden würde Paraguay nur dann in die Playoffs gelangen, wenn Peru und Argentinien hoch verlieren. Bei einer Niederlage wäre das Team aus dem Rennen. Richard Ortíz wird wegen einer Gelbsperre fehlen.

Der Spieler im Fokus
Lionel Messi (Argentinien)
Die durchaus reale Möglichkeit, dass Argentinien die nächste WM-Endrunde verpasst, sorgt dafür, dass Lionel Messi noch mehr als sonst unter Druck steht. Der argentinische Spielführer ist bislang der beste Torschütze seines Teams mit vier Treffern, hat jedoch seit dem Sieg gegen Chile am 13. Spieltag nicht mehr ins Schwarze getroffen. Wird er wieder einmal die Kastanien für sein Land aus dem Feuer holen?

Hätten Sie's gewusst?
Kolumbien hat in der WM-Qualifikation seit 1981 nicht mehr in Peru verloren, als man sich auf dem Weg nach Spanien 1982 mit 2:0 durchsetzte. Dies war übrigens das letzte Mal, das Peru bei einer WM-Endrunde dabei war. Seitdem haben es die Kolumbianer auf peruanischem Boden auf vier Siege und drei Unentschieden gebracht.

Das Zitat
"Die anderen Spiele interessieren uns nicht. Wir konzentrieren uns nur darauf, in Brasilien die Punkte zu holen."
Claudio Bravo, Torhüter und Spielführer Chiles

Die Spiele des 18. Spieltags
10. Oktober

Ecuador – Argentinien
Uruguay – Bolivien
Paraguay – Venezuela
Peru – Kolumbien
Brasilien – Chile