Als der brasilianische Mittelfeldspieler Oscar nach einer Trainingseinheit mit seinem neuen Verein in Katar vom Platz der Aspire Academy runtergeht, erwarten den Rekordneuzugang von Shanghai SIPG eine Menge Fans mit ihren Selfie-Wünschen. Damit geht er jedoch ebenso gelassen und routiniert um wie mit den Fragen nach seiner neuen Herausforderung im asiatischen Fussball.

"Ich bin einer der Pioniere, gemeinsam mit jenen Spielern, die vor mir kamen, und ich bin nach China gewechselt, um der Liga zu helfen und damit mehr Spieler diese Liga wahrnehmen", sagte Oscar gegenüber www.sc.qa/en/ in Katar.

"Es ist gut für den Fussball, dass die Sportart in neuen Regionen der Welt wächst. China hat viel Geld in seine Liga investiert und jede Mannschaft hat nun gute Spieler. Das wird helfen, das Niveau der Liga und des Fussballs im Land anzuheben."

Er fuhr fort: "Ich bin noch nicht lange dort gewesen, ich war nur zwei Tage lang in Shanghai, aber die ersten Eindrücke waren toll, die Gebäude sind unglaublich und es ist eine sehr schöne Stadt. Mein Hauptziel ist es, diese Saison die Meisterschaft zu gewinnen."

Bei seinem ersten Besuch in Doha, wo sich die chinesische Mannschaft auf die bevorstehende Saison vorbereitet, sagte der ehemalige Chelsea-Mittelfeldspieler, dass er sich auch auf die zweite FIFA Fussball-WM™ in Asien freue, die in sechs Jahren in Katar stattfinden wird.

"Ich denke, dass die Leute hier in Katar sich auf die WM freuen, denn es ist eines der größten Ereignisse in der Welt", so Oscar. "In Brasilien war das eine herausragende Erfahrung und ich glaube, dass das hier ebenfalls so sein kann."

"Es ist toll, dass hier in Katar die Wege so kurz sind. In Brasilien haben wir ein sehr großes Land, wo man manchmal zwei Stunden lang fliegen muss. Hier ist es ein kleines Land ohne große Reisen, was uns Spielern mehr Zeit zur Erholung lässt."

"Ich hoffe, dass ich 2022 hier für Brasilien spielen werde und gebe mein Bestes, um mit der brasilianischen Nationalmannschaft wieder hierher zu kommen."

"Mein erster Eindruck von Katar ist erstaunlich. Das Hotel ist fantastisch und die Plätze sind ideal für Fussball. Das geht nicht nur mir so, jeder im Klub kommt hier gerne zur Vorbereitung her."

Der technisch versierte Mittelfeldspieler ließ zum Abschluss des Gespräches wissen, dass er die Entwicklung bei seinem Ex-Klub, der sich im Rennen um die englische Meisterschaft einen kleinen Vorsprung verschafft hat, immer noch verfolgt. "Ich konzentriere mich zwar auf China, aber ich schaue immer noch ab und zu die Premier League", erläuterte er. "Natürlich unterstütze ich dabei Chelsea."