Die asiatischen Teams blicken mit Spannung nach Kuala Lumpur (Malaysia), wo am Dienstag die Auslosung für die zweite Runde der kontinentalen Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™ stattfindet, bei der sie erfahren, welche Hürden sie auf dem Weg zur nächsten WM-Endrunde zu überwinden haben.

Die Auslosung wird von Gordon Savic geleitet, dem FIFA-Leiter für die WM- und Olympia-Qualifikationsturniere. Aufgrund des stark veränderten Turnierformats wird die Auslosung auch außerhalb Asiens mit besonders großem Interesse verfolgt. Erstmals fungiert das asiatische WM-Qualifikationsturnier auch als Qualifikation für den AFC Asien-Pokal 2019.

In der Auslosung der zweiten Runde werden die 40 Teams in acht Fünfergruppen aufgeteilt. Die acht Gruppensieger und die vier besten Gruppenzweiten ziehen in die letzte Runde der asiatischen WM-Qualifikation ein und bestreiten zudem die Endrunde des AFC Asien-Pokals 2019. Der Wettbewerb erstreckt sich vom 11. Juni 2015 bis 29. März 2016, also über volle neun Monate. Die Teams bestreiten an insgesamt zehn Spieltagen ihre Heim- und Auswärtsspiele.

Die 28 verbleibenden Teams kämpfen um die restlichen zwölf Plätze bei der kontinentalen Endrunde in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die auf 24 Teilnehmer erweitert wird. Die 16 bestplatzierten der 28 Teams haben ihren Platz in der weiteren Qualifikation sicher. Die verbleibenden zwölf Mannschaften spielen in Playoff-Duellen um die acht letzten Plätze im Qualifikationsturnier.

"Diese Auslosung ist nicht nur für die AFC sondern auch für die FIFA sehr bedeutsam", so Shin Mangil, der Exekutivdirektor der Division Wettbewerbe der AFC gegenüber FIFA.com mit Bezug auf das neue Format, "denn der Wettbewerb dient dieses Mal als Qualifikation sowohl für die Weltmeisterschaft als auch für den AFC Asien-Pokal. Dank des neuen Wettbewerbsformats hat jedes Team die gleichen Chancen, auf ein bestimmtes anderes Team zu treffen und eine gewisse Anzahl Länderspiele im Rahmen des Internationalen Spielkalenders der FIFA zu bestreiten."

Shin drückte auch seine Hoffnung auf einen erfolgreicheren und attraktiveren Qualifikationswettbewerb aus. "Ich bin überzeugt, dass dieses Turnier mehr Fans anziehen und in den Medien mehr Beachtung finden wird, als dies bislang der Fall war. Ich persönlich jedenfalls kann es kaum noch erwarten, bis es endlich losgeht. Ich hoffe, dass alle Fussballfans in Asien bei den bevorstehenden Qualifikationsspielen auf ihre Kosten kommen."

Acht Teams gesetzt
Wie bereits in der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ dient auch dieses Mal die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste als Kriterium für die gesetzten Teams auf dem Weg nach Russland 2018. Für die Auslosung der ersten Runde im Februar war die Januar-Ausgabe der Weltrangliste herangezogen worden. Die zwölf am schwächsten platzierten Teams bestritten eine Vorausscheidungsrunde, während die verbleibenden 34 Teams ein Freilos für die zweite Runde erhielten.

Die Auslosung der zweiten Runde basiert hingegen auf der aktuellen Weltrangliste vom 9. April. Entsprechend große Verschiebungen gibt es an der Spitze. Australien, die VR China und Irak gehören jetzt nach ihren hervorragenden Leistungen beim AFC Asien-Pokal und in den jüngsten Freundschaftsspielen nun neben Iran, Japan, der Republik Korea, Usbekistan und den Vereinigten Arabischen Emiraten zu den besten acht Teams des Kontinents.

Beflügelt vom Titelgewinn beim AFC Asien-Pokal im Januar im eigenen Land machte Australiens Trainer Ange Postecoglou seine Ambitionen im Vorfeld der Auslosung am Dienstag klar: "Wir wollen uns (für die Weltmeisterschaft) qualifizieren", so der 49-jährige Coach der Socceroos, dessen Schützlinge kürzlich ein 2:2 gegen den amtierenden Weltmeister Deutschland holten. "Wir wollen dort dabei sein und für Furore sorgen, einigen Ländern einen gehörigen Schrecken einjagen und das Ding gewinnen. Das mag sich ziemlich vermessen anhören, doch genau das sollte unser Ziel sein: die nächste WM zu gewinnen!"

Der französische Trainer der VR China, der sein Team beim AFC Asien-Pokal bis ins Viertelfinale führte, ist ebenfalls optimistisch in Bezug auf die bevorstehende Qualifikation. "(Es ist gut,) dass wir zu den acht gesetzten Teams gehören", so der Franzose. Damit beginnt für uns eine neue Aufbauphase in der Vorbereitung auf die Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™."

Usbekistans Trainer Mirjalol Kasimov merkte an: "Beim Asien-Pokal haben wir unsere Landsleute enttäuscht. Wir wollten viel weiter kommen, doch wir sind schon im Viertelfinale ausgeschieden. In der WM-Qualifikation wollen wir nun wieder bessere Resultate einfahren, um unsere Anhänger glücklich zu machen."