53 der 54 CAF-Mitglieder machten zumindest einen ersten Schritt auf dem Weg zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™. In den Duellen der ersten Runde Mitte Oktober setzten sich 13 von ihnen durch und zogen in die nächste Runde ein, während für die unterlegenen 13 Teams das Rennen schon vorbei war. In der zweiten Runde stiegen neben den siegreichen 13 auch die 27 gesetzten Mannschaften ins Geschehen ein. In 20 ausgelosten Duellen im November trafen sie zu Hin- und Rückspiel aufeinander. Nach Abschluss der zweiten Runde sind nun in Afrika noch 20 Mannschaften im Rennen. Diese werden in fünf Vierergruppen gelost, in denen die Mannschaften von Oktober 2016 bis November 2017 im Ligaformat gegeneinander spielen. Die fünf Gruppensieger qualifizieren sich für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™.

Denkwürdige Partie
Tschad – Ägypten 1:0, 14. November 2015

In der ersten Runde hatte sich Tschad überraschend gegen Sierra Leone durchgesetzt. Trotzdem gab kaum jemand dem Team eine Chance, als der siebenfache Afrikameister Ägypten als Gegner in der zweiten Runde ausgelost wurde. Die Nordafrikaner galten selbst für das Hinspiel in Tschads Hauptstadt N'Djamena als klare Favoriten. Doch nach 90 Minuten konnten die Fans einen sensationellen Heimsieg bejubeln, den Ezechiel Ndouassel mit dem einzigen Treffer der Partie Mitte der zweiten Halbzeit besiegelte. Die Nordafrikaner konnten das Blatt im Rückspiel zwar wenden, doch das 1:0 aus dem Hinspiel zählt zu den größten Überraschungen in der Geschichte der afrikanischen WM-Qualifikation.

Die Überraschungsteams
Hatte es in der ersten Runde noch mehrere große Überraschungen gegeben, wie beispielsweise das Weiterkommen von Tschad oder den Sieg der Komoren gegen Lesotho, erlebten die Fans in der zweiten Runde nur noch vereinzelte Ausnahmeresultate. Hierzu zählen beispielsweise das torlose Unentschieden im Hinspiel zwischen Swasiland und Nigeria oder auch das ebenfalls torlose Remis Ghanas auf den Komoren. Die einzigen Überraschungsteams in der Gruppenphase sind Marokko, das sich gegen das höher platzierte Äquatorial-Guinea durchsetzte, und Libyen, das Ruanda aus dem Rennen warf.

Spieler im Fokus
Islam Slimani verfügt bereits über WM-Erfahrung und erzielte bei der Endrunde 2014 in Brasilien den ersten Treffer Algeriens beim 4:2-Sieg gegen die Republik Korea. Sein Kopfballtor beim 1:1-Unentschieden gegen Russland verhalf den Nordafrikanern zum Einzug in die zweite Runde. Er spielt in Portugal für Sporting Lissabon. Auch in der Qualifikation für Russland 2018 gelangen ihm bereits wichtige Treffer, darunter beide beim 2:2-Auswärts-Unentschieden in Tansania und zwei weitere beim klaren 7:0-Sieg im Rückspiel. Die algerischen Fans hoffen auf viele weitere Treffer durch Slimani und die dritte WM-Endrundenteilnahme in Folge.

Statistik
13 –
So viele afrikanische Länder haben bislang an FIFA WM-Endrunden teilgenommen. Davon sind in der aktuellen Qualifikation für Russland 2018 erst zwei ausgeschieden, nämlich Angola im Duell gegen Südafrika und Togo, das mit einem Gesamtresultat von 0:4 gegen Uganda unterlag.

Zitat
"Die Tage leichter WM-Qualifikationsspiele sind in Afrika längst vorbei. Heute sind alle Länder stark und keine Mannschaft kann mehr ein leichtes Spiel erwarten."
Nigerias Trainer Sunday Oliseh, der mit den Super Eagles bei den WM-Endrunden 1994 und 1998 für Furore sorgte.

Wie geht es weiter?
Die 20 noch in der afrikanischen Qualifikation verbliebenen Teams werden am 24. Juni 2016 gespannt nach Kairo und auf das dortige CAF-Hauptquartier blicken, wo die fünf Vierergruppen für die nächste Runde ausgelost werden. Da in der zweiten Runde fast alle Duelle entsprechend der Platzierung der Teams in der Weltrangliste ausgingen (die einzigen Ausnahmen waren Libyen gegen Ruanda und Marokko gegen Äquatorial-Guinea) sind alle afrikanischen Spitzenteams noch im Rennen und können weiter von Russland und der ersten afrikanischen Halbfinalteilnahme träumen.