Für die meisten Favoriten verlief der Einzug in die zweite Runde der CAF-Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™ unproblematisch. Doch für drei der favorisierten Teams ist die Reise bereits beendet.

Die Höhepunkte

Abdul Razak als Held
Stürmer Fiston Abdul Razak, der für den südafrikanischen Klub Mamelodi Sundowns die Schuhe schnürt, war beim 2:0-Rückspielsieg gegen die Seychellen mit seinen zwei Toren der Matchwinner Burundis. Nachdem Razak schon den einzigen Treffer im Hinspiel in Roche Caiman erzielt hatte, warten die Insulaner immer noch auf ihren ersten Sieg in der WM-Qualifikation.

Madagaskar nur mit Heim-Unentschieden
Madagaskar hatte den Großteil der Arbeit bereits beim 3:0-Hinspielsieg in der Zentralafrikanischen Republik erledigt. Entsprechend konnten es sich die Platzherren leisten, dem Heimpublikum beim Rückspiel in der Hauptstadt Antananarivo ein unterhaltsames Spiel zu bieten, in dem alle vier Tore vor der Pause fielen. Junior Gourrier brachte die Gäste in der siebten Minute in Führung. Dann sorgten Falimery Ramanamahefa und Abel Andrianantenaina für die Wende. Kurz vor der Pause erzielte Eudes Dagoulou den Treffer zum 2:2-Endstand.

Namibia mit längerem Atem
Nach dem 1:1-Remis im Hinspiel in Gambia hatte Namibias Trainer Ricardo Mannetti auf eine leichtere Aufgabe im Heimspiel gehofft. Doch die Gäste wollten für eine Überraschung sorgen und hielten mit viel Einsatz dagegen. Die Entscheidung brachte letztlich ein Tor von Hendrik Somaeb nach genau einer Stunde. Mit dem Treffer bescherte er den Brave Warriors den Einzug in die nächste Runde.

Eritrea muss weiter warten
Eritrea ist eines der afrikanischen Teams, das noch nie ein WM-Qualifikationsspiel gewinnen konnte. Entsprechend schwer wurde es für das Team in Francistown gegen Botsuana, zumal der Gegner das Hinspiel in Eritrea mit 2:0 gewonnen hatte. Zunächst jedoch brachte Henok Goitom Eritrea in Führung. Es war erst das dritte Tor für Eritrea in einem WM-Qualifikationsspiel und wurde entsprechend bejubelt. Dann jedoch machte Mogakolodi Ngele mit einem Doppelschlag jegliche Hoffnungen der Gäste zunichte. Joel Mogorosi erhöhte schließlich noch zum 5:1-Gesamtergebnis für die Zebras.

Torloses Remis in Nairobi
Unter normalen Voraussetzungen wäre Mauritius mit einem torlosen Unentschieden in Nairobi wohl stets zufrieden. Doch nach der klaren 2:5-Niederlage im Hinspiel trug das jetzige Remis im Moi International Sports Center lediglich zur Wiederherstellung der Ehre von Mauritius bei.

Die Überraschungen

Tschad überrascht Sierra Leone
Sierra Leone hatte zwar das Hinspiel in N'Djamena mit 0:1 verloren, doch man rechnete mit einer Wende im Rückspiel, das allerdings in Nigeria ausgetragen werden musste. Die Aufgabe wurde noch schwerer, als Tschad in der 45. Minute durch ein Tor von Leger Djimrangar in Führung ging. Alhaji Kamara (70.) und Abdul Sesay (79.) konnten zwar das Blatt in dieser Partie noch wenden, doch das reichte nicht, um das Ausscheiden zu verhindern. Nun zieht Tschad aufgrund der Auswärtstorregel erstmals in die zweite Runde einer WM-Qualifikation ein, nachdem das Team selbst zwei Mal aufgrund dieser Regelung gescheitert war.

Komoren schreiben Geschichte
Auch der Inselstaat der Komoren steht nach einem 1:1-Unentschieden in Lesotho erstmals in der zweiten Runde der WM-Qualifikation. Dafür war nicht einmal ein erster Sieg in einem WM-Qualifikationsspiel nötig. Mohamed M'Changama war der Held auf Seiten der Komoren, die sich nach dem torlosen Remis im Hinspiel nun aufgrund der Auswärtstorregel durchsetzten.

Taifa Stars strahlen weiter
Tansania rangiert in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste 35 Plätze hinter Malawi. Im direkten Duell der beiden Teams sorgte John Banda kurz vor der Pause für die Führung für Malawi. Im zweiten Durchgang warf das südafrikanische Land zwar alles nach vorn, doch ein zweites Tor, das den Ausgleich im Gesamtergebnis bedeutet hätte, wollte nicht gelingen. So zogen am Ende die Taifa Stars mit einem Gesamtresultat von 2:1 in die nächste Runde ein.

Der Spieler des Tages

Liberias Trainer James Debbah hatte nach dem 1:1 im Hinspiel in Monrovia von seinen Stürmern eine bessere Chancenverwertung gefordert. Die Botschaft fiel insbesondere bei dem in Spanien aktiven Stürmer William Jebor auf fruchtbaren Boden. Der 23-Jährige erzielte in der Partie in Bissau schon früh zwei Treffer. Die Gastgeber konnten kurz vor der Pause zwar auf 1:2 verkürzen. In der Nachspielzeit gelang Jebor dann noch ein dritter Treffer für sein Team. Nachdem er bereits beim 1:1 im Hinspiel getroffen hatte, weist seine Bilanz nun bereits vier Tore aus.

Die Zahl des Tages

4 –
So viele Tore erzielte Nigers Stürmer Moussa Maazou beim 6:0-Gesamtsieg gegen Somalia. Maazou, der für einen Klub in China spielt, hatte bereits im Hinspiel in Addis Abeba beide Treffer zum 2:0-Sieg markiert. Nun ließ er beim 4:0-Sieg in Niamey noch zwei weitere folgen.

Das Zitat

"Wir danken Gott, dass wir weitergekommen sind, obwohl uns keine Tore gelungen sind. Wir werden in Daressallam an unseren kleinen Fehlern arbeiten und uns intensiv auf das Spiel gegen Algerien vorbereiten."
Charles Boniface Mkwasa (Trainer, Tansania), dessen Mannschaft trotz einer 0:1-Niederlage im Rückspiel in Malawi die nächste Runde erreichte