Marcos Sánchez ist bereit für eine neue beeindruckende Leistung. Nach seiner Gala-Vorstellung für Panama gegen Costa Rica am Auftaktspieltag des Hexagonal, der abschließenden Sechser-Runde der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™, steht der 22-jährige Mittelfeldspieler im Fokus der Nord-, Mittelamerika- und Karibik-Zone. Im Vorfeld des zweiten Spieltags strotzt er vor Selbstvertrauen und will den guten Lauf fortsetzen.

Zumal er nun auch auf Klubebene einen weiteren Schritt nach vorne gemacht hat. Dank seines guten Spiels gegen die Ticos wurde der U.S.-amerikanische MLS-Klub DC United auf ihn aufmerksam und gab letzte Woche seine Verpflichtung bekannt. Momentan liegt dem jungen Canalero die Welt zu Füßen, und dementsprechend euphorisch zeigte er sich im Exklusivinterview mit FIFA.com.

Gelegenheit genutzt
Nach diesen emotionalen Monaten ist es nicht überraschend, dass Sánchez mehr als zufrieden mit der Wendung ist, die seine Karriere genommen hat. "Ehrlich gesagt, ist es ein großartiger Moment. Dies ist die Chance, auf die ich seit Jahren gewartet habe, und nun habe ich sie genutzt. Mir ist natürlich klar, dass es im Fussball nicht darum geht, einfach nur ein Ziel zu erreichen, sondern sich zu halten, und das habe ich vor", sagte er enthusiastisch.

Sánchez ist sich dessen bewusst, dass der Ausgangspunkt seines aktuellen Höhenflugs seine Leistung im heimischen Estadio Rommel Fernandez bei jenem 2:2 im vergangenen Februar gegen Costa Rica war. Doch die Grundlagen für seine Karriere legte er schon viel früher. "Ich begann beim FC Tauro. Zu Beginn war ich nur Einwechselspieler, doch mit der Zeit erkämpfte ich mir einen Stammplatz und damit eine Einladung zur U-21-Nationalmannschaft. Mit ihr bestritt ich mehrere Spiele. Später stieg ich in die U-23 auf, mit der ich die Olympia-Qualifikation spielte, und schließlich in die A-Nationalmannschaft", fasste er zusammen.

Bevor er über seine Gegenwart und Zukunft sprach, blickte Sánchez noch einmal auf das Spiel zurück, das ihm den Sprung ins Rampenlicht ermöglichte. "Ich fühlte mich wohl auf dem Platz. Ich fühlte mich wohl, weil meine Mitspieler mich gut unterstützten, und so konnte ich ein gutes Spiel abliefern." Er verriet auch, was sein Trainer Julio César Dely Valdés nach der Partie zu ihm sagte: "Er war sehr zufrieden mit mir und gratulierte mir zu der guten Leistung. Ich bin ihm sehr dankbar für sein Vertrauen und seine Unterstützung."

WM-Chancen intakt
Bei aller Freude um seine persönliche Leistung trübte die Tatsache, dass sich Panama gegen die Ticos einen Zwei-Tore-Vorsprung aus der Hand nehmen ließ, ein wenig den Gesamteindruck. Es blieb das Gefühl, dass ein Punkt zu wenig ist. "Wir waren sehr enttäuscht. Wir hatten die Partie eigentlich schon in der Tasche", räumte er ein. Und er verriet: "Einige von uns dachten, dass schon alles verloren sei. Doch die erfahrenen Spieler und der Coach (Dely Valdés) gaben uns das Gefühl, dass es gerade erst anfängt. Das war eine große Erleichterung."

Nach den erleichternden Worten zeigte sich Sánchez sogar wieder optimistisch, was die Möglichkeiten Panamas auf eine erfolgreiche Qualifikation für Brasilien 2014 angeht. "Wir haben eine gute Mannschaft, die vom Trainer gut vorbereitet wurde. Er vertraut uns allen, und ich denke, dass das Team wieder aufholen wird. Wir werden zu Hause die Punkte holen und versuchen, auswärts zu gewinnen." Tatsächlich steht als nächstes eine Aufgabe in der Fremde bevor. In Kingston, Jamaika, werden die Canaleros auf bis in die Haarspitzen motivierte Reggae Boyz treffen, nachdem diese mit einem Unentschieden im Azteken-Stadion die große Überraschung des ersten Spieltags schafften. "Es wird ein sehr schweres Spiel. Sie sind ein körperlich sehr starkes Team, gegen Mexiko zeigten sie eine großartige Partie und hielten gut dagegen. Ich weiß, dass es nicht leicht wird, doch ich habe großes Vertrauen in meine Mitspieler."

Sánchez charakterisiert sich selbst als "technisch starker und intelligenter Spieler, der gerne auf den Flügeln und sogar in der Spielmacherrolle agiert", und zum Abschied verbarg er nicht seinen Wunsch auf eine noch glänzendere Zukunft. "Ich würde gerne nach Europa gehen. Ich denke, dass ich den ersten Schritt schon gemacht habe, und ich will weiterkommen. Und mein größter Traum ist natürlich, bei der WM in Brasilien dabei zu sein. Ich werde alles in meiner Macht stehende dafür tun, um dies zu erreichen."